20 Jahre Rettungshundestaffel Bonn/Rhein-Sieg

Ich gratuliere der Rettungshundestaffel Bonn/Rhein-Sieg e.V. sehr herzlich zu ihrem 20-jährigen Bestehen!
Seit zwei Jahrzehnten engagieren Sie sich nun schon ehrenamtlich, investieren – das darf man an dieser Stelle auch einmal betonen – Geld und viel Zeit.
Jeder, der selbst Tiere hat, weiß, dass allein deren Grundausbildung nicht einfach ist. Die spezielle Ausbildung zum Rettungshund ist natürlich noch wesentlich aufwendiger. Zudem kommt in Ihrem Falle auch noch die Ausbildung des Menschen, also des Rettungshundeführers, hinzu. Und auch nach der erfolgreichen Ausbildung von Mensch und Tier müssen Sie sich regelmäßig Wiederholungsprüfungen und Auffrischungskursen stellen.

Dies ist sehr zeitintensiv, aber es führt dazu, dass Sie und Ihre Hunde tolle Teams sind. Sie können sich aufeinander verlassen und, wenn es darauf ankommt, vollen Einsatz zeigen. Einsatz für vermisste, verschüttete oder verletzte Menschen.
Es ist eine bedeutende Aufgabe, der Sie sich widmen. Dafür gebührt Ihnen unser Dank und unser Respekt!

Wir sehen im Fernsehen oftmals Bilder von Rettungsaktionen, bei denen Rettungshundestaffeln eingesetzt sind. Sei es bei Lawinenabgängen, bei Erdbeben oder anderen Katastrophen. Glücklicherweise blieben in Bonn Ereignisse wie beispielsweise Gebäudeeinstürze oder Hangrutsche, bei denen Personen gesucht und geortet werden müssten, in den vergangenen Jahren aus. So musste die Hundestaffel als „Partner der Feuerwehr“ nicht alarmiert werden.

Aber es ist gut und beruhigend zu wissen, dass die städtischen Kollegen von Feuerwehr und Rettungsdienst im Ereignisfall die Rettungshundestaffel anfordern könnten. Es gibt nämlich eine Einsatzkooperation bei Einsätzen der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr. Daher stünde die Rettungshundestaffel mit anderen Rettungshundestaffeln in der Region zur Verfügung.

Ich danke den 22 Teams der Rettungshundestaffel – stellvertretend Ihnen, Frau Wessels – und den weiteren Helferinnen und Helfern ganz herzlich für Ihre Bereitschaft und Ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Sich für seine Mitmenschen zu engagieren trägt dazu bei, dass unsere Gesellschaft funktioniert. Soziale Kompetenz und ehrenamtliches Engagement haben einen hohen Stellenwert. So vielfältig und unterschiedlich wie die Menschen sind, so vielfältig und breitgefächert sind auch die Bereiche, in denen sie sich engagieren. Das beobachte ich als Bürgermeisterin häufig und das macht mir große Freude.

Integration durch Sport beim OTC Bonn

Pictograms29-1Wer von Taekwondo spricht, der denkt meist an den Sport. Doch Taekwondo steht auch für eine innere Haltung. Man könnte sagen: Taekwondo wird nicht nur mit Füßen und Fäusten ausgeübt, sondern auch mit dem Geist und dem Herzen.
Höflichkeit, Integrität, Geduld, Selbstdisziplin und Unbezwingbarkeit – das sind die Grundsätze des Taekwondo. Und so ist es kein Wunder, dass ich von Ihnen heute so zuvorkommend empfangen worden bin. Vielen Dank dafür!

Ich danke auch dem AWO Fachdienst für Migration und Integration, der dieses Fest mitorganisiert hat. Das Internationale Zentrum der AWO am Theaterplatz ist für die Integrationsarbeit in Bad Godesberg eine ganz wichtige Adresse. Dort arbeiten der Jugendmigrationsdienst, die Migrationsberatung für Erwachsene und die Integrationsagentur sozusagen „Tür an Tür“.

Auch diese Sporthalle ist eine Art „internationales Zentrum“. Taekwondo ist in vielen Ländern der Erde populär und im OTC begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen.

Wenn ich mich umsehe, ist klar: Training und Wettkampf sind für Sie längst nicht alles. Ich weiß, dass dem Verein gerade bei seinen jungen Mitgliedern nicht nur die sportliche, sondern auch die persönliche Entwicklung sehr wichtig ist.
So unterstützen die Trainer und Aktiven im Olympic Taekwondo Club die jungen Sportlerinnen und Sportler auch in ihrem schulischen und beruflichen Werdegang: Ausbildung, Studium und Beruf sind Themen, über die man im Verein spricht.

Aus diesem Grund hat der OTC vor acht Jahren gemeinsam mit dem AWO Fachdienst für Migration und Integration das Projekt „Integration durch Sport und Bildung“ gestartet.

Die Bildungs- und Begegnungsangebote dieses Projektes sind nicht nur für junge Menschen, die hier trainieren, offen. Auch Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft, die keine Mitglieder des Vereins sind, können an Lerntrainings oder Naturerlebnistagen teilnehmen.

Der OTC Bonn und die AWO leisten gemeinsam ganz praktische Integrationsarbeit in einem Umfeld, das nicht frei von Konflikten und Spannungen ist. In Lannesdorf, Pennenfeld und den benachbarten Stadtteilen suchen viele Jugendliche nach Orientierung und Perspektiven. Der Sport ist ein Feld, auf dem sie sich beweisen können. Im OTC lernen sie vieles, was im Leben wichtig ist: Respekt, Disziplin, Ausdauer und Fairness.
Der Sport ist der Dreh- und Angelpunkt, doch zu einem lebendigen Vereinsleben gehören eben auch Freundschaften, engagierte Trainer und Eltern sowie der Wunsch, aus dem Verein heraus etwas für den Stadtteil zu tun. Bei alledem wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg.

Bonner Boule Stadtmeisterschaft 2016

FannySchön, dass ich die 24. Bonner Stadtmeisterschaft eröffnen darf! Die Altstadtfreunde Bonn richten wieder die diesjährige Stadtmeisterschaft aus! Ohne ihr Engagement und die fabelhafte Organisation wäre ein solches Turnier gar nicht möglich.

Boule beziehungsweise Pétanque ist ein beliebtes Freizeit-Kugelspiel für Jung und Alt. Spaß, Teamgeist und Geselligkeit stehen im Vordergrund. Dennoch gibt es auch spannende Kopf-an-Kopf–Rennen mit vielen spektakulären Würfen.

Wir werden auch sehen, ob heute jemand die „Fanny küssen“ muss 🙂
Ich hoffe nicht, denn es ist bekanntermaßen keine Belohnung. Es ist vielmehr die Beschreibung dafür, ein Spiel 0:13 verloren zu haben. Dieser Brauch stammt aus Frankreich. Der Legende nach durften Spieler, die beim Boule-Spiel verloren hatten, als Trost der Kellnerin Fanny einen Kuss geben. Mit der Zeit stieg jedoch die Anzahl der Spieler, die verloren, auffällig an. Dies hatte nicht unwesentlich mit der Attraktivität Fannys zu tun. Bei einem Spiel kassierte einst sogar der Bürgermeister eine Niederlage und wollte sich daraufhin ebenfalls von Fanny trösten lassen. Fanny hob aus Trotz jedoch ihren Rock hoch und streckte dem Bürgermeister ihre Kehrseite entgegen. So wurde aus dem einstigen Trost die schlimmste Strafe für jeden Boulisten!

Zu Beginn des Spiels wird normalerweise ausgelost, welche Mannschaft als erstes die Zielkugel wirft. Diese Ehre wird heute mir zuteil. Ich darf heute wieder das Schweinchen werfen und das erste Spiel beginnen. Ich hoffe auf einen spannenden und fairen Wettkampf!

Der Schriftsteller Honore de Balzac hat einmal gesagt: „Boule-Spieler sind sowohl die friedlichsten als auch die verrücktesten Menschen der Welt“.
Boule spielen auch in Bonn tatsächlich nur friedliche und freundliche Menschen. Es werden sicherlich ein paar Nerven blank liegen, wenn die Spiele aufreibend und spannend werden. Verrückt wird dabei hoffentlich niemand. Obwohl: sind wir im Rheinland nicht alle ein wenig jeck?

Dorothea-von-Stetten-Kunstpreis 2016

Mit der Internationalisierung des Dorothea-von-Stetten-Kunstpreises wird seit 2014 die Kunstproduktion jeweils eines Nachbarlandes in den Fokus gerückt.

Bonn ist seit jeher europäisch geprägt, nicht nur durch seine „Europäer“. Robert Schuman, Wegbereiter der Europäischen Union, studierte hier Rechtswissenschaften. Die Ode „An die Freude“, die 9. Symphonie des berühmtesten Sohnes der Stadt, Ludwig van Beethoven, ist inzwischen jedem als Europahymne vertraut. „Alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt“ heißt es dort unter anderem auch. Das ist doch ein wunderbares Leitmotiv für einen Abend, bei dem es um den gemeinsamen Blick auf europäische Nachwuchskunst geht.

Mit der Gruppenausstellung, die wir heute Abend eröffnen richten wir den Blick auf Arbeiten unserer europäischen Nachbarn aus den Niederlanden. Bis zum 25. September bietet sich uns hier im Kunstmuseum Bonn die Gelegenheit, die vitale, multikulturell ausgerichtete Kunstszene der Niederlande kennen zu lernen. Die anwesenden Künstlerinnen und Künstler möchte ich an dieser Stelle noch einmal ganz besonders herzlich begrüßen. Für den Dorothea-von-Stetten-Kunstpreis 2016 sind nominiert: Dan Walwin, Taocheng Wang und Aimée Zito Lema. Alle drei bilden eine erstklassige, junge, frische Vertretung der zeitgenössischen niederländischen Kunstszene.

Der mit 10.000 Euro dotierte Dorothea-von-Stetten-Kunstpreis wurde 1984 ins Leben gerufen und wird alle zwei Jahre vergeben. Die Stiftung ist von der vor fünf Jahren verstorbenen Bonner Mäzenin Dorothea von Stetten gegründet worden. Sie ist ein herausragendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement für Kunst und Kultur in unserer Stadt. Durch ihre Gründung wird es ermöglicht, junge Kunst zu fördern und museal auszustellen.
Als Ausstellungsleiterin an der amerikanischen Botschaft hat Dorothea von Stetten zunächst 1963 den Bonner Kunstverein begründet und sich seit den achtziger Jahren tatkräftig für das Kunstmuseum Bonn eingesetzt. Sie hat den Verein der Freunde des Kunstmuseums ins Leben gerufen und bereits 1983, in ihrem 70. Lebensjahr, eine Stiftung initiiert. Diese Stiftung hat es sich seitdem zur Aufgabe gemacht junge Kunst zu fördern in Verbindung mit einer Ausstellung des Kunstmuseums Bonn und einem repräsentativen Katalog.
Dorothea von Stetten lässt uns mit diesem Kunstpreis über ihren Tod hinaus an ihrer lebenslangen Freude zur Kunst teilhaben. Dem Kunstmuseum Bonn, dem sie ihre bedeutende Sammlung von Papierarbeiten übertrug, war sie über Jahrzehnte eng verbunden.

Den Nominatoren, dem Intendanten des Kunstmuseums Bonn, Professor Dr. Stephan Berg und seinem engagierten Team danke ich sehr herzlich für die geleistete Arbeit im Vorfeld zu dieser Ausstellung, ohne die ein solches Projekt gar nicht umsetzbar gewesen wäre. Danken möchte ich auch den Künstlerinnen und Künstlern, die in diesem Jahr in unserem Kunstmuseum ausstellen und den Mitgliedern der Jury, deren Votum wir heute Abend mit Spannung erwarten.

Lassen wir uns heute und in Zukunft als Europäerinnen und Europäer von der Freude und von dem Gedanken der Versöhnung tragen und inspirieren. Jede Begegnung schafft Verständnis und Verständigung, jede Begegnung ist ein Stück gemeinsam gelebtes Europa.

Bonner Theaterpreises „Thespis“ 2016

imageimageDie Freunde der Kammerspiele haben den Bonner Theaterpreises „THESPIS“ in diesem Jahr zum neunten Mal gestiftet. Sie sind als Förderer des Theaters seit fast einem Jahrzehnt engagiert und haben gerade einen neuen Vorstand gewählt. Ich möchte daher die Gelegenheit nutzen und dem engagierten Kreis um Herrn Professor Tudyka sehr herzlich für die geleistete Vorstandsarbeit zu danken und em neuen Vorstand und dem Vorsitzenden Dr. Konrad Lang ebenso herzlich zur Wahl gratulieren. Sie haben damit eine Aufgabe übernommen, die sicherlich im mehrfachen Sinne eine schöne Arbeit ist. Sie tun dies ehrenamtlich und stärken damit die Bonner Kulturlandschaft, die freiwilliges bürgerschaftliches Engagement braucht. Die Freunde der Kammerspiele haben sich gegründet, um das Schauspiel ideell wie materiell zu fördern. Damit bringen sie ihre Verbundenheit mit der Bonner Kultur und insbesondere mit diesem Haus, den Kammerspielen Bad Godesberg zum Ausdruck. Erst in der vergangenen Woche habe ich hier in den Kammerspielen die 14. Auflage des Schultheater-Festivals ‚spotlights‘ eröffnet. Der Literaturkurs des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums Bonn hat eine sehr gelungene Aufführung von Franz Kafkas Werk „Die Verwandlung“ zum Besten gegeben. Ein Abend, an dem auch für mich die große Begeisterung der Schülerinnen und Schüler für das Theater deutlich spürbar war. Ein Abend, der gezeigt hat, dass Kultur Zukunft hat, weil es Menschen gibt, die sich für Theater, für Musik, für Kunst und für Literatur begeistern.

Begeisterung ist sicher auch ein Antrieb für die Freunde der Kammerspiele. Für das vielfältige Wirken und natürlich für die Stiftung des Theaterpreises „Thespis“ danke ich den Freunden der Kammerspiele sehr herzlich. Danken möchte ich zugleich auch allen, die vor, auf und hinter der Bühne am Erfolg des Schauspiels Bonn beteiligt sind.

„Thespis“ steht für die Würdigung erbrachter Schauspiel-Leistungen. Der Preis ist Anerkennung für die schauspielerische Leistung Einzelner, er ist zugleich aber auch eine Würdigung und Anerkennung der über die ganze Saison erbrachten Gesamtleistung des Theaters Bonn, das über ein hochwertiges Ensemble verfügt. Das Theaterpublikum hat die beste Inszenierung gewählt, die Freunde der Kammerspiele haben entschieden, wer heute als bester Schauspieler oder als beste Schauspielerin gewürdigt werden soll.