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Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel vertritt die Stadt Bonn bei der Biodiversitätenkonferenz 2012 in Hyderabad

Vom 11. bis 17. 10. findet in Hyderabad die Biodiversitätskonferenz 2012 in Hyderabad statt, auf der Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel das Biodiversitätsprogramm der Stadt Bonn vorstellen wird.

Angelica M. Kappel: „Der Rat der Stadt Bonn hat am 29. April 2010 die Unterzeichnung der Deklaration „Biologische Vielfalt in den Kommunen“ beschlossen. Mittlerweile haben über 200 Kommunen diese Deklaration unterzeichnet. 2011 wurde ein Aktionsbündnis „Kommunen für Biologische Vielfalt e. V. gegründet, als Plattform zur interkommunalen Zusammenarbeit gegründet. Bonn ist Sitz des IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) und hat bereits im Jahre 2010 der Verwaltung den Auftrag zur Entwicklung eines lokalen Biodiversitätsprogrammes erteilt, das auf einen Zeitraum von 10 Jahren ausgelegt ist. Es umfasst zahlreiche Aktivitäten mit dem Ziel, die Genetische Vielfalt zu bewahren, die vorhandenenen Arten zu schützen und Lebensräume zu erhalten. Beispielhaft sind auch die Aktivitäten der Stadt Bonn zum „Grünen C, das Wissenschaftsbündnis BION und Städtepartnerschaften mit EineWeltLändern (La Paz und Cape Coast). Die Teilnehmerländer in Hyderabad können also in vielen Punkten von unseren Bonner Erfahrungen profitieren.“

Gespräch mit dem Preisträger des One World Award 2012, Bürgermeister Nacianceno Pacalioga von den Philippinen

Der Internationale „One World Award“ wurde 2008 ins Leben gerufen um Wege aufzuzeigen, die Chancen der Globalisierung zu nutzen, die Welt besser und fairer zu machen und als Lebensgrundlage für alle Menschen zu erhalten. Er wird alle 2 Jahre unter der Schirmherrschaft der International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM) vergeben. Der Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro dotiert.

Bürgermeisterin Angelica M. Kappel: „aus der Gruppe der fünf Finalisten für den Preis wurde Nacianceno Pacalioga von den Philippinen, der als Bürgermeister mit ein ganzheitliches und erfolgreiches regionales Entwicklungsprojekt für eine Kommune mit über 40 Dörfern auf den Weg gebracht hat, ausgewählt. Ich freue mich sehr Herrn Pacalioga zu einem Erfahrungsaustausch hier in Bonn begrüßen zu dürfen. Er hat es geschafft gemeinsam mit der örtlichen Bevölkerung ein Programm für eine nachhaltige ökologische und ökonomische Entwicklung auf den Weg zu bringen, das endlich Perspektiven für die Menschen, von denen 90% unterhalb der philippinischen Armutsgrenze leben, bringt. Die biologische Landwirtschaft ist hierbei wesentlicher Stützpfeiler seines ganzheitlichen Konzeptes. Mittlerweile haben viele Menschen den Slums der größeren Städte den Rücken gekehrt und sind wieder in ihre Heimat zurückgezogen. Sein Projekt kann zum Vorzeigeprojekt für viele Kommunen in der einen Welt werden “

Biodiversität: Großem Ansiedlungserfolg jetzt gerecht werden

Bonn ist seit wenigen Tagen der Sitz eines weiteren Un-Sekretariats, des Internationalen Sekretariats für Biodiversität IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services).

Das ist zweifellos ein großer Ansiedlungserfolg der Stadt Bonn, die sich bei der großen internationalen Biodiversitätskonferenz im Jahre 2008 als gute Gastgeberin erwiesen hat. Das Begleitprogramm von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen unter dem Label ‚Planet Diversity’ hat den internationalen Gästen seinerzeit gezeigt, dass Biodiversität in unserer Stadt nicht nur eine Angelegenheit von Sonntagsreden sondern auch von gesellschaftlicher Alltagsarbeit ist.
Auf der UN-Vertragsstaatenkonferenz zur Biodiversität 2010 in Japan habe ich feststellen können, wie wichtig die Rolle der Städte sind. Die Städte sind die Orte des Handelns. Interkommunale Netzwerke wie ICEI/LAB haben einen unschätzbaren Wert. Bonn ist Teil dieses Netzwerkes. Die neue UN-Organisation muss nun auch unser lokales Wirken beflügeln.

Die Chance, die eine solche Ansiedlung bietet, gilt es nun auch für die Weiterentwicklung der Biodiversität in unserer Stadt zu nutzen. Die Ratskoalition hat bereits im Jahre 2010 der Verwaltung den Auftrag zur Entwicklung eines lokalen Biodiversitätsprogramms erteilt. Das muss nun mit Nachdruck bearbeitet werden.
Ebenso muss der Artenschutz bei der Erstellung von Bebauungsplänen stärker berücksichtigt werden. Entsprechende Einwendungen von Umweltverbänden sind keine von diesen ausgedachte Ideen, sondern fordern in der Regel die Einhaltung von geltendem nationalen und internationalem Recht ein. Eine gute Gastgeberin des IPBES wird solchen Einwendungen in Zukunft ein größeres Gewicht geben müssen.

Gespräch Ratskoalition-Uni: Nutzpflanzengarten bleibt

VertreterInnen der schwarz-grünen Ratskoalition und der Universität Bonn trafen sich zu einem Gespräch über die Planungen am UniCampus Poppelsdorf. Im Einzelnen nahmen Bürgermeisterin Angelica M. Kappel (Grüne), der Vorsitzende des Planungsausschusses Rolf Beu (Grüne), die Stadtverordneten Christiane Overmans (CDU) und Brigitta Poppe (Grüne), sowie der Bezirksverordnete Dieter Behrenbruch (CDU) von Seiten der Koalition, sowie Kanzler Dr. Reinhardt Lutz und Prof. Dr. Maximilian Weigend, Direktor der Botanischen Gärten, von Seiten der Universität an dem Gespräch teil.

Anlass des Gespräches waren Irritationen auf beiden Seiten über Veröffentlichungen zur Zukunft des Nutzpflanzengartens der Universität in Poppelsdorf. Die VertreterInnen der Koalition betonten seine große Bedeutung in dieser zentralen städtischen Lage. Die Vertreter der Universität versicherten, dass in absehbarer Zukunft keine Umnutzung oder Verlegung beabsichtigt sei, sondern im Gegenteil seine Fläche noch erweitert werden soll.

Einigkeit zum weiteren Vorgehen wurde wie folgt erzielt: die Kommunalpolitik behält ihr selbstverständliches Planungsrecht und wird im zu erstellenden Bebauungsplan Bau- und Grünflächen definieren. Ebenso selbstverständlich bestimmt die Universität autonom, wie sie diese Flächen im Einzelnen nutzt.

Beide Seiten wollen sich in Zukunft gegenseitig frühzeitiger und intensiver über die im eigenen Wirkungsbereich stattfindenden Überlegungen und Diskussionen informieren, um Missverständnisse zu vermeiden. Nützliche Gespräche wie dieses sollen in Zukunft häufiger stattfinden.

Biologische Station e. V. in Bonn wird 10 Jahre alt

Die Biologische Station Bonn e. V. arbeitet seit dem 1. November 2001 für den Naturschutz in Bonn. Eingerichtet wurde das Netzwerk Biologischer Stationen in NRW, um dem Naturschutz vor Ort ein stärkeres Gewicht zu verleihen und um zwischen Naturnutzern, dem amtlichem und ehrenamtlichem Naturschutz zu vermitteln. Ihr 10-jähriges Bestehen wird am Freitag, 25.11.2011 ab 15 Uhr im Hörsaal (1. Stock) des Museums Alexander Koenig gefeiert.
Angelica Maria Kappel: Wir sind froh, dass wir in der Biologischen Station einen starken und kompetenten Partner in Sachen Naturschutz in Bonn haben. Unseren Bonner MitbürgerInnen kann ich das reichhaltige Naturerlebnis-Programm mit Exkursionen in die Welt der Fledermäuse, Vögel, Reptilien, Bienen und die Bonner Flora nur wärmstens ans Herz legen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die finanzielle Ausstattung der Biologischen Stationen für die Zukunft gesichert ist und wünschen alles Gute für die nächsten 10 Jahre!
Die Aufgaben Biologischer Stationen reichen von der Erfassung wildlebender Tiere, Pflanzen und Lebensräume über die Erstellung und Umsetzung von Pflegekonzepten in Schutzgebieten bis hin zur Beratung von Landwirten für eine naturschutzverträgliche Landnutzung (Kulturlandschaftsprogramm). Ein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Betreuung der Bonner Schutzgebiete und der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen.