Eröffnung der Ausstellung „Indigene Textilien aus Bolivien“

Zum Auftakt der Projektwoche zur „Geschichte und Wirklichkeit traditioneller Textilien in Bolivien“ durfte ich heute diese Ausstellung eröffnen. Anwesend waren als Mitaussteller und Mitveranstalter die Vertreterinnen und Vertreter des Vereins Bolivien-Brücke sowie die Vertreterinnen und Vertreter des Partnerschaftsvereins Bonn-La Paz. Ein besonderes Willkommen galt natürlich unserem Gast aus La Paz, Frau Bubba von der Fundación Illa, die in langen Prozessen und internationalen Verhandlungen nicht nachgelassen und die als treibende Kraft mit den “ayllu” von Coroma, im Departement Potosí großen Anteil an der Wiederbeschaffung der zum Teil geraubten spirituellen Gewänder hat.

Im Mittelpunkt dieser Präsentation und der Projektwoche stehen Textilien des bolivianischen Andenraumes, erstaunliche Beispiele einer Textilkultur auf höchstem Niveau. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die Rolle der Frauen im Umgang mit Textilien im städtischen Umfeld von La Paz gerichtet.

Der Verein Bonn- La Paz, der in Kooperation mit der Universität Bonn und der Bolivien-Brücke e.V. und mit finanzieller Unterstützung der Stadt Bonn das Programm der Projektwoche ebenso organisiert hat, wie diese Ausstellung hier, leistet damit einen aktiven Beitrag zur Vertiefung der Partnerschaft zwischen Bonn und La Paz. Zwischen beiden Städten ist im Laufe der Jahre eine Brücke entstanden, die sowohl die Kommunen als auch die Zivilgesellschaft beider Orte miteinander verbindet. Der Verein Bonn – La Paz unterstützt die Städtepartnerschaft mit zahlreichen Aktivitäten. Er wird getragen von Menschen, die – unterschiedlich motiviert – an Kontakten zwischen Bürgern und Bürgerinnen der Stadt Bonn und den bolivianischen Städten La Paz und El Alto interessiert sind. Sie leben in Bonn und kennen Bolivien durch eigene Reisen, weil sie für einige Zeit dort gelebt und gearbeitet haben oder weil sie als Bolivianer oder Bolivianerin in Bonn leben. Andere finden es einfach spannend, an einer Kooperation mit einer Stadt in einem Entwicklungsland mitzuwirken, ohne das Interesse aneinander auf Folklore und finanzielle Hilfsprojekte zu beschränken.

Bereits seit 1996 gibt es auf kommunaler Ebene zwischen Bonn und La Paz eine enge Kooperation im Kulturbereich. Im Jahr 2000 folgten mit dem Straßenkinderprojekt El Alto weitere Kontakte in der Jugendarbeit sowie kommunale Erfahrungsaustausche auf Fachebene. Seit 2004 besteht zudem zwischen der Bertolt-Brecht-Gesamtschule in Bonn und der Unidad Educativa Caracas in La Paz eine Schulpartnerschaft. Mit der Realisierung dieser Ausstellung setzt sich die Erfolgsbilanz der Partnerschaft fort.

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