25. Jubiläum der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule

Plakat_Sommerfest-731x1024Die Schulgemeinde der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule feiert heute ihr 25-jähriges Bestehen und dazu gratuliere ich ganz herzlich.

Die Schule hat 1991 zunächst in Bonn Röttgen mit gut 100 Schülerinnen und Schülern und 12 Lehrerinnen und Lehrern als Gesamtschule Bonn II ihren Anfang genommen:
Zwischen der Schule von damals, und dem breit gefächerten Bildungsangebot, das die Schule heute bietet, liegen nicht nur viele Jahre, auch Strukturen und Konzepte haben sich in dieser Zeit gewandelt. Der Umzug in das Gebäude des ehemaligen Cusanus-Gymnasiums bot neue Möglichkeiten. Bauliche Veränderungen und ein neuer Schultrakt haben dazu beigetragen, dass das Schulleben weiter Fahrt aufnehmen konnte. Heute wird die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule allen Ansprüchen an eine moderne und gut aufgestellte Gesamtschule gerecht.

Das Schulfest steht unter dem Motto „So bunt wie nie“ und ich konnte mich bereits davon überzeugen, dass das Angebot ebenso bunt wie vielfältig ist.
Es gibt in der Tat eine Menge zu erleben, zu lernen, zu (be-) staunen und zu entdecken. Schule ist eben mehr als Unterricht, das hat die Schulgemeinde an der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule verstanden und das zeigt sich heute, an diesem besonderen Tag.

Bonn ist eine internationale Stadt in der Menschen aus beinahe allen Ländern der Erde zuhause sind. Wir wollen miteinander leben und voneinander lernen und diese Vielfalt als Chance begreifen, so wie es hier an dieser Schule vorgelebt wird. Die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule fördert und unterstützt unser Bestreben, als inklusive Gemeinschaft in Bonn jeden und jede mit seinen Fähigkeiten und Talenten am Gemeinschaftsleben teilhaben zu lassen.
Gerade Schulen können einen wichtigen Beitrag hierzu leisten. Es freut mich ganz besonders, dass hier nicht nur in 13 Klassen das Konzept des „Gemeinsamen Lernens“ umgesetzt wird, sondern auch ein gemeinsamer Geist und gemeinsame Werte das Schulleben prägen, denn Schule muss auch ein ethisches Leitbild entwickeln und vermitteln.

Es passt daher gut, dass sich die Schule mit dem Namen einer Frau identifiziert, die nicht nur zu den „Müttern des Grundgesetzes“ zählt, sondern sich auch für die Gleichberechtigung der Geschlechter stark gemacht hat. Gleichberechtigung bedeutet auch, dass jede und jeder unabhängig von Geschlecht und Herkunft die Teilhabe an Bildung möglich sein muss. Und Gleichberechtigung bedeutet: sich mit Respekt auf Augenhöhe zu begegnen.

Der Tod des 17-jährigen Niclas hat uns vor wenigen Wochen hier in Bad Godesberg auf schreckliche Art und Weise vor Augen geführt, wohin es führen kann, wenn Gewalt eskaliert. Hilfsbereitschaft, Toleranz, Solidarität und Sensibilität für Recht und Unrecht ist daher auch ein wesentlicher Bildungsauftrag, den junge Menschen in der Schule lernen und erfahren können und sollen. Im Leitbild der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule ist das so formuliert:

  • Wir treten jeder Art von Diskriminierung entschlossen entgegen.
  • Wir erziehen zum Gemeinsinn.
  • Wir praktizieren Demokratie und Gleichberechtigung im Alltag.

Dies sind Werte, die wir uns auch für das Miteinander als Stadtgesellschaft zur Grundlage gemacht haben. Die Schulgemeinde lebt also im Kleinen genau das, was wir Bonnerinnen und Bonner uns für unseren Umgang miteinander, für den Umgang mit Gästen, aber auch für den Umgang mit Fremden in unserer Stadt wünschen. Respekt, Toleranz und Solidarität.

Allen, die sich in diesen Prozess einbringen und dazu beitragen, dass er hier an dieser Schule gelingt, gilt mein Dank und meine Anerkennung.

Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag!

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