Wohnbauprojekt Südstadtgärten – 1. Bauabschnitt

Ich freue mich, dass die Garbe Immobilien-Projekte GmbH heute die ersten 52 Wohnungen des Quartiers Südstadtgärten an die Mondial Kapitalverwaltungsgesellschaft übergibt. Wo 2010 auf einer fast vollständig versiegelten Fläche noch Autos verkauft wurden, werden bis Ende dieses Jahres insgesamt rund 230 Wohnungen entstehen. Auf der ehemals eingezäunten Fläche werden die Bewohnerinnen und Bewohner der angrenzenden Quartiere sehr bald mit ihren neuen Nachbarinnen und Nachbarn in Kontakt treten können.
Hierzu schaffen neue öffentliche Wege durch den Neubaukomplex und ein Platz im Eingangsbereich als Treffpunkt gute Gelegenheiten.
Die neuen Bewohnerinnen und Bewohner können sich auf die Nähe zur Innenstadt, auf kurze Wege zur Universität oder zu ihren Arbeitsplätzen beispielsweise im ehemaligen Regierungsviertel freuen. Auch eine Kindertagesstätte mit zwei Gruppen findet hier ihr zukünftiges Zuhause. Zudem erfüllt das Bauprojekt in vorbildlicher Weise die Anforderungen der Stadt Bonn bezüglich des energieeffizienten Bauens.

Bei all diesen offensichtlichen Vorzügen sind aber auch die Herausforderungen zu benennen. So stellte der Umgang mit dem Thema Lärm durch die unmittelbar angrenzende stark frequentierte linksrheinische Bahntrasse sowie durch die Reuterstraße und die Reuterbrücke große Anforderungen an die Projektentwicklung. Diese Anforderungen erfüllte die Garbe Immobilien-Projekte GmbH, die dem Projekt Qualität und kompetente Planungsbetreuung angedeihen ließ, voll und ganz. Gemeinsam mit dem „Büro LRW Architekten und Stadtplaner“ aus Hamburg wurden Lösungen erarbeitet und umgesetzt. Was die Fachwelt überzeugte, stieß allerdings bei der Nachbarschaft auf nicht ganz ungeteilte Zustimmung.
Es war viel Überzeugungsarbeit zu leisten, zahlreiche Gespräche zu führen, es galt Kompromisse zu schließen bei Themen wie das Freihalten von Grünflächen, die Höhe von Gebäuden, Tiefgaragenzufahrten und Lösungen für die Verkehrsbelastung auf den Straßen in Kessenich zu finden.

Trotzdem, wie wir heute sehen, konnten in allen Bereichen Lösungen gefunden werden. Dazu haben viele beigetragen, unter anderem:
• die Präsenz, Gesprächsbereitschaft und offenen Ohren des
Bauherrn
• das beauftragte Bonner Planungsbüro Ulrich-Hartung, welches
zusammen mit der Stadtverwaltung neue Wege des Dialogs suchte,
• ein Architekturbüro, das unter Beibehaltung der Wettbewerbsidee
mehrfach Planänderungen erarbeitete,
• eine Politik, welche besonnen den Prozess begleitete und den
Konflikt nach Kompromiss einerseits und der Entscheidungsreife auf
der anderen Seite löste
• aber auch die Nachbarschaft, die sich in den Prozess eingebracht
hat und Gesprächsbereitschaft mitbrachte
• und schlussendlich die Baufirmen, die hier die Pläne in die Realität
umsetzten.

So könne wir uns als Stadt darüber freuen, dass auf einer Fläche von rund zwei Hektar 400 bis 500 Menschen ein neues Zuhause finden werden und 30 bis 40 Kinder problemlos einen Kindergartenplatz bekommen. Ich danke der Garbe Immobilien-Projekte GmbH stellvertretend für alle an der Entwicklung und am Bau beteiligten Firmen sehr herzlich für dieses neue Stadtquartier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.