Einweihung der Studentenwohnanlage Tannenbusch

2015-03-18_luftbild-tabu_03Die Studierendenwohnanlage am Posener Weg ist bezugsbereit und ich darf als Bürgermeisterin die Grüße und die Glückwünsche der Stadt überbringen!

Bonn ist eine „junge Stadt“. Dies liegt zum einen daran, dass wir entgegen dem landesweiten Trend nach wie vor einen Geburtenüberschuss verzeichnen können. Dies liegt aber auch an der traditionsreichen Bonner Universität. Rund 32.000 Studentinnen und Studenten studieren hier und ein Teil wird hier künftig ein Zuhause auf Zeit finden.
Mit der Eröffnung dieser Wohnanlage macht das Studierendenwerk Bonn ein attraktives Angebot für studentisches Wohnen und trägt dazu bei, die Attraktivität des Studienortes Bonn weiter auszubauen.

studentenwerk-bonn_wh-tannenbusch-i_perspektive_300dpi1Das Studierendenwohnheim gilt als ein erster wichtiger Baustein und Impuls zur gesamten Quartiersentwicklung Neu-Tannenbusch. Wir wissen es als Stadt zu schätzen, dass das Studierendenwerk hier die Vorreiterrolle als Investor für Wohnungsneubau übernommen hat. Das Studierendenwerk ist zudem fester Bestandteil des Arbeitskreises Wohnen. Unter Beteiligung der Stadt Bonn und aller größeren Wohnungsunternehmen ist hier ein dauerhafter Gesprächsprozess und ein intensiver Austausch zur weiteren Entwicklung Neu-Tannenbuschs entstanden.
Seit 2009 ist Neu-Tannenbusch Teil des Städtebauförderungsprogramms Soziale Stadt. Das Programm „Soziale Stadt“ stellt eine ressortübergreifende Strategie zur Aufwertung des Quartiers Neu-Tannenbusch dar. Grundlage ist ein integrierter Handlungsansatz.
Im Vordergrund stehen städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, die Infrastruktur und die Qualität des Wohnens.
Städtebauförderungsmittel alleine können jedoch nicht alle Maßnahmen des integrierten Handlungsansatzes finanziell abdecken. Das Programm Soziale Stadt ist daher bewusst auf ressortübergreifende Zusammenarbeit und auf sozialraumorientierte Bündelung und Ergänzung mit Programmen und durch Förderungen aus anderen Politikbereichen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene angelegt. Hierzu gehört auch die soziale Wohnraumförderung, mit der auch der Bau des neuen Studierendenwohnheims gefördert wurde.

imageInhaltliche Handlungsfelder des integrierten Handlungsansatzes zur Aufwertung des Quartiers Neu-Tannenbusch sind neben sozialen Aktivitäten und der Imageverbesserung vor allem auch das Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen. Wir wollen die Wohn- und Lebensqualität erhöhen. Dazu gehört auch, im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ gemeinsam mit den Vor-Ort tätigen Wohnungsunternehmen, zu denen insbesondere auch das Studierendenwerk zählt, zu klären, wie städtebauliche und siedlungsstrukturelle Defizite aufgebrochen werden können. Nur so kann es gelingen, den Wohnungsbestand zukunftsfähig zu entwickeln. Ein gelungenes Beispiel für solch gemeinsame Strategien und für gemeinsames Handeln stellt der „Landeswettbewerb 2010 – Innovative Wohnformen für Studierende in gemischten Quartieren“ dar. Das Studierendenwohnheim wurde ja hier bereits als Entwurf ausgezeichnet und hat den ersten Preis erhalten. In enger Kooperation des Landes, der Stadt Bonn und des Studierendenwerks ging es bei diesem Wettbewerb jedoch nicht nur um den zu planenden Ersatzneubau des Studierendenwohnheims im eigentlichen Sinne. Vielmehr waren die teilnehmenden Büros in einem städtebaulichen Wettbewerbsteil für den Planungsbereich gefordert, konzeptionelle Überlegungen zur stadträumlichen Einbindung und zur funktionalen Verflechtung der Wohnheime mit dem Quartier darzustellen. Davei galt es auch langfristige Entwicklungspotentiale für diesen Bereich auszuloten. Ich denke, davon wird dieses Viertel nachhaltig profitieren.

Wir freuen uns weiterhin auf einen intensiven, kooperativen Prozess aller Beteiligten zur Aufwertung des Quartiers.

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