Archiv der Kategorie: Internationales

Internationale Fachtagung des Weltstrassenverbandes

Let me extend a warm welcome to you here in Bonn, Germany’s United Nations City and birthplace of famous composer Ludwig van Beethoven. Thank you for choosing Bonn as the location of this year’s general meeting of your association.

For those of you who are not so familiar with these surroundings, please allow me to shortly introduce our international location on the banks of the Rhine.

Bonn is the place from where the UN is shaping a sustainable future for our planet. Our UN family continues to grow, our most recent family members being the UN SDG Global Action Campaign and a new UN entity for disaster prevention, which will open its doors here shortly. And apart from our United Nations organizations, the city hosts an incredible number of other international organizations, scientific institutions, federal ministries and authorities, think tanks and NGOs that provide excellent networking opportunities in Bonn.
Such a great number of actors and stakeholders brings a large number of conferences and meetings to the city as well. In fact, we will see the largest UN conference in Bonn coming up in a couple days from now. The UN Climate Summit COP 23 will bring roughly 20,000 delegates to Bonn. Along with the conference, there will be all kinds of side events, supporting programs and cultural offers in the city.

As far as science is concerned: Bonn lies embedded in the ABC Region, a triangle of cities formed by Aachen, Bonn and Cologne, featuring the greatest density of research and technology institutions in Europe today.

Our economy today is characterized by the service sector. Global players, such as Deutsche Post DHL and Deutsche Telekom have their headquarters here. The IT sector and the conference industry play an important role as well.

Finally, cultural affairs make up another very important pillar in our city’s profile: cultural events and programs place a great emphasis on music in Bonn. Ludwig van Beethoven was born here, whose compositions have helped to spread a powerful vision. His famous 9th Symphony inspires us to reach out for a better world. I think this spirit may encourage all of us in these challenging times!
Our annual Beethoven Festival promotes the works of the composer and attracts visitors from around the globe. So does Beethoven House at Bonngasse, where we have met for a very special evening tonight.
By the way, we will celebrate our world-famous composer with an entire festival year for his 250th birthday in 2020.
And we have a number of other cultural attractions, especially along our so-called Museum Mile in the city, that draw millions of visitors a year as well.

Bonn today is a young, growing and vibrant city that cherishes its long history and traditions, a small, cosmopolitan place in the Rhineland where international flair meets the cheerful Rhenish way of life.

Ladies and Gentlemen,
We are well aware that all pillars of our city’s profile call for a sound infrastructure in the city and in the entire region. Large conferences and international cultural events, a densely populated area, the large river with limited options for crossings and potential flooding, increased individual traffic – all of these are factors that call for smart solutions. And they are factors that many cities and regions in the world are faced with. Exchanging knowledge and best practice in this field of action will be beneficial to all partners.

In this sense, I wish you a very pleasant stay in Bonn! I hope that you will find some time to discover more about our beautiful, international city on the Rhine and about its colorful history. If not – be sure to come back soon! My best wishes to you all!

Eröffnung der Ausstellung “MenschLichtKeit – eine globaleSpurensuche” in der Fabrik45

Ich begrüße in einem besonderen Kulturraum Bonns, der Fabrik 45, an einem besonderen Tag zu einer besonderen Ausstellung ganz besondere Menschen!
Heute wurde in Bonn der höchste Temperaturwert seit Beginn der Aufzeichnung der Wetterdaten gemessen – 38,1 Grad Celsius. Und an diesem heissen Tag sind so viele besucher zur Eröffnung dieser Ausstellung gekommen!
Sehr gerne hat Herr Sridharan die Schirmherrschaft für die Ausstellung „MenschLichtkeit – eine globale Spurensuche“ übernommen und bedauert es sehr, heute Abend nicht selbst hier sein zu können. Deshalb in seinem Namen ein herzliches Willkommen an alle Anwesenden und besonders an Claudio Forner.
Danke, dass Claudio uns an seiner Reise um die Welt und an Momenten, die durch seine Kamera unvergänglich wurden, teilhaben lässt!
Ihm ist es in seinen Bildern gelungen, die Stimmung und den Augenblick einzufangen, die Identität und die Vielfalt, die Verschiedenheit und das Gemeinsame, das Vereinende. Und hier sind wir bei seinem zweiten Blickwinkel über die Fotografie hinaus, dem des Mitarbeiters der Vereinten Nationen. Das Dach der Vereinten Nationen verbindet Nationen und Menschen über alle Grenzen hinweg.

Oder auch: „alle Menschen werden Brüder“, wie es der Text Friedrich Schillers zu Beethovens Ode an die Freude so schön ausdrückt. Bonn ist eine Stadt in der in diesem Geiste Menschen aus über 170 Nationen zusammenleben. Wer in Bonn lebt, kann das Verbindende und Gemeinsame jeden Tag miterleben und mitgestalten. Und noch mehr haben wir diese Chance, wenn die Vereinten Nationen die Welt und unser aller gemeinsame Anliegen dann auch nach Bonn bringen, wie in diesem Herbst zur 23. Weltklimakonferenz. Mit unserem eigenen Engagement für Klimaschutz und Klimaanpassung hier in Bonn und im Miteinander von Städten weltweit, aber vor allem auch – alle gemeinsam, als hervorragende Gastgeber!
Lassen wir uns von den Bildern von Claudio Forner mitnehmen ins Licht des Moments und seine Kostbarkeit. Begegnen wir Menschen und Situationen. Und begegnen wir der Vielfalt und Kostbarkeit, die es zu schützen gilt!.

Welttag der Bekämpfung der Desertifikation und Dürre

Als Bürgermeisterin der UNO-Stadt Bonn ist es mir ein Herzensanliegen, heute den Welttag der Desertifikationsbekämpfung gemeinsam mit dem Übereinkommen zur Bekämpfung der Desertifikation, dem BMZ und der GIZ zu begehen. Wir sehen einen Künstler wieder, der uns bereits 2006 zum Weltjahr der Bekämpfung der Desertifikation außergewöhnliche Blickwinkel auf den Lebensraum Wüste gewährte. Willkommen, Michael Martin mit Ihren neuen Einblicken in die Lebensräume der Extreme!
Sie führen uns mit Ihren Bildern durch Wüste und Ver-Wüstung. Wüste ist Lebensraum. Ver-Wüstung, Landdegradierung … das Gegenteil!

Das Museum König, das nicht nur in eindrucksvoller Weise das Leben auf der Erde präsentiert, sondern auch durch seine Forschung maßgeblich zum Erhalt von Arten und Lebensräumen beiträgt, ist der ideale Ort für diese Gegenüberstellung!
Denn „Leben an Land“ steht als nachhaltiges Entwicklungsziel im Mittelpunkt der Arbeit des Museums – ebenso wie der Arbeit der UNCCD und des Einsatzes deutscher Entwicklungszusammenarbeit für den Erhalt von Lebensgrundlagen insbesondere im globalen Süden.
Auch die Stadt Bonn selbst misst dem Erhalt von Bodenqualität hohe Bedeutung zu. Das tut sie als Standort von rund 20 UN-Organisationen und vieler weiterer themenverwandter Akteure, deren gemeinsames Anliegen Nachhaltigkeit und die Verwirklichung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele sind. Und das tut sie im täglichen Einsatz für Böden als Lebensräume in unserer eigenen Stadt – in Stadtplanung, Klimaschutz, Klimaanpassung, Naturschutz – und in der gemeinsamen Arbeit mit Städten in aller Welt. Das tut Oberbürgermeister Ashok Sridharan auch als Erster Vizepräsident des Städtenetzwerks für Nachhaltigkeit ICLEI Local Governments for Sustainability. ICLEI hat zum Beispiel gerade ein City-Food-Programme aufgelegt. Boden sichert Nahrung und ist Lebensgrundlage – gerade für Städte!
Im September wird der Oberbürgermeister nach Ordos in die Innere Mongolei reisen, um zur 13. Vertragsstaatenkonferenz gemeinsam mit anderen Städtevertretern in den Dialog mit den Vertragsstaaten des Übereinkommens zur Bekämpfung der Desertifikation zu treten.

Und ich bin davon überzeugt, dass Boden und Landdegradierung als Folge des globalen Wandels auch bei der kommenden 23. Weltklimakonferenz eine wichtige Rolle spielen werden. Wie Sie wissen, wird diese Konferenz auf Einladung des Weltklimasekretariats und unter Präsidentschaft der Fidschi-Inseln hier in Bonn stattfinden. Ebenso wie Klimawandel ist Landdegradierung ein globales Querschnittthema, das unser aller Einsatzes bedarf!
Deshalb freue ich mich gleich sehr auf die Diskussionsrunde und natürlich auf die Ausführungen von Herrn Martin zu seinen Bildern und der dahinter stehenden Kampagne des BMZ

Schließen möchte ich nicht nur mit meinen Wünschen für einen impulsreichen Abend. Sondern ich möchte Sie heute anlässlich des Welttages der Desertifikationsbekämpfung herzlich einladen. Dazu, das Thema Boden und die Bekämpfung der Landdegradierung mitzunehmen, das nachhaltige Entwicklungsziel Nr. 15 und das Leben an Land noch mehr als bisher zu Ihrem persönlichen Ziel und Anliegen zu machen!

Jubiläum 25 Jahre UN Women

25 Jahre UN WomenGerne überbringe ich die Glückwünsche der Stadt Bonn zum 25jährigen Bestehen des Deutschen Komitees für UN Women in Bonn.
Seit vielen Jahren hat die Stadt Bonn dessen Arbeit begleitet und unterstützt. Das Thema Geschlechtergerechtigkeit wird in Bonn natürlich lokal bearbeitet. Aber es gewinnt zunehmend auch an Bedeutung am Internationalen Standort Bonn. Schließlich ist die Stadt Bonn gemeinsam mit UN Women Nationales Komitee Deutschland unter den Gründungsmitgliedern des Netzwerks „Gender@International Bonn“ – und unser Oberbürgermeister ein HeforShe!
2016 ist ein Jahr der Jubiläen. Wir haben 20 Jahre Vereinte Nationen in Bonn gefeiert und sind froh darüber, dass Bonn sich als Schaltstelle der Nachhaltigkeit, als „Powerhouse“ international einen Namen gemacht hat. Hier in Bonn sind die Zukunftsthemen der Menschheit verankert. Auch die Impulse zur Verwirklichung der nachhaltigen Entwicklungsziele werden aus Bonn kommen, betrieben von Stellen wie dem Zentrum für Nachhaltigkeit des Mitarbeitercolleges der Vereinten Nationen und der Globalen Aktionskampagne für die nachhaltigen Entwicklungsziele.
Das Ziel 5 der Gleichstellung der Geschlechter, meine Damen und Herren, ist jedoch ein Querschnittsziel, das sich durch fast alle anderen Ziele zieht und ein Schlüssel zu ihrer Erreichung sein wird.

Armut, Hunger, Klimafolgen, schlechte Wasserversorgung haben auf Frauen immer noch andere Auswirkungen als auf Männer. Krisen, Unsicherheit und Ungleichgewicht gefährden sie stärker und anders als Männer. Frauen und Mädchen sind global benachteiligt bis ausgeschlossen vom Zugang zu Bildung, zu Teilhabe, zu Macht. Gehören sie gleichzeitig zu benachteiligten Gruppen – Migrantinnen, Minderheiten, allein erziehende Mütter – haben sie große Probleme auch im deutschen Bildungssystem. Geflüchtete Frauen treffen auf besonders große Hürden. Bildungszugänge nach Fähigkeiten zu vergeben und Mädchen und Frauen aktiv zu unterstützen, zum Beispiel durch Mentoringprogramme, das forderten Bonner Frauenorganisationen in einem Workshop des Netzwerks Gender@International Bonn.
Die andere Seite sind Frauen als Gewaltopfer. Auch, wenn für Frauen, Frieden und Sicherheit mit der Resolution 1325 des Weltsicherheitsrats ein Leuchtfeuer angezündet wurde, so ist die Realität weit vom Anspruch entfernt. Jede dritte Frau in Europa ist eine Gewalt-Überlebende. Die Bonner Frauenhäuser sind überfüllt. Gerade in Krisengebieten und fragilen Regionen haben Frauen stets auch sexualisierte Gewalt zu befürchten. Nicht umsonst hat UN Women zum Beispiel nach den Erdbeben in Nepal für Hygieneartikel für Frauen gesammelt, um diesen Frauen mehr Sicherheit vor Übergriffen zu geben. Nicht umsonst sollen bei uns in Deutschland Gewaltschutzprogramme die Situation von Frauen in Flüchtlingsunterkünften verbessern.

Ich freue mich sehr, dass der heutige Abend nicht nur das Jubiläum feiert, sondern auch in guter Tradition diejenigen würdigt, die sich für Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung von Frauen einsetzen. Die Stiftung Apfelbaum und UN Women Nationales Komitee Deutschland zeichnen beispielhafte Projekte, die oftmals nicht nur das Ziel der Geschlechtergerechtigkeit unterstützen, sondern vielfach auch andere Nachhaltigkeitsziele. Gerade in fragilen Regionen – ob durch Armut oder durch Krisen oder beides instabil in Gesellschaft und Wirtschaft – bedürfen Frauen vielfacher Stärkung. Deshalb ist die Arbeit des UN Women Fonds für die Gleichstellung der Geschlechter so bedeutsam. Denn er setzt sich besonders für die wirtschaftliche und politische Eigenständigkeit von Frauen ein.
Heute Abend freue ich mich daher nicht nur auf den gemeinsamen Rückblick auf die Erfolgsgeschichte des Deutschen Komitees, sondern auch auf die Begegnung mit einer spannenden Initiative.
Die Stadt Bonn ist stolz darauf, Sitz und Netzwerkpartnerin des Komitees zu sein und auch die heutige Veranstaltung mit auszurichten. Ich freue mich auf interessante Vorträge und Begegnungen. Auch im Namen von Oberbürgermeister Sridharan und 317.000 Bonnerinnen und Bonnern wünsche ich Ihnen und uns weiterhin einen langen Atem und viel Unterstützung bei der Verwirklichung von Geschlechtergleichstellung in Bonn und weltweit.

Eröffnung der Fairen Woche 2016

160513_faire_woche_204x144Auch in diesem Jahr wird in der Aktionswoche unter dem Motto „Fairer Handel wirkt!“ für nachhaltigen Konsum und das faire Handeln von Produkten geworben. Der Stadt Bonn als „Fair Trade Town“ ist der faire Handel ein wichtiges Anliegen. Schon lange liegt bei Entscheidungen in der Beschaffung ein besonderes Augenmerk auf Sozialstandards und Umweltkriterien.
Seit dem ersten Beschluss zur Verhinderung der schlimmsten Formen ausbeuterischer Kinderarbeit im Jahre 2004, beschäftigt sich der städtische Einkauf mit der Thematik. Die Stadt Bonn hat inzwischen eine landes- und bundesweit anerkannte Vorreiterrolle für andere Kommunen und ist gefragter Gesprächspartner auf dem Themenfeld der sozialgerechten Beschaffung.
Aus diesem Anliegen heraus, hat die Stadt Bonn 2015 in Kooperation mit der Frauenrechtsorganisation FEMNET ein anspruchsvolles Projekt ins Leben gerufen: Es wurde beschlossen, Dienst- und Schutzkleidung für die Mitarbeiter des Amtes für Stadtgrün fair zu beschaffen. Von Bedeutung war, dass wir bewusst über den Rahmen des Tariftreue- und Vergabegesetzes hinaus, ein Mehr an Sozialstandards fordern wollten.

Berufsbekleidung wird ebenso wie Alltagskleidung größtenteils unter menschenverachtenden Umständen hergestellt. Für die Produktion werden Arbeitskräfte von Unternehmen ausgebeutet, die sich nicht an die ILO-Kernarbeitsnormen halten. Getreu dem Motto „Gute Arbeit fairbindet“ fördern wir menschenwürdige Produktionsbedingungen und erhalten dafür hochwertige Arbeitsschutzkleidung für unsere Mitarbeiter, damit diese gute, sichere und „fair gekleidete“ Arbeit verrichten können.
Wir sind stolz darauf, dass wir den Weg der fairen Beschaffung von Berufskleidung eingeschlagen haben. Es ist wichtig, dass genau hinterfragt wird, woher die Kleidung kommt und wie sie produziert wurde. Der Faire Handel schafft in den Herstellerländern viel Positives für die Angestellten und deren Familien. Die Anbieter halten internationale Arbeitsnormen ein: Sie müssen zum Beispiel eine wöchentliche Arbeitszeitbegrenzung von 48 Stunden mit maximal zwölf freiwilligen Überstunden anbieten, einen existenzsichernden Lohn zahlen und geregelte Beschäftigungsverhältnisse garantieren. Darüber liefern die Hersteller Nachweise über Produktionsbedingungen und machen Transportwege transparent.
Der erste Teil der Zusammenarbeit zwischen FEMNET und Stadt war erfolgreich, denn die Zuschläge für Hosen, Schutzjacken und Winterwesten für den Gärtner- und Forstbedarf wurden an Produzenten und Händler vergeben, die entweder bereits glaubhafte Gütezeichen vorweisen können oder aber mit einem klaren Plan zugesichert haben, Schritte zur Umsetzung von Sozialmaßnahmen zu ergreifen.
In einem weiteren Schritt sollen nun alle Sportstättenpflegedienste, Bademeisterinnen und Bademeister mit fairer Dienstkleidung ausgestattet werden. Außerdem sollen fair produzierte Sportbälle für Bonner Schulen angeschafft werden.

Für Bonn, als deutsche Stadt der Vereinten Nationen, ist es selbstverständlich Themen der Nachhaltigkeit auf den kommunalen Alltag runterzubrechen und umzusetzen. Auch in unseren Projektpartnerschaften mit Städten des Globalen Südens, wie z.B. Cape Coast in Ghana, La Paz in Bolivien und Buchara in Usbekistan kooperieren wir zu Themen der kommunalen Daseinsvorsorge, zu Klimaschutz und Klimaanpassung, im Bereich erneuerbare Energien und setzen gemeinsame Projekte um. Damit leisten wir auch einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 für eine globale nachhaltige Entwicklung auf lokaler Ebene.