Schlagwort-Archiv: Biodiversität

Kick-off Meeting of „Integrate“ (European Platform on Forestry)

When speaking about Bonn, I usually begin with the United Nations. Bonn is very proud to be the UN hub for sustainability, working to shape a sustainable future from here. Our UN Campus is the heart of the international Bonn. Direct neighbors are the World Conference Center Bonn and the international broadcaster Deutsche Welle.
And all of you will probably know that Bonn will again be in the focus of international attention this autumn with the Climate COP 23, when we expect roughly 20,000 conference guests in town.
Bonn is a place that sends out strong signals for sustainability. And – in the middle of a dense cluster of ministries, development agencies, NGOs, academia, business and media – the UN is our strongest sender and catalyst.
Biodiversity, nature conservation, agriculture and sustainable forestry are pillars of this thematic cluster. Bonn is home to IPBES, the Intergovernmental Panel on Biodiversity and Ecosystem Services, to the Global Crops Diversity Trust, the Forest Stewardship Council and the association ‘Schutzgemeinschaft Deutscher Wald’.
With the initiative and support by our Ministry of Agriculture, we will soon be able to welcome the European Forestry Institute with its resilience branch as a new member of our sustainability family here in Bonn!

The City of Bonn is well aware of the need for resilient forests and sustainable forestry, locally and globally speaking. This afternoon, you have just visited our municipal forest up on Waldau. And surely, our forester Mr. Korintenberg and Mr. Dahmen from the State Government of North Rhine-Westphalia will have mentioned that this forest has a double certification: Naturland, as a national label, and FSC on the global scale.

I would like to thank BMEL and the Czech Government for taking the initiative to convene this Kick-Off Meeting in Bonn. Given the thematic environment and the great dedication of our key players in the city, you couldn’t have found a better place for a good start! May the new network prosper and deliver interesting results on resilient forests in Europe!

Before I close, please allow me to have a short word on our city. Bonn, of course, also stands for famous composer Ludwig van Beethoven. The genius was born here 247 years ago. These were the times when beautiful buildings like this one were built in Bonn. Our rococo Town Hall dates from 1737.
The function room where we have gathered tonight is a special one in this building. It is the former carriage passage to the city that was converted into this special room for receptions and events.
The entire building has been restored in a huge effort a couple of years ago. It forms part of the architectural heritage of the electors of Cologne, namely Clemens August, who also erected two palaces in Bonn. One of these palaces hosts our Botanical Gardens today.
Max Franz, successor of Clemens August and the last elector residing in Bonn, was a patron of the fine arts and supported Beethoven’s talent. Beethoven’s famous Ode to Joy (with the famous words by Schiller) reaches out to the world to this day. And it was chosen as the anthem of a powerful key player for peace and understanding: the European Union.
There are many facets to our city’s rich history of 2,000 years. And I hope that, in spite of your agenda, you will have some time to discover our city on the banks of the Rhine or visit our beautiful surroundings in the Rhine Valley. Enjoy your stay in Bonn!

Welttag der Bekämpfung der Desertifikation und Dürre

Als Bürgermeisterin der UNO-Stadt Bonn ist es mir ein Herzensanliegen, heute den Welttag der Desertifikationsbekämpfung gemeinsam mit dem Übereinkommen zur Bekämpfung der Desertifikation, dem BMZ und der GIZ zu begehen. Wir sehen einen Künstler wieder, der uns bereits 2006 zum Weltjahr der Bekämpfung der Desertifikation außergewöhnliche Blickwinkel auf den Lebensraum Wüste gewährte. Willkommen, Michael Martin mit Ihren neuen Einblicken in die Lebensräume der Extreme!
Sie führen uns mit Ihren Bildern durch Wüste und Ver-Wüstung. Wüste ist Lebensraum. Ver-Wüstung, Landdegradierung … das Gegenteil!

Das Museum König, das nicht nur in eindrucksvoller Weise das Leben auf der Erde präsentiert, sondern auch durch seine Forschung maßgeblich zum Erhalt von Arten und Lebensräumen beiträgt, ist der ideale Ort für diese Gegenüberstellung!
Denn „Leben an Land“ steht als nachhaltiges Entwicklungsziel im Mittelpunkt der Arbeit des Museums – ebenso wie der Arbeit der UNCCD und des Einsatzes deutscher Entwicklungszusammenarbeit für den Erhalt von Lebensgrundlagen insbesondere im globalen Süden.
Auch die Stadt Bonn selbst misst dem Erhalt von Bodenqualität hohe Bedeutung zu. Das tut sie als Standort von rund 20 UN-Organisationen und vieler weiterer themenverwandter Akteure, deren gemeinsames Anliegen Nachhaltigkeit und die Verwirklichung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele sind. Und das tut sie im täglichen Einsatz für Böden als Lebensräume in unserer eigenen Stadt – in Stadtplanung, Klimaschutz, Klimaanpassung, Naturschutz – und in der gemeinsamen Arbeit mit Städten in aller Welt. Das tut Oberbürgermeister Ashok Sridharan auch als Erster Vizepräsident des Städtenetzwerks für Nachhaltigkeit ICLEI Local Governments for Sustainability. ICLEI hat zum Beispiel gerade ein City-Food-Programme aufgelegt. Boden sichert Nahrung und ist Lebensgrundlage – gerade für Städte!
Im September wird der Oberbürgermeister nach Ordos in die Innere Mongolei reisen, um zur 13. Vertragsstaatenkonferenz gemeinsam mit anderen Städtevertretern in den Dialog mit den Vertragsstaaten des Übereinkommens zur Bekämpfung der Desertifikation zu treten.

Und ich bin davon überzeugt, dass Boden und Landdegradierung als Folge des globalen Wandels auch bei der kommenden 23. Weltklimakonferenz eine wichtige Rolle spielen werden. Wie Sie wissen, wird diese Konferenz auf Einladung des Weltklimasekretariats und unter Präsidentschaft der Fidschi-Inseln hier in Bonn stattfinden. Ebenso wie Klimawandel ist Landdegradierung ein globales Querschnittthema, das unser aller Einsatzes bedarf!
Deshalb freue ich mich gleich sehr auf die Diskussionsrunde und natürlich auf die Ausführungen von Herrn Martin zu seinen Bildern und der dahinter stehenden Kampagne des BMZ

Schließen möchte ich nicht nur mit meinen Wünschen für einen impulsreichen Abend. Sondern ich möchte Sie heute anlässlich des Welttages der Desertifikationsbekämpfung herzlich einladen. Dazu, das Thema Boden und die Bekämpfung der Landdegradierung mitzunehmen, das nachhaltige Entwicklungsziel Nr. 15 und das Leben an Land noch mehr als bisher zu Ihrem persönlichen Ziel und Anliegen zu machen!

Veranstaltung „URBAN GARDENING – Gestaltung, Mitwirkung, Organisation“ der Quartiersakademie NRW

urban-gardening_nu-ver-1486745386133die Quartiersakademie NRW richtet heute den Blick auf Bonn! Dies freut mich in hohem Masse, denn Urban Gardening ist uns in Bonn ein wichtiges Anliegen. Was bedeutet mir persönlich, als Großstädterin, das Urban Gardening, wurde ich gefragt. Meine Antwort: „Den Asphalt zum Blühen bringen.“

2017_02_08_urban-gardening_foto1Unter dem Stichwort „Urban Gardening“ hat es in den letzten Jahren deutschlandweit eine Renaissance des Gärtnerns in der Stadt gegeben. „Urban Gardening“ steht für die gemeinsame gärtnerische Nutzung von unterschiedlichen Flächen in den Innenstädten. Menschen versuchen Rest- und Brachflächen im Stadtbild durch ihre gärtnerischen Ideen zu gestalten. Welche Erfahrungen Sie dabei gemacht haben, welche Ideen dabei entstanden sind, darüber will die Quartiersakademie heute informieren.

Der heutige Tag bietet Gelegenheit zum Lern- und Erfahrungsaustausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern, der Verwaltung und Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft. Dabei stehen Leuchtturmprojekte, wie die Prinzessinnengärten in Berlin oder der Gemeinschaftsgarten Neuland in Köln, als Vorbilder für andere Kommunen in NRW im Fokus der Diskussion.

Aber auch die Bonner Projekte können sich sehen lassen. Hier wird bereits vielfältig urban gegärtnert – auch hier in der Ermekeilkaserne, dem heutigen Veranstaltungsort. Bis zum Sommer 2016 hat hier eine Gruppe von Hobbygärtnern im Innenhof der Ermekeilkaserne gemeinsam gepflanzt, gepflegt und geerntet. Dafür hat die 2005 gegründete Garteninitiative „Initiative zur zivilen Nutzung der Bonner Ermekeilkaserne“ für Haus 1 und 2 ein Nutzungskonzept erarbeitet, um den Bereich temporär als öffentlichen Garten zu nutzen. In über hundert selbstgebauten Pflanzkisten gedeihte seit 2014 allerlei Essbares. Leider musste diese Nutzung im Mai 2016 eingestellt werden – eine Folge des Flüchtlingszustroms.

Die Stadt Bonn arbeitet aber bereits an der Schaffung neuer öffentlicher Gartenflächen im Bonner Stadtgebiet und plant in Kürze auch einen Online-Auftritt zum Thema „Urban Gardening“, der dann auch Informationen zu den zur Verfügung stehenden Flächen, Hinweise zum Procedere und zu den vertraglichen Konditionen enthält.

So unterschiedlich wie die Formen der urbanen Gärten sind, so unterschiedlich sind auch die Beweggründe der aktiv Beteiligten: Von der Lust am Gemüsebau über soziale bis hin zu politischen Motiven ist alles vertreten. Urban Gardening“ trägt dazu bei sozial und kulturell gemischte, generationenübergreifende Quartiere mit vielfältiger und vor allem ökologisch nachhaltiger Nutzung zu etablieren.
Das ist nicht immer einfach, aber zarte Pflänzchen brauchen ebenso viel Hilfe und Pflege wie innovative Ideen. Ich wünsche dafür heute einen gelingenden Tag.

Veranstaltung „URBAN GARDENING – Gestaltung, Mitwirkung, Organisation“

…hörst Du den Brachvogel? Ausstellungseröffnung im Künstlerforum Bonn

Das neue Jahr ist bereits einige Tage alt, und ich hoffe sehr, dass Sie mit Ihren Familien, Freunden und Bekannten die zurückliegenden Feiertage angenehm verbracht haben. Ich freue mich, heute im Künstlerforum Bonn die Neujahrsgrüße der Stadt Bonn überbringen zu dürfen und wünsche allen für 2015 Kreativität, Optimismus und viele inspirierende Momente.

Die Bonnerin Margret Schopka hat das Künstler-Symposium am Stiflisdal–See ins Leben gerufen, und wir kommen heute in den Genuss der Arbeitsergebnisse, die hier im Künstlerforum bis zum 1. Februar zu sehen sein werden. Es freut mich sehr, dass die Konsulin von Island, Frau Adenauer-Bieberstein, Zeit gefunden hat, zu dieser Vernissage zu uns nach Bonn zu kommen.

Das Künstlerforum ist ein Ort, an dem die Bedeutung von Kunst in ihren unterschiedlichen Ausdrucksformen erfahrbar wird. Ein Ort, an dem erlebbar wird, was Kunst zu sagen und auszulösen imstande ist.
Wie wichtig Kunst in unserer Gesellschaft ist, erfahren wir täglich. Bilder sagen nicht nur mehr als die berühmten tausend Worte. In einer Welt, die zunehmend von Algorithmen bestimmt wird, fungiert Kunst vielmehr als zentrale Metapher, durch die all das, was für uns unsichtbar, unverständlich ist, wieder zum begreifbaren Anschauungsmaterial werden kann.
Bei ihrer Arbeit auf Island haben die Künstlerinnen sich von den Geräuschen der Natur inspirieren lassen, die sich in ihren Kompositionen widerspiegeln. Auch diese Arbeiten zeigen, dass Kunst so etwas wie eine zentrale Übersetzungshilfe ist. Sie öffnet uns die Augen und macht die Welt auf einer tieferen Ebene erkennbar.

Kunst, das Engagement und das Wirken von Künstlerinnen und Künstlern und das Engagement derer, die Kunst präsentieren, schafft somit Orte, an denen wir – die Gesellschaft – sich darüber klar werden kann, wer wir sind. Eine Stadt braucht solche Orte und sie braucht Menschen, die diese Orte schaffen und die Begegnung mit Kunst ermöglichen.
Auch durch die Arbeiten, die hier im Künstlerforum zu sehen sind, wird diese Begegnung möglich. Ich danke allen, die daran Ihren Anteil haben und die über den heutigen Tag hinaus dafür arbeiten, dass Bonn eine Stadt ist, in der Kunst und Kultur immer ihren festen Platz haben werden.

Unsere finanziellen Mittel als Stadt sind begrenzt. Eine Stadt, die aber gemeinschaftlich an die Kraft des Kreativen glaubt, eine Stadt, in der die Menschen erkannt haben, dass Kunst die Fähigkeit besitzt, uns etwas Elementares über uns mit ihren ureigenen visuellen Möglichkeiten mitzuteilen, diese Stadt wird nie arm werden, meine Damen und Herren. Lassen Sie mich daher schließen mit einem Text von Hermann Hesse, der nicht nur Schriftsteller war, sondern auch gemalt hat, und der dies – wie ich finde – wunderbar beschreibt:

Wenn wir heute in einer Welt der Zwecke
und in einer Welt der Machbarkeiten,
nichts mehr hätten von der Fanthasie,
von der Freude am Schönen,
von der Freiheit der Farben
und vom Schmücken der Säle
dann wären wir mitten in dem, was uns umgibt,
die ärmsten Menschen.

Lassen wir in diesem Sinne das neue Jahr gestalten!

Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel vertritt die Stadt Bonn bei der Biodiversitätenkonferenz 2012 in Hyderabad

Vom 11. bis 17. 10. findet in Hyderabad die Biodiversitätskonferenz 2012 in Hyderabad statt, auf der Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel das Biodiversitätsprogramm der Stadt Bonn vorstellen wird.

Angelica M. Kappel: „Der Rat der Stadt Bonn hat am 29. April 2010 die Unterzeichnung der Deklaration „Biologische Vielfalt in den Kommunen“ beschlossen. Mittlerweile haben über 200 Kommunen diese Deklaration unterzeichnet. 2011 wurde ein Aktionsbündnis „Kommunen für Biologische Vielfalt e. V. gegründet, als Plattform zur interkommunalen Zusammenarbeit gegründet. Bonn ist Sitz des IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) und hat bereits im Jahre 2010 der Verwaltung den Auftrag zur Entwicklung eines lokalen Biodiversitätsprogrammes erteilt, das auf einen Zeitraum von 10 Jahren ausgelegt ist. Es umfasst zahlreiche Aktivitäten mit dem Ziel, die Genetische Vielfalt zu bewahren, die vorhandenenen Arten zu schützen und Lebensräume zu erhalten. Beispielhaft sind auch die Aktivitäten der Stadt Bonn zum „Grünen C, das Wissenschaftsbündnis BION und Städtepartnerschaften mit EineWeltLändern (La Paz und Cape Coast). Die Teilnehmerländer in Hyderabad können also in vielen Punkten von unseren Bonner Erfahrungen profitieren.“