Tag der Vereinten Nationen gegen Rassismus

fatih-moscheeDer 21. März ist der Tag der Vereinten Nationen gegen Rassismus. Rund um dieses Datum finden auf Initiative des Interkulturellen Rates in Deutschland in jedem Jahr Besuche von Oberbürgermeistern oder bekannten öffentlichen Persönlichkeiten in einer Moschee statt. Diese Anregung des Interkulturellen Rates greift die Stadt Bonn nun bereits zum 2. Mal gerne auf. Ich danke Herrn Kalkan und dem Vorstand der Ditib Moschee dafür, dass sie dies ermöglichen. Als Bürgermeisterin der Stadt Bonn bin ich in Vertretung von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch in die Fatih-Moschee Bonn-Bad-Godesberg gekommen.

moscheebesuchIch bin sehr gerne gekommen und unterstütze die Idee des Interkulturellen Rates in Deutschland, der mit seiner Initiative darauf aufmerksam machen möchte, dass der Islam keine Bedrohung für Deutschland ist. Dass Muslime selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft sind. Und dass wir nicht dulden können und werden, dass rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien Ressentiments gegen Muslime schüren.

Der 21. März wurde vom Interkulturellen Rat in Deutschland bewusst gewählt. Es ist der Internationale Tag zur Überwindung der Rassendiskriminierung. Vor fast 50 Jahren haben die Vereinten Nationen diesen Tag ausgerufen, um weltweit den Kampf gegen Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit zu stärken. Auch in einem demokratischen Land wie Deutschland erfahren Menschen immer noch Diskriminierung und Feindseligkeit aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens, ihres Geschlechts, ihrer Religion oder Weltanschauung. Zu viele Menschen sehen im Islam eine Bedrohung und haben Vorbehalte gegenüber Muslimen. Ich wünsche mir in Bonn ein Klima des Respekts und des gegenseitigen Vertrauens zwischen allen Bevölkerungsgruppen. Ihre Moscheegemeinde ist dabei für die Stadt Bonn ein wichtiger Partner. Vertrauen entsteht nicht von allein. Es muss in einem offenen und ehrlichen Dialog aufgebaut werden und es muss bewahrt und gepflegt werden.

Die Ditib-Moschee wirkt seit langem aktiv mit im Interreligiösen Dialogkreis in Bad Godesberg. Am Tag der offenen Moschee, am 3. Oktober, lädt sie in jedem Jahr Nachbarn und interessierte Bürgerinnen und Bürger in die Moschee ein. Auch bei der Aktion „Bad Godesberg für friedliches Zusammenleben“, die am 14. Januar anlässlich der Morde von Paris stattfand, war die Gemeinde dabei. Für dieses Engagement muss man danken!

So wie die Moscheegemeinde zur religiösen und kulturellen Vielfalt und zu einem guten Miteinander in unserer internationalen Stadt beiträgt und zudem Bad Godesberger Muslimen die Möglichkeit zum Gebet bieten, so ist es insbesondere Aufgabe der staatlichen und vieler anderer Institutionen, Rassismus, Islamfeindlichkeit und Diskriminierung zu bekämpfen. Mit der „Bonner Erklärung gegen Rassismus“ hat sich der Rat der Stadt Bonn klar dazu bekannt. Diese Erklärung auch mit Leben zu füllen, ist tägliche Aufgabe von Rat und Verwaltung, aber auch allen anderen in Bonn. Der Tag der Vereinten Nationen gegen Rassismus ist ein guter Anlass, dies erneut deutlich zu machen.

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