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2. Tedx Talks Bonn

8481831It is exciting to be part of the 2nd Bonn Tedx Event! When I was invited to address you tonight, the words of an inspiring woman came to my mind. Her name is Chimamanda Adichie. She is a best-selling Nigerian writer, a feminist – and a gifted speaker on Ted Events. I had the pleasure of listening to her when she spoke about “The danger of a single story”.
She talked about her experience with images that are created by stories. If you read or hear one story, you only have already conjured up one image, adopting one perspective. Like little Chimamanda in her childhood days, who had always been told their houseboy was poor – and who was overwhelmed during a visit of his family, deeply admiring their art and handicraft. She would not have expected anything but a poor family. Because she only had ONE story. Each additional story offers a new choice and adds to the image we have conjured in our minds. Each additional story takes you one step closer to reality.

It is a bit like the story of the blind men sent out by their king to report on the elephant:
One reported a long arm or tentacle, the others some solid pillars, a huge fan, a cord or a huge mass. None of them was able to imagine the elephant as a whole – while the king put together the bits and pieces and in the end could imagine the animal.

It is a healthy approach to have many stories on one same thing. Many views, perspectives and opinions, all bringing in some individual background.
And this is the philosophy of TED – giving the floor to this multitude of stories and images! Telling stories that would remain unheard!

Upon the initiative of Dr. Martin Frick, Director of the Climate, Energy and Tenure Division at FAO, we are happy and proud to be part of the worldwide Ted movement for the second time now – after the first event in the Federal Foreign Office on October 1, 2014. Thank you, Dr. Frick, for bringing TED to Bonn!
Tonight, I would also like to thank Richard Dictus, Executive Coordinator of the UN Volunteers, for facilitating the TEDx entry on the UN Campus.

Our city is the place where UN Bonn is shaping a sustainable future. This year we are celebrating 20 Years of UN Bonn and we are very proud of this anniversary!
For those of you who have no plans for Sunday, you are kindly invited to come to our Open Day at Villa Hammerschmidt from 11 onwards to celebrate with us!

Actually, the United Nations stand for the opposite of a single story – they stand for multilateralism and a multitude of opinions. Therefore I consider it more than appropriate to include a platform for opinions and stories like TED in the UN anniversary agenda.

Let us now listen to some stories and see the pictures they conjure in our minds. And let us always be open to new stories adding to them. In TEDx events and in our daily lives.
And, above all: let us mistrust any single story!

Before we now welcome the amazing storytellers of tonight, I would like to invite all of you to stay around for a while after the talks. Join us for the reception hosted by the City of Bonn. Seize the opportunity to talk about the stories we have just heard, to make new contacts – and to add new bits and pieces to the images in your head.

TEDx Bonn Homepage

2. Afreeca Day Bonn: Wir für Afrika, Afrika für uns

afrika1Bereits zum zweiten Mal laden die Bonn Afrika Initiative und die Sistahouse Community gemeinsam zum „aFREEca Day“ ein. Ich freue mich sehr, auch heute wieder dabei sein zu dürfen.

Afrika – aFREEca.
Von Freiheit ist Afrika angesichts von Krisen und Bedrohungen weit entfernt. Armut und wirtschaftliche Zwänge, Krisen, Kriege und Terrorgruppen wie Boko Haram sind die engen Grenzen.
Und am Tag der Umwelt, den wir heute begehen – erwähne ich besonders auch Dürre und Landdegradation. Das sind die Themen, die uns als erstes zu Afrika einfallen. Weil wir nur eine Seite der Geschichte kennen, wie Chimamanda Ngozi Adichi, die nigerianische Schriftstellerin, es in ihrem Ted Talk „The danger of a single story“ treffend ausdrückt.
Beim zweiten Nachdenken fallen uns alte Kulturen und Welterbe ein. Wir denken an Persönlichkeiten wie Nelson Mandela, Alpha Oumar Konaré, Kofi Annan oder auch Fatoumata Diakité, die Begründerin der Frauenrechtsbewegung in Mali. Wir erinnern uns an Wangari Maathai, die der Landdegradation mit Bäumen rund um die Welt entgegentrat.
afrika4Afrika kämpft um Freiheit – um Freiheit von Krieg und Bedrohungen, aber auch um das Frei-Schwimmen in einer zunehmend verbundeneren Welt.
Bonn ist der deutsche Standort für Entwicklungspolitik. Deshalb spielen hier traditionell die Beziehungen zu Afrika eine große Rolle. Doch ebenso wie die Perspektive der Nachhaltigen Entwicklungsziele aus 2015 sich sehr von der der Millenniumsentwicklungsziele aus 2000 unterscheidet, so wandelt sich auch unsere Sicht von Afrika zunehmend. Das ist gut so.

afrika3Wenn ich auf das heutige Programm schaue, sehe ich zum Beispiel die Trägerin des Integrationspreises der Stadt Bonn, Alphonsine Kayinamura aus Ruanda. Ich sehe Anthony Thompson aus Ghana, den ich aus unserer Partnerschaft mit Cape Coast kenne. In dieser Partnerschaft und Freundschaft haben wir im Einsatz für Klimaschutz aus unseren Unterschieden und Gemeinsamkeiten gelernt und profitiert.
Ähnlich ist es in der Arbeit in internationalen Städtenetzwerken wie ICLEI Local Governments for Sustainability – von Städten wie zum Beispiel Durban bzw. eThekwini oder Tshwane (Pretoria) können wir sehr viel lernen. Ganz besonders, wenn es darum geht, verschiedene Ziele in einem einzigen Projekt zu verbinden.

afrika2Wir für Afrika, Afrika für uns. Das ist inzwischen weniger eine Frage von Geben und Nehmen als von Teilen. Und zwar im englischen Sinne von „SHARE“. Gemeinschaft teilen. Über nationale, kulturelle, religiöse und ethnische Grenzen hinweg. Gemeinschaft in einer Stadt wie Bonn, in der 170 Nationalitäten zusammenleben. Aber auch Gemeinschaft in der Weltfamilie. Frei von inneren Grenzen und offen füreinander.
Mein Dank gilt heute den Organisatoren der Bonn Afrika Initiative und ganz besonders dem Verein Sistahouse Community und deren Vorsitzender Maha Watta Walter-Kamano, die diese großartige Veranstaltung mit ihrem Engagement tragen.

Frühjahrsempfang 2016 der Gesellschaft für internationalen Kulturaustausch und politische Bildung

logo„Tradition bedeutet nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben der Glut.“ Dieser Satz des Konfuzius ist nicht nur das Motto Ihrer Gesellschaft. Vielmehr beschreibt diese Lehre die Veränderungen und den Anspruch an den Standort Bonn: Nach dem Hauptstadtbeschluss zugunsten Berlins in den neunziger Jahren stand Bonn vor großen Herausforderungen. Die Asche zu bewahren hätte geheißen, den Verlust der Hauptstadteigenschaft zu beklagen und zurück zu blicken. Galt es jedoch nicht vielmehr, den Blick in die Zukunft zu richten und ein neues Profil zu schaffen? Aus Hauptstadtzeiten waren viele internationale Beziehungen vorhanden, Bonn hatte als Wiege der Demokratie den Ruf eines anerkannten Politikstandorts. Diese Glut galt es weiterzugeben, um den Strukturwandel zu meistern.
So wurde die Vision des internationalen Standorts Bonn geboren. An ihrer Verwirklichung arbeiten wir alle gemeinsam und ich kann mit Überzeugung sagen: erfolgreich! Bonn ist heute die Plattform für die Debatte um globale Zukunftsfragen und setzt international Maßstäbe – allem voran in Themenfeldern der Nachhaltigkeit. Und Bonn verfügt über ein einmaliges Netzwerk: in der deutschen Stadt der Vereinten Nationen sind 18 Organisationen und Sekretariate, über 150 NGOs, Bundesbehörden und zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen beheimatet.

Dieses internationale Profil der Stadt Bonn wird getragen und gelebt von den Bonner Bürgerinnen und Bürgern.
Engagiert in zahlreichen Ländergesellschaften, Clubs und Vereinen gestalten sie das Gesicht des internationalen Bonns! Ihr vielfältiges kulturelles Angebot umfasst Vorträge, Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungen zu kulturellen, literarischen, historischen und wirtschaftlichen Themen. Sie leisten eine wertvolle Unterstützung und Ergänzung der städtischen Projektpartnerschaften. Im Zusammenspiel mit Exkursionen, Reisen und Sprachkursen fördert Ihr Engagement den Austausch und die Vermittlung zwischen den Kulturen. Auf diese Weise tragen Sie dazu bei, dass wir unsere europäischen Nachbarn, aber auch ferne Länder und Kulturen, kennenlernen. Ich selbst hatte die Gelegenheit, im vergangenen Jahr unsere usbekische Projektpartnerstadt Buchara in diesem Rahmen zu besuchen.
Ich kann daher mit Überzeugung sagen: Ihr Einsatz fördert die Verständigung miteinander und das Verständnis füreinander und lässt Freundschaften entstehen – in den heutigen, unruhigen Zeiten wichtiger denn je!

Mein Dank gilt daher allen, die sich – zum Teil bereits seit vielen Jahren – mit großer Begeisterung, Zeit und Energie für das Wohl unserer Stadt einsetzen und die Internationalität lebendig gestalten.

Ausstellungseröffnung „Strom – stream – Magra“ im Künstlerforum Bonn

magraMit dem Residenz- und Ausstellungsprojekt „Strom stream Magra“ hat EmpArtolution fünf ägyptische und fünf deutsche Künstlerinnen und Künstler in Bonn zusammengebracht. Diese zehn unterschiedlichen Kunstschaffenden haben in den vergangenen zwei Wochen hier gelebt und gemeinsam gearbeitet. Sie hatten kein vorgegebenes Thema, so dass der Austausch zwischen ihnen eine völlig freie Entwicklung der Kunst ermöglichte. Die Ergebnisse dieses spannenden Prozesses dürfen wir im Künstlerforum sehen.

Das städtische Kulturamt hat das Projekt im Rahmen der halbjährigen Projektförderung bezuschusst. Im Förderzeitraum, das heißt der ersten Jahreshälfte 2016 inklusive der Projektvorbereitung ab dem 1.10.2015, erhielt EmpArtolution 8.000 Euro. Die Gründe, warum das Kulturamt das Projekt fördert, sind vielfältig:

  • Das Projekt ermöglicht das künstlerische Schaffen von Künstlerinnen und Künstlern vor Ort und stärkt dadurch auch die Kulturszene.
  • Das Projekt bringt verschiedene Kunstsparten und Kunsttechniken sowie unterschiedliche Kulturen zusammen. Dadurch entstehen spannende neue Kontexte.
  • Das Projekt verbindet Künstlerinnen und Künstler, die wahrscheinlich normalerweise nicht so leicht zusammen kämen, damit sie künstlerische Positionen austauschen und durch den Austausch dazulernen können. Nicht nur im Bereich der künstlerischen Techniken und Qualitäten, sondern auch in Sachen interkultureller Kompetenz. Durch den Austausch von politischen und gesellschaftlichen Belangen, Meinungen und Ansichten, kann gegenseitiges Verständnis aufgebaut werden.
  • Bei dem Projekt geht es auch um die Frage der „Kunstfreiheit“. Sprich: welche Freiheiten hat man in den unterschiedlichen Welten/Kulturen als Kunstschaffender? Dieser Kulturaustausch zwischen einem Land der arabischen Kultur (Ägypten) und einem Land der christlichen Kultur (Deutschland) ist ebenso spannend wie wichtig.
  • Durch das gemeinsame Tun soll ein künstlerischer Austausch angeregt werden, der vorhandene Qualitäten sichtbar macht, erweitert, selbstkritisch hinterfragt und dadurch auch schärft.

Das Projekt „Strom stream Magra“ hat es in sich!

Seit Jahren ist das Künstlerforum ein wichtiger Partner im Bereich der Bildenden Kunst. Es wird institutionell gefördert und trägt wesentlich zum Kunst- und Kulturleben im Macke-Viertel – und damit auch in der Stadt – bei. Das Künstlerforum gibt Bonner Künstlerinnen und Künstlern die notwendigen Ausstellungsflächen, konzipiert selbst spannende Ausstellungen und ist ein wichtiger Partner im Bereich der Performance-Art. Die Fabrik 45 ist ein relativ neuer, aber nicht mehr wegzudenkender spannender flexibler Raum, in dem Neues ermöglicht wird. Mit seinem spannenden Organisationskonzept stellt es aus Sicht der Stadt eine gelungene und wichtige Erweiterung und Stärkung des Macke-Viertels dar.

Ich danke Jo Hempel, dem Erdenker und sozusagen Herzstück des Projekts EmpArtolution, der mit seinen Kooperationspartnern vor Ort und in Ägypten ganz stringent dafür gearbeitet, dass das Projekt möglich geworden ist. Jo Hempel hat fest an das Projekt geglaubt und hart dafür gearbeitet, dass es gelingen konnte.
Der Dank gilt aber auch den Unterstützern und Geldgebern, denn nur die gemeinsame Förderung hat das Projekt möglich gemacht. Und natürlich die Künstlerinnen und Künstler, die die Neugier und den Mut aufgebracht haben, sich auf Fremdes einzulassen. Ich hoffe und wünsche mir, dass der begonnene Austausch seine Fortsetzung findet.

Sustainable Buchara

151210_buchara_besuch_webIm Rahmen des im vergangenen Jahr gestarteten Projektes „Sustainable Buchara“ zum Thema „Nachhaltiger Tourismus“
mit dem Projektziel „Nachhaltiges Wirtschaften“ von Hotels- und Restaurants in Buchara besucht vom 25. Januar bis 1. Februar eine dreiköpfige Fachdelegation unter Leitung des stellvertretenden Hokim von Buchara, Herrn Anvar KARAYEV, die Stadt Bonn. Neben Gesprächen mit der Tourismus & Congress GmbH und der Stadt Bonn stehen insbesondere Besuche von im Rahmen von „Sustainable Bonn“ zertifizierten Projektpartnern (Hotels und Restaurants) im Mittelpunkt des praxisorientierten Besuchsprogramms. Das Interesse der Delegation aus Buchara gilt der Umsetzung konkreter Maßnahmen einer auf Nachhaltigkeit und regionaler Beschaffung ausgerichteten Gastronomie und Hotellerie.

Im Rahmen des Projektes „Sustainable Buchara“ fand bereits im November 2015 ein erster Besuch einer Expertengruppe aus Bonn in Buchara statt. Ziel des Besuchs in Buchara war das Kennenlernen der Ist-Situation vor Ort, der Projektteilnehmer und natürlich der Vertreter der Stadt Buchara. Zudem führte die Delegation eine erste Fachberatung der Hotel- und Restaurantbetreiber durch.
Die Delegation war sehr beeindruckt von der Unterstützung und dem Engagement der Vertreter der Stadt Buchara, wie auch von der Motivation der Projektteilnehmer.
Auch wir können von Buchara lernen (es gibt z.B. keine Einwegverpackungen in Hotels).
Insbesondere waren die Delegationsteilnehmer, die allesamt das erste Mal in Usbekistan waren, von der Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit beeindruckt. Die Teilnehmer haben sich nach kürzester Zeit wie gute Freunde gefühlt. Nach der Rückkehr wurden durch die Bonner Experten Empfehlungen ausgearbeitet und nach Buchara gesendet. Buchara ist gerade dabei, Maßnahmenpläne auszuarbeiten.

Wir freuen uns nun die usbekische Delegation in Bonn begrüssen zu dürfen. Wir hoffen, sie haben hier in Bonn spannende, informative Eindrücke erhalten. Es wurden bereits Hotels und Restaurants besucht und ein Austausch mit den Betreibern durchgeführt. Auch über Abfallvermeidung/-verwertung haben sich die Gäste aus Buchara informiert.
In den kommenden Tagen werden die Schwerpunkte im Themenfeld Energie (Heizungs-/Klimatechnik und Beratungsmethodik) liegen. Im Sommer werden dann die Projektteilnehmer die Bonner Beispiele kennen lernen.
Natürlich darf auch der kulturelle Teil nicht fehlen. Daher freue ich mich, dass die usbekische Delegation die Gelegenheit hat, am Freitagabend den rheinischen Karneval kennen zu lernen. Ich bin davon überzeugt, dass Sie dabei viel Freude haben werden! Am Wochenende wird dann Bonn und Köln erkundet. Mein Dank gilt an dieser Stelle auch der DUG (Deutsch-Usbekischen Gesellschaft), die uns seit langem sehr in unserer Arbeit unterstützt.