Exkursion des Vereins für geschichtliche Landeskunde im Rheinlande

vereinDas Gros der Teilnehmer der Exkursion kommt hier aus der Region und kennt Bonn wahrscheinlich wie „die Westentasche“. Ich freue mich daher umso mehr, dass so viele an der jährlichen Exkursion des „Vereins für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande“, die nach 1989 – also nach einem Vierteljahrhundert – wieder in unsere Stadt geführt hat, teilgenommen haben.

Die Teilnehmer der Exkursion haben sich heute bereits umfangreich mit verschiedenen Aspekten Bonns beschäftigt. Gerne möchte ich dies noch um eine weitere Sicht ergänzen.
Bonn ist eine weltoffene, internationale Stadt. Wir unterhalten vielfältige Kontakte in Europa, aber auch weltweit in Städtepartnerschaften und Städtenetzwerken. Bonn ist die deutsche Stadt der Vereinten Nationen mit den Schwerpunkten Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung. 18 UN-Einrichtungen und mehr als 150 NGO’s aus den Bereichen Umwelt und Entwicklung arbeiten hier in Bonn.
Unsere Stadt ist Wissenschaftsstadt, ein moderner Wirtschaftsstandort und zudem ein gefragter Konferenzstandort.
Natürlich hat auch die Kultur in Bonn, der Geburtsstadt Ludwig van Beethovens, ein Zuhause. In allen kulturellen Sparten hat sich ein vielfältiges, lebendiges und erfolgreiches Kulturleben entwickelt. Aber der berühmteste Sohn unserer Stadt spielt natürlich eine ganz besondere Rolle. Jedes Jahr im Herbst findet in Bonn das jährliche Beethovenfest statt. Dann sind weltbekannte Orchester, berühmte Dirigenten und herausragende Solistinnen und Solisten bei uns zu Gast. Im Jahr 2020 werden wir den 250. Geburtstag Beethovens groß feiern. Hierfür sind die Vorbereitungen bereits angelaufen.
Ein weiteres Indiz für unsere Verbundenheit mit Beethoven ist unser Stadtlogo: Wir alle kennen die 9. Symphonie Beethovens, die inzwischen jedem als Europahymne vertraut ist. Die Ode „An die Freude“ ist zu einer Marke geworden und in unserem Logo „Freude. Joy. Joie. Bonn.“ sichtbar verankert.
Unsere Stadt ist lebens- und liebenswert. Gerade die rheinische Mentalität und die entspannte Atmosphäre in unserer Stadt ist das, was die Bonnerinnen und Bonner, aber auch die zahlreichen Gäste unserer Stadt, besonders genießen.

In einer Stadt, die bereits älter als 2000 Jahre ist, haben die Geschichte und die Auseinandersetzung mit Geschichte natürlich eine besondere Bedeutung. Geschichtsforschung und Geschichtswissenschaft sind bedeutende Kulturgüter. Die Beschäftigung mit Geschichte ist eine notwendige Reflexion über die Bedingungen der Gegenwart. Sie alle kennen den bekannten Spruch: „Wer nicht weiß, woher er kommt, kann auch nicht wissen, wohin er geht“. Das Wissen um die eigene Geschichte stiftet Identität. Dabei geht es auch um regionale Identität. Und diese regionale Identität verliert in Zeiten der Globalisierung nicht an Bedeutung. Im Gegenteil, sie gewinnt an Bedeutung, denn regionale Verwurzelung in einem „Europa der Regionen“ wird immer wichtiger.
Gerade unsere Stadt verfügt über zahlreiche allgemeine, regional- und stadtgeschichtliche Einrichtungen, wie beispielsweise das LVR-Landesmuseum, das Amt für Rheinische Landeskunde beim LVR, das Bonner Stadtmuseum oder das Bonner Stadtarchiv. Aber auch die Arbeitsgemeinschaft der Bonner Geschichtsvereine mit ihren mehr als 25 angeschlossenen Mitgliedsvereinen haben das so wertvolle und wichtige Kulturgut Geschichte nicht nur im Blick, sondern fördern es auch und regen zur Beschäftigung damit an.

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