Sonotopia

Die Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn hat im März zum dritten Mal den Preis für installative Klangkunst „bonn hoeren – sonotopia“ verliehen. Preisträger 2017 ist der Niederländer Falco Pols, der eigens für den Hauptraum des Künstlerforums die Klanginstallation „Collision Ritual“ geschaffen hat. Zusammen mit den Arbeiten der ebenfalls ausgezeichneten Künstlerin Natalia Bustamante und des Künstlers Fritjof Mangerich werden die Klanginstallationen nun hier im Künstlerforum bis zum 1. Oktober präsentiert.
Ich freue mich sehr, als Bürgermeisterin zur Eröffnung dieser Ausstellung sprechen zu können, denn „sonotopia“ ist Teil des Klangkunstprojektes „bonn hoeren“ der Beethovenstiftung für Kunst und Kultur und der weltweit einzige dotierte Nachwuchswettbewerb für Studierende der Klangkunst. Klangkunst hat sich dank des Engagements von „bonn hoeren“ der Beethovenstiftung für Kunst und Kultur in den letzten Jahren in Bonn etabliert. Es ist eine für die Beethovenstadt als Musikstadt eher noch junge Kunstform, die direkt in die Stadtgesellschaft hineinwirkt. Stadtklangkunst spricht vor allem auch neue Zielgruppen an. Menschen, die sich für klassische Konzertformate vielleicht nicht so begeistern können, finden hier neue Formen und Möglichkeiten, sich mit Musik und Kunst auseinanderzusetzen.
Und die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur ist es auch, die sich positiv auf gesellschaftliche Strukturen auswirkt. Sie stellt Konventionen und Denkmuster in Frage und fördert neue Ideen. So lassen sich echte Innovationen generieren. Der Sonotopia-Preis für installative Klangkunst ist eine solche Innovation, denn die Beethovenstiftung hat diesen Wettbewerb erstmalig 2015 initiert. Mit Erfolg! Die Ergebnisse sind eine Bereicherung für Bonn.
Es ist schön, dass im Foyer auch die Installationen der bisherigen acht Bonner Stadtklangkünstler mit in diese Ausstellung einbezogen sind und es freut mich ganz besonders, dass auch die die norwegische Künstlerin Maia Urstad heute hier anwesend ist, die die Beethovenstiftung Bonn zur Stadtklangkünstlerin 2017 berufen hat. Herzlich willkommen!
Bonn ist eine Stadt mit einer großartigen Musiktradition: Unser Beethoven-Orchester besteht bereits seit 110 Jahren und die Tradition des Beethovenfestes reicht zurück bis in das Jahr 1845 und wird in seiner heutigen Form seit 1999 gefeiert.

Ich weiß, dass es in unserer Stadt unterschiedliche Sichtweisen über das gibt, was Kunst und Kultur zu leisten im Stande sind und was sie priorisieren sollten. Kulturelle Vielfalt ist für eine internationale Stadt wie Bonn, für Beethovens Geburtsstadt, in jedem Falle eine wichtige Grundlage für eine weiterhin prosperierende Entwicklung, die uns gemeinschaftlich auf das große Jubiläumsjahr 2020 zuführt, in dem wir Beethovens 250. Geburtstag facettenreich begehen wollen. „Bonn hoeren“ leistet mit dem Europäischen Studentenwettbewerb für installative Klangkunst einen wunderbaren Beitrag zu dieser Vielfalt.

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