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Sustainable Buchara

151210_buchara_besuch_webIm Rahmen des im vergangenen Jahr gestarteten Projektes „Sustainable Buchara“ zum Thema „Nachhaltiger Tourismus“
mit dem Projektziel „Nachhaltiges Wirtschaften“ von Hotels- und Restaurants in Buchara besucht vom 25. Januar bis 1. Februar eine dreiköpfige Fachdelegation unter Leitung des stellvertretenden Hokim von Buchara, Herrn Anvar KARAYEV, die Stadt Bonn. Neben Gesprächen mit der Tourismus & Congress GmbH und der Stadt Bonn stehen insbesondere Besuche von im Rahmen von „Sustainable Bonn“ zertifizierten Projektpartnern (Hotels und Restaurants) im Mittelpunkt des praxisorientierten Besuchsprogramms. Das Interesse der Delegation aus Buchara gilt der Umsetzung konkreter Maßnahmen einer auf Nachhaltigkeit und regionaler Beschaffung ausgerichteten Gastronomie und Hotellerie.

Im Rahmen des Projektes „Sustainable Buchara“ fand bereits im November 2015 ein erster Besuch einer Expertengruppe aus Bonn in Buchara statt. Ziel des Besuchs in Buchara war das Kennenlernen der Ist-Situation vor Ort, der Projektteilnehmer und natürlich der Vertreter der Stadt Buchara. Zudem führte die Delegation eine erste Fachberatung der Hotel- und Restaurantbetreiber durch.
Die Delegation war sehr beeindruckt von der Unterstützung und dem Engagement der Vertreter der Stadt Buchara, wie auch von der Motivation der Projektteilnehmer.
Auch wir können von Buchara lernen (es gibt z.B. keine Einwegverpackungen in Hotels).
Insbesondere waren die Delegationsteilnehmer, die allesamt das erste Mal in Usbekistan waren, von der Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit beeindruckt. Die Teilnehmer haben sich nach kürzester Zeit wie gute Freunde gefühlt. Nach der Rückkehr wurden durch die Bonner Experten Empfehlungen ausgearbeitet und nach Buchara gesendet. Buchara ist gerade dabei, Maßnahmenpläne auszuarbeiten.

Wir freuen uns nun die usbekische Delegation in Bonn begrüssen zu dürfen. Wir hoffen, sie haben hier in Bonn spannende, informative Eindrücke erhalten. Es wurden bereits Hotels und Restaurants besucht und ein Austausch mit den Betreibern durchgeführt. Auch über Abfallvermeidung/-verwertung haben sich die Gäste aus Buchara informiert.
In den kommenden Tagen werden die Schwerpunkte im Themenfeld Energie (Heizungs-/Klimatechnik und Beratungsmethodik) liegen. Im Sommer werden dann die Projektteilnehmer die Bonner Beispiele kennen lernen.
Natürlich darf auch der kulturelle Teil nicht fehlen. Daher freue ich mich, dass die usbekische Delegation die Gelegenheit hat, am Freitagabend den rheinischen Karneval kennen zu lernen. Ich bin davon überzeugt, dass Sie dabei viel Freude haben werden! Am Wochenende wird dann Bonn und Köln erkundet. Mein Dank gilt an dieser Stelle auch der DUG (Deutsch-Usbekischen Gesellschaft), die uns seit langem sehr in unserer Arbeit unterstützt.

Partnerschaftsprojekt in der Ludwig Richter Schule

LRS1Heute morgen war ein grosser Tag für die Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Richter-Schule in Duisdorf.
Alle haben sich in der Aula vor einer grossen Leinwand versammelt. Dort wurden Fotos vom Besuch der Partnerschule Nr. 1 in Buchara/Usbekistan gezeigt. Die Schüler der Ludwig-Richter-Schule konnten auf den Bildern sehen, wie die Jungen und Mädchen in Buchara auf ihre Geschenke – gemalte Bilder und Bilderbücher – reagiert haben. Ebenso erhielten sie einen Eindruck der Schulsituation in Usbekistan. Dort tragen die Schülerinnen und Schüler eine Schuluniform!

Die Kinder aus Buchara hatten uns bei unserem Besuch im April ebenfalls Geschenke für die Ludwig-Richter-Schule übergeben, die wir an diesem Morgen präsentiert haben. Die Schulleiterin, Frau Hahn, machte aus der Präsentation ein lustiges Quiz. „Was ist denn das?“, fragte sie, und setzte sich einen bestickten goldenen Teekannenwärmer auf den Kopf. „Soll ich etwa jetzt jeden morgen so zur Schule kommen?“ Die Schülerschaft war begeistert.

Ich hoffe, dass die neu organisierte Schulpartnerschaft zwischen der Ludwig-Richter-Schule in Bonn und der Schule Nr. 1 in Buchara sich in den kommenden Jahren weiter verfestigen wird. Es werden sich noch viele Briefe und USB-Sticks mit Fotos und Filmen hin- und herwandern!

Feier des Frühlingsfestes „Nawruz“ mit der deutsch-usbekischen Gesellschaft

Foto 2In Bonn ist es eine gut gepflegte Tradition, dass ein Vertreter der Stadt Bonn zum Frühlingsfest eingeladen ist. Heute habe ich die Ehre dabei sein zu dürfen. Ich tue dies mir viel Vergnügen!

Schon seit Hunderten von Jahren feiern Menschen auf der Balkanhalbinsel, in der Schwarzmeerregion, im Kaukasus, in Zentralasien und im Nahen Osten auf diese Weise den Frühling. Seit 2009 gehört „Nawruz“ zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe, seit 2010 ist der Nawruz-Tag durch die UN als Feiertag anerkannt.

Die astronomische Berechnung des Nawruz-Tages geht auch auf den Mathematiker und Astronomen al-Chwarizmi zurück. Als Informatikerin ist mir dieser Name sehr geläufig, denn nach ihm benannt ist der Begriff „Algorithmus“, der im Software-Engineering unabdingbar ist. Es geht um den Verfahrensweg zur Lösung eines Problems, also die Frage: „Wie mache ich das?“ In unserer Partnerschaft mit Buchara haben wir schon viele Antworten auf diese Frage gefunden!

In Bonn hat das Nawruz-Fest einen festen Platz dank unserer langjährigen, sehr lebendigen Partnerschaft mit Buchara. Neben kulturellen Veranstaltungen und Begegnungen unterhalten unsere beiden Städte einen intensiven Austausch zu Fragen des Klimaschutzes, der Förderung erneuerbarer Energie oder des nachhaltigen Tourismus. Die meisten von Ihnen kennen sicher das Schulprojekt „SPICE“ der Emilie-Heyermann-Realschule Bonn und der Schule Nr. 4 in Buchara zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, das jetzt auch im Kindergartenbereich fortgesetzt wird.

Unsere Städtepartnerschaft ist vielfältig und lebendig,wie das man auch am heutigen Nawruz-Fest sehen kann.
Freundschaft braucht Menschen, die sich engagieren. Mein besonderes Dankeschön gilt deshalb der Deutsch-Usbekischen Gesellschaft und ihrem Präsidenten, , sowie der Geschäftsführerin. Die Gesellschaft trägt mit Ausstellungen, Bürgerreisen und Vortragsveranstaltungen immer wieder dazu bei, den Bonnerinnen und Bonnern die faszinierende Vielfalt Usbekistans und natürlich unsere Partnerstadt Buchara näher zu bringen. Ich werde in wenigen Tagen mit der dt-usbekischen Gesellschaft verreisen und mir das wunderschöne Land und insbesondere unsere Partnerstadt Buchara persönlich ansehen. Ich bin sicher, dass ich anschliessend viel zu erzählen habe!

Nun wünsche ich uns allen ein fröhliches Nawruz mit kulturellem und kulinarischem Genuss, schönen Begegnungen und Gesprächen.

Besuch einer Delegation aus Buchara

Es ist mir eine große Freude,die Bürgermeisterin von Buchara, Frau Badridinova, als unseren Gast begrüßen zu dürfen. Ihr Besuch ist ein Zeichen für die Lebendigkeit und Intensität der Zusammenarbeit zwischen unseren Städten.

Der jetziger Besuch knüpft an vorangegangene Austausche an: Gemeinsam ist es uns ein Anliegen, Tourismus nachhaltiger zu gestalten. Denn hier besitzt unsere Partnerschaft ein besonders großes Potenzial. Buchara ist eine wunderschöne Stadt. Immer mehr Menschen reisen in die ehemalige Karawanenstadt an der Seidenstraße, um insbesondere die Altstadt mit ihren einzigartigen Baukunstwerken, Moscheen und Medresen zu bewundern. Nicht umsonst zählt sie seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe! Diese Schönheit zu bewahren und mit konkretem Handeln für die Bewahrung der Umwelt zu verbinden, erscheint uns als sehr erstrebenswert. Daher lernen Sie derzeit in Bonn das Projekt „Sustainable Bonn“ in Gesprächen und anhand praktischer Beispiele kennen. „Sustainable Bonn“ zielt auf konkrete Maßnahmen einer auf Nachhaltigkeit und regionale Beschaffung ausgerichteten Gastronomie und Hotellerie ab. Die einzelnen Themen sind vielfältig: Energieeffizienz, Abfall- und Abwassermanagement bis hin zu einer nachhaltigen Mobilität. Ich bin davon überzeugt, dass die Fachgespräche mit Hotel- und Restaurantbesitzern Ihnen den Mehrwert für das Unternehmen, aber natürlich auch für die Stadt und die Umwelt näher bringen können und Anknüpfungspunkte für eine Umsetzung in Buchara beinhalten.

Umweltschutz betrifft alle Teile der Bevölkerung. Kinder sind aus zweierlei Gründen sehr gute Ansprechpartner: Einerseits sind sie besonders aufnahmefähig und tragen ihr neues Wissen bereitwillig in ihre Familien hinein. Andererseits sind sie als künftige Generation die Leidtragenden einer verschmutzten Umwelt. Erfahrungen in der Umwelterziehung haben wir bereits durch die Zusammenarbeit im „SPICE“-Projekt, in dem sich Schulen mit Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energien in Bonn und Buchara befassten, wie auch durch die Partnerschaft zwischen dem Kindergarten Nr. 25 aus Buchara und dem St. Augustinus-Kindergarten aus Bonn gemacht. Daran anknüpfend wird die Delegation morgen die Ludwig-Richter-Schule besuchen und die Bonner Klimabotschafter kennenlernen. Ich bin überzeugt, dass das Engagement der „Botschafter“ eindrucksvoll zeigen wird, wie auch die ganz Kleinen bereits ganz „groß“ sein können!

Seit vielen Jahren sind Bonn und Buchara in unterschiedlichen Themenfeldern in freundschaftlichen Beziehungen und in einer von Austausch geprägten Partnerschaft verbunden. Diese „freundschaftlichen Beziehungen“ sind zu einem guten Teil der Verdienst der Deutsch-Usbekischen Gesellschaft, die unsere Partnerschaft seit vielen Jahren aktiv begleitet und unterstützt. Beispielsweise fördert sie Austausch und Begegnung von Bürginnen und Bürgern sowie Ausstellungen und Informationsveranstaltungen. Für den ehrenamtlichen Einsatz kann man nicht genug danken.