Ausstellungseröffnung „Strom – stream – Magra“ im Künstlerforum Bonn

magraMit dem Residenz- und Ausstellungsprojekt „Strom stream Magra“ hat EmpArtolution fünf ägyptische und fünf deutsche Künstlerinnen und Künstler in Bonn zusammengebracht. Diese zehn unterschiedlichen Kunstschaffenden haben in den vergangenen zwei Wochen hier gelebt und gemeinsam gearbeitet. Sie hatten kein vorgegebenes Thema, so dass der Austausch zwischen ihnen eine völlig freie Entwicklung der Kunst ermöglichte. Die Ergebnisse dieses spannenden Prozesses dürfen wir im Künstlerforum sehen.

Das städtische Kulturamt hat das Projekt im Rahmen der halbjährigen Projektförderung bezuschusst. Im Förderzeitraum, das heißt der ersten Jahreshälfte 2016 inklusive der Projektvorbereitung ab dem 1.10.2015, erhielt EmpArtolution 8.000 Euro. Die Gründe, warum das Kulturamt das Projekt fördert, sind vielfältig:

  • Das Projekt ermöglicht das künstlerische Schaffen von Künstlerinnen und Künstlern vor Ort und stärkt dadurch auch die Kulturszene.
  • Das Projekt bringt verschiedene Kunstsparten und Kunsttechniken sowie unterschiedliche Kulturen zusammen. Dadurch entstehen spannende neue Kontexte.
  • Das Projekt verbindet Künstlerinnen und Künstler, die wahrscheinlich normalerweise nicht so leicht zusammen kämen, damit sie künstlerische Positionen austauschen und durch den Austausch dazulernen können. Nicht nur im Bereich der künstlerischen Techniken und Qualitäten, sondern auch in Sachen interkultureller Kompetenz. Durch den Austausch von politischen und gesellschaftlichen Belangen, Meinungen und Ansichten, kann gegenseitiges Verständnis aufgebaut werden.
  • Bei dem Projekt geht es auch um die Frage der „Kunstfreiheit“. Sprich: welche Freiheiten hat man in den unterschiedlichen Welten/Kulturen als Kunstschaffender? Dieser Kulturaustausch zwischen einem Land der arabischen Kultur (Ägypten) und einem Land der christlichen Kultur (Deutschland) ist ebenso spannend wie wichtig.
  • Durch das gemeinsame Tun soll ein künstlerischer Austausch angeregt werden, der vorhandene Qualitäten sichtbar macht, erweitert, selbstkritisch hinterfragt und dadurch auch schärft.

Das Projekt „Strom stream Magra“ hat es in sich!

Seit Jahren ist das Künstlerforum ein wichtiger Partner im Bereich der Bildenden Kunst. Es wird institutionell gefördert und trägt wesentlich zum Kunst- und Kulturleben im Macke-Viertel – und damit auch in der Stadt – bei. Das Künstlerforum gibt Bonner Künstlerinnen und Künstlern die notwendigen Ausstellungsflächen, konzipiert selbst spannende Ausstellungen und ist ein wichtiger Partner im Bereich der Performance-Art. Die Fabrik 45 ist ein relativ neuer, aber nicht mehr wegzudenkender spannender flexibler Raum, in dem Neues ermöglicht wird. Mit seinem spannenden Organisationskonzept stellt es aus Sicht der Stadt eine gelungene und wichtige Erweiterung und Stärkung des Macke-Viertels dar.

Ich danke Jo Hempel, dem Erdenker und sozusagen Herzstück des Projekts EmpArtolution, der mit seinen Kooperationspartnern vor Ort und in Ägypten ganz stringent dafür gearbeitet, dass das Projekt möglich geworden ist. Jo Hempel hat fest an das Projekt geglaubt und hart dafür gearbeitet, dass es gelingen konnte.
Der Dank gilt aber auch den Unterstützern und Geldgebern, denn nur die gemeinsame Förderung hat das Projekt möglich gemacht. Und natürlich die Künstlerinnen und Künstler, die die Neugier und den Mut aufgebracht haben, sich auf Fremdes einzulassen. Ich hoffe und wünsche mir, dass der begonnene Austausch seine Fortsetzung findet.

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