Schlagwort-Archiv: Kinder

Schule ohne Rassismus

csm_Bonner_Netzwerk_der_Schulen_ohne_Rassismus_Mai_2016_Quelle_Bundesstadt_Bonn_e8c6e173e3Wir in Bonn wollen mit Menschen aus aller Welt friedlich zusammenleben. Das haben wir erfolgreich unter Beweis gestellt, denn Menschen aus nahezu allen Ländern der Erde haben hier bei uns ein Zuhause. Wir wollen uns von gegenseitigem Respekt und Toleranz leiten lassen, so, wie das auch an der Münsterschule gelebt wird.
Die Münsterschule ist die erste Bonner Grundschule, die mit dem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet wurde. Es gibt acht weitere Bonner Schulen, die an dem Projekt beteiligt sind, aber die Auszeichnung einer Grundschule ist eine Premiere. Diese Auszeichnung bekommt man nur, wenn sich die Schülerinnen und Schüler einer Schule dafür einsetzen, eine Schule ohne Rassimus zu sein und das auch bleiben wollen. Das erfordert Mut und deshalb heißt der Titel im zweiten Teil auch Schule mit Courage.

Es ist wichtig, dass Schulen auch ein ethisches Leitbild entwickeln und vermitteln, dass ein gemeinsamer Geist und gemeinsame Werte das Schulleben prägen. Denn Schulbildung ist auch Persönlichkeitsbildung. Allen, die sich in diesen Prozess einbringen und dazu beitragen, dass er hier an dieser Schule gelingt, gilt daher mein Dank und mein Respekt.

Hilfsbereitschaft, Toleranz und Respekt füreinander, Solidarität und ein gutes Gespür für Recht und Unrecht das macht eine Schule aus, die die Auszeichnung „Schule ohne Rassimus“ verdient. Die SchülerInnen der Münsterschule haben sich durch ihr vorbildliches Verhalten diese Auszeichnung verdient.
Es ist doch toll, verschieden zu sein! Nur weil jemand neu in der Schule ist, eine andere Hautfarbe oder eine andere Religion hat, aus einem anderen Land kommt oder andere Sachen mag, ist das kein Grund unfreundlich zu sein. Fremde sind eigentlich nur Freunde, die man noch nicht kennt. Das erfordert vielleicht manchmal Mut.

Mehrsprachiger Vorlesewettbewerb der Stadt Bonn

IMG_4269Unsere Welt wird kleiner, sie wird globaler. In Bonn leben und arbeiten Menschen aus fast allen Ländern der Welt. Diese kulturelle Vielfalt ist eine Bereicherung. Niemanden auszugrenzen und Toleranz und Respekt im Umgang miteinander zu üben, das ist unser Anliegen. Es ist eine Aufgabe, der wir uns gemeinsam stellen müssen. Jede und jeder muss seinen Beitrag dazu leisten, damit Integration gelingen kann. Sprachliche Kompetenzen sind dabei Schlüsselqualifikationen.
Lesen, Schreiben und die mündliche Verständigung fördern die Integration des Einzelnen und bilden die Grundlagen für ein funktionsfähiges wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben. Eine gute Sprachkompetenz in Deutsch ist daher sehr wichtig. Sie befähigt dazu, sich zu beteiligen, sich einzubringen – dazuzugehören. Für eine erfolgreiche Bildungskarriere ist sie heute unverzichtbar.

Mehrsprachigkeit ist in unserer Gesellschaft gegenwärtig nahezu alltäglich: in Form von Fremdsprachenkenntnissen oder aufgrund einer natürlichen Mehrsprachigkeit von Menschen mit Migrationsgeschichte. Der (Vor-)Lesewettbewerb fördert die Schülerinnen und Schüler im Verständnis und im aktiven Einsatz der Heimatsprache ihrer Eltern. Diese ist ein wesentlicher Bestandteil ihrer eigenen kulturellen Identität.
Das folgende Zitat von Wilhelm Freiherr von Humboldt zielt in dieselbe Richtung: »Die wahre Heimat ist eigentlich die Sprache. Sie bestimmt die Sehnsucht danach, und die Entfernung vom Heimischen geht immer durch die Sprache am schnellsten.«

Der mehrsprachige Lesewettbewerb fördert zum einen das Verständnis für die deutsche Sprache und ist damit ein hervorragendes Instrument der Sprach- und Leseförderung. Gleichzeitig stehen die Aspekte „Integration“ und „kulturelle Identität“ mit im Fokus, da der Vorlesewettbewerb unter anderem auch der Herkunftssprache die Wertschätzung gegenüber erbringt, die sie verdient.

Kinder-Straßenzirkus Upsala St. Petersburg mit „Der Pingpong-Effekt“

upsalaEs ist schön, dass der beliebte Straßenzirkus Upsala aus Sankt Petersburg auch in diesem Jahr wieder zu Gast in Bonn ist. Der Zirkus Upsala ist etwas ganz Besonderes. Es ist ein einzigartiges Projekt, das seit mehr als fünfzehn Jahren professionelle Zirkus- und Theaterkunst auf eindrucksvolle Weise mit Sozialarbeit verknüpft. Im Zirkus Upsala wird Straßenkindern in Sankt Petersburg eine Alternative zur Straße aufgezeigt. Hier werden sie mithilfe der Zirkuspädagogik wieder in die Gesellschaft integriert.

Die Kinder und Jugendlichen entdecken im Zirkus ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten. Sie werden mit spannenden und schwierigen Herausforderungen konfrontiert und lernen, diese zu meistern. Durch das tägliche Training werden sie gefordert und auch gefördert. Dies wiederum motiviert sie auch zur aktiven Gestaltung ihres Lebens außerhalb des Zirkusses. Neben den „sozialen“ Erfolgen hat der Zirkus Upsala, der heute in ganz Europa bekannt ist, zudem bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei Zirkusfestivals erhalten. Die jungen Künstlerinnen und Künstler begeistern mit ihren schauspielerischen und artistischen Leistungen regelmäßig die Besucherinnen und Besucher. Auch hier in Bonn haben sie eine große Fangemeinde. Und das absolut zu Recht!

Im diesjährigen Stück geht es um den Ping-Pong Effekt, es wird erzählt, wie ein einfaches Objekt wie der Tischtennisball, plötzlich zum Mittelpunkt wird. Um diesen Ball dreht sich nun die Welt oder wenigstens die Welt dieses Theaterstückes. Die Handlung ist unvorhersehbar, weil in und mit dem Stück experimentiert wird, indem dem Ball seine Bewegungsfreiheit gelassen wird. Zu Beginn des Stückes betrachten die jungen Zirkus-Artistennur die Bewegungen des Balls, sie nehmen dessen Rhythmus auf, bereichern und komplizieren ihn mit Zirkus-Tricks, Akrobatik und Jonglage. Elektronische Musik, zufällige Geräusche und Stimmen verbinden sich zu einem Ganzen und ergeben eine einzigartige musikalische Partitur. Und so erschaffen die Artisten gemeinsam mit dem Publikum mit jedem neuen Takt ein neues Bild. Es gibt hier keine Wiederholung, da die Bewegung des Balles sich nie wiederholt. Nach einiger Zeit steht alles Kopf und aus Alltäglichem entstehen fantastische Figuren und metaphorische Bilder aus unseren Träumen, bis man beides nicht voneinander unterscheiden kann.

Der amerikanische Schriftsteller Henry Miller hat einmal Folgendes gesagt: „Ein Theaterstück, selbst ein zorniges, ist unter anderem immer auch ein Liebesbrief, gerichtet an die Welt, von der sehnsüchtig eine liebevolle Antwort erhofft wird.“ Ich bin sicher, dass die jungen Akrobatinnen und Akrobaten alle Bonner begeistern und beeindrucken werden. Allen Akteurinnen und Akteuren wünsche ich weiterhin viel Freude und Erfolg auf ihrem Lebensweg!

Ich möchte an dieser Stelle dem Verein für Gefährdetenhilfe Bonn danken, der eine umfangreiche und wichtige Arbeit für die bedürftigen Menschen in unserer Stadt leistet und gemeinsam mit dem Jungen Theater Bonn dieses Gastspiel ermöglicht hat.

KiTa Godeszwerge – Sommerfest mit Zertifizierungsfeier „KiTa Vital“

kita-vitalEs ist ein sehr schöner Termin, bei einem Sommerfest in einer Kindertagesstätte dabei zu sein und die Grüße der Stadt Bonn überbringen zu können!

In Bonn gibt es eine Vielzahl von Kindertagesstätten, Kindergärten und Tagespflegestellen. Diese werden gebraucht, da der Bedarf an Kinderbetreuung stetig wächst und leider nicht alle Kinder in dem Umfang betreut werden können, wie die Eltern sich dies oftmals wünschen. Hinzu kommt der seit August 2013 geltende Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres. Die KiTa Godeszwerge bietet Plätze in zwei Gruppen für zwei- bis sechsjährige und einer Gruppe für unter dreijährige Kinder. Damit trägt sie zur deutlichen Entspannung der Bedarfssituation im Versorgungsbereich für U3 und Ü3 Kinder bei.

Heute erhält die KiTa Godeszwerge das Zertifikat „KITA vital“. Dies ist zum einen eine tolle Auszeichnung, die Sie sich im vergangenen Jahr erarbeitet haben. Es ist jedoch zugleich auch Ansporn, an den bereits umgesetzten Standards festzuhalten. Als Bürgermeisterin der Stadt Bonn freue ich mich sehr, dass mit dem Fröbel Kindergarten Godeszwerge nun die erste Bonner Einrichtung zertifiziert wird. Gesundheitsförderung ist ein wichtiger Aspekt, daher gilt mein ausdrücklicher Dank dem Team rund um Frau Busch und allen beteiligten Personen, die sich im Rahmen von „KITA vital“ engagieren, für ihren Einsatz. Dieser führt zu einer Qualitätssteigerung sowohl für die Kinder als auch für die Erwachsenen. Das gemeinschaftliche Engagement und damit die gemeinschaftliche Erreichung dieser Ziele sind nicht zu unterschätzen.