Neujahrsempfang der Innung der Kraftfahrzeughandwerke Bonn/Rhein-Sieg

ses1Ich freue mich, dass ich wieder einmal am Neujahrsempfang der Innung der Kraftfahrzeughandwerke teilnehmen darf und wünsche den Unternehmen der Kfz-Branche für das noch junge Jahr 2016 wirtschaftlichen Erfolg und einen guten „Drive“!
Die Stadt Bonn befindet sich auch 2016 in einer guten wirtschaftlichen Verfassung mit wachsenden Beschäftigtenzahlen und hoher Wirtschaftskraft. Ziel der Bonner Wirtschaftsförderung ist es, den Ausbau und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes zu fördern. Wir werden gemeinsam weiter wachsen – qualitätsvoll und nachhaltig. Damit stärken wir auch das Kraftfahrzeuggewerbe in Bonn und der Region.

Das Kfz- Handwerk trägt zur hohen Standortqualität bei und hat allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken, denn wir haben weiter einen stetig wachsenden Bestand an zugelassenen Fahrzeugen in Bonn. Am Jahresende 2014 waren knapp 229.000 Kraftfahrzeuge zugelassen, am Jahresende 2015 waren es bereits 231.813. Hinzu kommen täglich zehntausende Pendler aus der Region, die auf die Mobilität durch das Auto nicht verzichten können und tagtäglich zur Arbeit, zur Ausbildung oder aus anderen Gründen mit dem Pkw nach Bonn fahren. Mobilität heißt Flexibilität, sie ist heute unverzichtbar.

Mobilität im eigenen Fahrzeug ist für viele ein hoch geschätzter Komfort, den sie nicht missen möchten, auch wenn Luftreinhaltepläne und der Umweltgedanke dies nicht gutheißen können. Aber Mobilität und Umwelt sind miteinander zu verbinden! „Mobil sein“ gehört zur modernen Gesellschaft. Wie wichtig Mobilität ist, spüren wir vor allem, wenn sie eingeschränkt wird: zum Beispiel bei Bahnstreiks, Fahrverboten oder Verkehrsstaus durch Bautätigkeiten. Die Kehrseite der Mobilität sind steigende Umweltbelastungen. Wie viel „Mobilität“ verträgt das Klima? Und welche Mobilität?

Keine Frage, der Klimagipfel von Paris war ein Erfolg. Damit die vereinbarten Ziele, die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad zu begrenzen, auch erreicht werden können, braucht es nun gemeinsame Anstrengungen. Jede und jeder kann dazu beitragen und als deutsche UNO-Stadt, in der wir uns in besonderer Weise für Klimaschutz engagieren, haben wir da ja eine besondere Verantwortung.
In Bonn fallen pro Person und pro Jahr etwa acht Tonnen klimaschädliches CO2 an. Das Auto steht da oft im Fokus und sicher ist es erforderlich, dass wir uns alle einer verantwortlichen Nutzung verpflichtet sehen, aber diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind und eine Branche, die von der Nutzung der Kraftfahrzeuge lebt, kann vielleicht andere Wege finden, sich für den Klimaschutz zu engagieren und so einen Ausgleich schaffen. Als ich Sie vor einigen Jahren anlässlich des Neujahrsempfangs besuchte, habe ich die nicht zweckgebundene Abwrackprämie der Bundesregierung kritisiert. Heute wird über eine Kaufprämie für Elektroautos diskutiert, um die E-Mobilität zu fördern. Bei allem Für und Wider staatlich geförderter Kaufanreize ist dies sicher ein Schritt in die richtige Richtung.

Auch in der Ausbildung muss das ökölogische Bewusstsein durch Wissen im Bereich der Elekto- und Hybridtechnologie ausgebaut werden. Dies tun die Kfz-Betriebe, und es wäre schön, wenn die Berufsschulen bei der schulischen Ausbildung in geegneter Weise unterstützt werden.

Welche Gründe den einzelnen auch immer hinter das eigene Steuer bewegen, ohne ein leistungsfähiges Kraftfahrzeuggewerbe ließe sich die individuelle Mobilität, die wir alle ja schätzen, nicht aufrechterhalten. Das Kfz- Handwerk ist ein bedeutender Wirtschaftszweig, Dienstleister und Arbeitgeber, das Kfz-Gewerbe ist vor allem aber auch ein starker Ausbildungspartner. Dank des besonderen Engagements der Innungsbetriebe, für das ich Ihnen allen sehr herzlich danke, haben viele junge Menschen in Ihren Betrieben die Chance zu einer fundierten und zukunftsfähigen Ausbildung erhalten. Eine Investition in die Zukunft, denn Handwerk und Mittelstand sind nach wie vor die Pfeiler unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Und auf diese Pfeiler wollen wir auch in Zukunft bauen.
Ich wünsche den Unternehmen des Kfz-Gewerbes daher eine gute Entwicklung.

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