Eröffnungsfeier der Bonner SOLWODI-Geschäftsstelle im Frauenmuseum Bonn

Nachdem SOLWODI ja bereits im Sommer 2013 mit ersten Schritten in Bonn gestartet ist, hoffe ich, dass diese Nichtregierungsorganisation nun gut in Bonn angekommen ist und hier geeignete Bedingungen für ihre wichtige Arbeit findet. Die Eröffnungsfeier heute ist dabei ein schönes deutlich sichtbares Zeichen für Ihre Präsenz in Bonn.

Das Engagement von Solwodi, mit dem sie sich für die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution einsetzen, kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. SOLWODI widmet sich damit einem Thema, vor dem viele Menschen lieber die Augen verschließen.

1985 wurde Solwodi in Kenia gegründet. Aus den ersten Projekten in Kenia hat sich mittlerweile ein weltweites Netzwerk von Solwodi-Zentren entwickelt. So ist Solwodi heute in verschiedenen afrikanischen Ländern und in Osteuropa tätig. Letztes Jahr wurde dann die Bundesgeschäftsstelle, die für dieses Auslandsnetzwerk zuständig ist, nach Bonn verlegt. Bei diesem Umzug konnten wir als Stadt Bonn Solwodi finanziell unterstützen, dank uns 2013 zur Verfügung stehender Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung.

Ich freue mich sehr, dass Solwodi nun hier ist. Das zeigt einmal mehr, dass Bonn ein gutes Pflaster für international tätige Organisationen ist. Da sind nicht nur die 18 UN-Sekretariate, die Bundesministerien, Organisationen der internationalen Zusammenarbeit und Wissenschaftseinrichtungen, hier finden sich auch – Solwodi eingeschlossen – mehr als 150 Nichtregierungsorganisationen. Sie sind ein wenig das Salz in der Suppe des internationalen Standorts Bonn. In und mit Nichtregierungsorganisationen findet zivilgesellschaftliche Diskussion statt, hier werden Unterstützungsprojekte initiiert, die nah dran sind an den Menschen, von hier aus werden die gesammelten gesellschaftlichen Erfahrungen wieder in die Politik eingespielt. Solwodi hatte ja schon vor dem Umzug viele Partner in Bonn, und ich denke, dass sich diese Kooperationen noch intensiviert und erweitert haben.

Als Stadt unterstützen wir die international tätigen Organisationen nach Kräften, da wir wissen, welche Bedeutung deren Arbeit für uns als Standort hat. Bei den Organisationen, die in der internationalen Frauen- und Genderarbeit engagiert sind, beobachte ich immer besonders, dass sie sich sehr erfolgreich zu gemeinsamen Projekten zusammen schließen und so schon einige sehr interessante Netzwerkaktivitäten hier zustande gekommen sind. Diese befördern wir gerne, denn ich glaube, es sind die besonderen Vernetzungsqualitäten, die kurzen Wege, die guten

Möglichkeiten, andere Akteure zu treffen, die Bonn ausmachen. Und gerade gestern – gestern war ja wieder der 25.11. und damit jährlicher Aktionstag gegen Gewalt an Frauen – haben wir im Alten Rathaus gemeinsam mit UN Women anlässlich dieses Tages ein afghanisches Frauenbildungsprojekt ausgezeichnet.

Auch in Zukunft wird die Stadt Bonn die weitere Vernetzung der verschiedenen Institutionen, die am Standort Bonn international zu diesem Thema aktiv sind, unterstützen, um gemeinsam noch stärkere weltweite Aufmerksamkeit für Frauen- und Geschlechterthemen zu erreichen.

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