Verleihung des Förderpreises 2017 der AGpR

ich freue mich sehr, dass ich hier im LVR-Landesmuseum Bonn zur vierten Verleihung des Förderpreises der Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland e. V. begrüßen und die Grüße der Stadt überbringen darf. Umso mehr freut es mich als Bürgermeisterin der Stadt Bonn, dass auch heute wieder ein von der Stadt Bonn gefördertes Projekt nominiert ist.
Gemeinsam mit allen bin ich schon sehr gespannt auf die Bekanntgabe der Gewinnerinnen und Gewinner.

Der Förderpreis der Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland e. V. wird an Projekte, Initiativen oder Unternehmen verliehen, welche sich um die Förderung der Inklusion von Menschen mit psychischer Behinderung verdient machen. Dabei stellt sich der einen oder dem anderen die Frage: „Was ist eigentlich „Inklusion“? Diese Frage ist eins von 16 Motiven auf Getränkeuntersetzern, die in der Stadtverwaltung bei Sitzungen verwendet werden. Sie sind Teil einer Aktion der Stadt Bonn, die das Ziel hat, Inklusion ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, den Dialog zu diesem Thema zu fördern und so Veränderungen in Gang zu bringen.
Den Blick auf das Zusammenleben von Menschen mit den unterschiedlichsten Eigenschaften zu richten und diese verschiedenen Eigenschaften als Bereicherung der Gesellschaft zu sehen, ist auch eines der Ziele des „Behindertenpolitischen Teilhabeplans der Bundesstadt Bonn“. Die Verhinderung einer Stigmatisierung von Menschen mit einer Behinderung ist eine besondere Herausforderung.
Wie anfangs bemerkt rückt der Förderpreis der Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland e. V. die Inklusion von Menschen mit einer psychischen Behinderung in den Mittelpunkt. Auch die Stadt Bonn hat erkannt, wie wichtig besondere Fördermaßnahmen für diese Menschen sind.
Sie hat daher Leistungen zur Teilhabe für Menschen mit einer psychischen Behinderung in allen Lebensbereichen entwickelt.

Liebe Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer, Ihre Projekte könnten nicht unterschiedlicher sein und dennoch haben sie alle eins gemeinsam. Sie sind ein wichtiger Schritt, um die Eigenständigkeit, Autonomie und Selbstbestimmung und damit auch die Inklusion von Menschen mit einer psychischen Behinderung bei uns in der Region voranzutreiben.
Hierfür möchte ich Ihnen meinen herzlichen Dank aussprechen und dies gleichzeitig mit einer Bitte verbinden: Machen Sie weiter mit Ihrer wichtigen Arbeit!
Der englische Schriftsteller Charles Caleb Colton sagte einst: „Nachahmung ist die aufrichtigste Form der Schmeichelei.“ Deshalb: Seien Sie weiterhin Vorbilder und reden Sie über das, was Sie tun!

Mein besonderer Dank gilt der Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland e. V.. Durch die Initiierung dieses Förderpreises setzen Sie nicht nur einen Anreiz bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sondern sorgen auch dafür, dass den Anliegen von Menschen mit psychischen Behinderungen Jahr für Jahr mehr Aufmerksamkeit zukommt. Ihr Engagement trägt dazu bei, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung aller Menschen und die leider alltäglich gelebte Realität Schritt für Schritt zu überwinden.
Abschließend wünsche ich Ihnen allen einen gelungen Nachmittag mit unterhaltsamen Gesprächen und eine spannende Preisverleihung. Allen Gewinnerinnen und Gewinnern des Förderpreises gratuliere ich schon jetzt herzlich zu Ihrem Erfolg.

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