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Spotlights – 15. Schultheaterfestival

Das Schultheaterfestival „spotlights“ der Jungen Theatergemeinde Bonn feiert in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen. Ich freue mich sehr, Sie alle hierzu begrüßen zu dürfen. Auch in diesem Jahr hat Oberbürgermeister Ashok Sridharan die Schirmherrschaft dieser Veranstaltung übernommen. Leider kann er heute nicht persönlich hier sein. Ich soll aber seine herzlichsten Grüße und Glückwünsche an dieser Stelle überbringen.

Es ist in jedem Jahr beeindruckend zu sehen, mit welch großem Interesse und mit wieviel Neugierde sich die Schülerinnen und Schüler dem Theater widmen. Sie zeigen uns ihre Freude am Schaupielern, ihre Spontanität, ihre Kreativität – kurz: ihre Talente. Ich bin sehr gespannt auf die heutige Aufführung des Musicals „Annie“, das den Startschuss für das diesjährige Festival bildet.
Die Junge Theatergemeinde Bonn und ihre Kooperationspartner können stolz sein auf das Schultheater-Festival. Das „Kind“ ist längst erwachsen geworden und ein fester Bestandteil des hochwertigen kulturellen Bildungsangebotes für Kinder und Jugendliche in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Alles begann mit einem Schultheaterwettbewerb, der 2002 zum jetzigen mehrtägigen Festival „spotlights“ wurde und bei den Bonner Bühnen auf viel Sympathie und Unterstützung stieß.

Im Fokus steht die Darstellende Kunst – also die Theaterarbeit in schulischen und außerschulischen Spielgruppen. Kinder und Jugendliche können ihrer Kreativität freien Lauf lassen, stehen auf den Brettern, die für sie die Welt bedeuten und erfahren durch die Theaterarbeit einen Zugang zur künstlerisch-kreativen Welt. Und das nicht irgendwo, sondern ganz wie Profis auf den professionellen Bühnen, um so Abläufe hinter und auf der Bühne sowie den gesamten Theaterbetrieb kennenzulernen. Zu den Häusern gehören: das Theater Bonn, die Bühne in der Brotfabrik, das LVR-LandesMuseum Bonn, das Junge Theater Bonn, das Pantheon sowie die Stadthalle Troisdorf. Neu dabei sind in diesem Jahr das Theater im Ballsaal und das Contra-Kreis-Theater.

Wie immer haben sich zahlreiche Theatergruppen mit ihren Spielleiterinnen und Spielleitern angemeldet. Aus der Vielzahl an Bewerbungen werden die besten Produktionen durch eine Jury ausgewählt und mit dem Jury-Wanderpreis – dem sogenannten „Bonner Kobold“ prämiert.
Ich gratuliere den bei ‚spotlights‘ mitwirkenden Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstlern ganz herzlich dazu, dass ihre Stücke von der Jury ausgewählt wurden und sie diese nun an professionellen Spielorten aufführen dürfen! Das ist gewiss schon Auszeichnung genug.
Dabei beneide ich die Jury nicht um ihren Job. Das Niveau der Wettbewerbsbeiträge ist auch in diesem Jahr wieder sehr hoch. Daraus eine Bestenauslese vornehmen zu müssen, erfordert selbst bei guten Auswahlkriterien ein besonderes Fingerspitzengefühl.

Meine Damen und Herren, Kultur ist spannend, vielfältig und unterhaltsam. Es ist wichtig, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu den verschiedenen Arten der Kultur zu ermöglichen. Das Schultheater-Festival trägt dazu bei, sie für die schönen Künste zu begeistern und ihre Talente zu fördern. Daher möchte ich mich an dieser Stelle bei allen verantwortlichen Akteuren – allen voran der Jungen Theatergemeinde Bonn – bedanken.
Ein Dankeschön geht auch an die Spielleiterinnen und Spielleiter für die künstlerisch-pädagogische Arbeit. Jede und jeder von Ihnen fördert und unterstützt die jungen Künstlerinnen und Künstler und trägt so zur kulturellen Vielfalt in unserer Stadt bei.
Vor allem möchte ich aber den jungen Künstlerinnen und Künstlern danken. Ohne Euren Einsatz könnte dieses Festival nicht erneut so erfolgreich stattfinden. Ich hoffe, dass auch dieses Mal wieder eine Menge Zuschauerinnen und Zuschauer euch sowie euren Stücken die verdiente Aufmerksamkeit schenken.

Ich wünsche allen Beteiligten vor und hinter der Bühne gutes Gelingen. Und jetzt heißt es: Bühne frei!

77. Hauptversammlung der deutschen UNESCO-Kommission

Ich freue mich sehr, Sie heute Abend im Alten Rathaus begrüßen zu können. Herr Oberbürgermeister Sridharan hat Ihnen ja schon heute Nachmittag bei der Eröffnung erläutert, warum die Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission für uns von ganz besonderer Bedeutung ist.

Ich hoffe, Sie hatten einen interessanten Nachmittag im Universitätsclub Bonn und ich hoffe auch, dass möglichst viele von Ihnen die Fahne ganz außen vor unserem Alten Rathaus gesehen haben. Sie ist uns für unser Engagement im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung – „BNE“ verliehen worden. Dieses Thema ist für uns von so zentraler Bedeutung, dass diese Fahne dort täglich hängt, nicht nur wenn wir Vertreter der Deutschen UNESCO-Kommission zu Gast haben.

Da ich davon ausgehe, dass Sie heute Nachmittag bereits genug Inhaltliches gehört haben, möchte ich Ihnen ganz kurz etwas zu den Räumen erzählen, in denen wir uns hier befinden:
Der Grundstein zu unserem Alten Rathaus im Rokoko-Stil wurde 1737 von Kurfürst Clemens-August gelegt. Die Pläne für das Rathaus stammten vom kurfürstlichen Hofbaumeister Michel Leveilly, der als „guter Bönnscher Baumeister“ galt und von dem bereits mehrere Bauwerke – wie zum Beispiel das Koblenzer Tor – stammten.
Max Franz, der letzte Kurfürst, war der erste bedeutende Mäzen von Ludwig van Beethoven, der in Bonn vor rund 247 Jahren geboren wurde. Der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens wird im Jahr 2020 als nationales und internationales Ereignis gefeiert. Das Festprogramm soll im Jubiläumsjahr Leben und Werk Ludwig van Beethovens angemessen würdigen.

Wir befinden uns hier im sogenannten Gobelinsaal. Etwa fünf Jahrzehnte lang war dies der Ort, an dem sich Staatsgäste aus aller Welt, gekrönte und ungekrönte Staatsoberhäupter in unser Goldenes Buch eingetragen haben. John F. Kennedy, Mutter Theresa und Nelson Mandela sind nur einige der Persönlichkeiten, die hier in diesem Raum unser Goldenes Buch unterzeichnet haben.

Nach dem Umzug der Bundesregierung waren es insbesondere Vertreter der Vereinten Nationen, wie zum Beispiel der damalige UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, die hier zu Gast waren.
Heute sind Sie unsere besonderen Gäste, für die wir sehr gerne „unsere gute Stube“ geöffnet haben. – Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und einen angenehmen Aufenthalt in Bonn.

Kulturzentrum Hardtberg

nach einjähriger Renovierungsphase bedankt sich der Verein Hardtberg Kultur e.V. mit dem heutigen Empfang bei der Stadt Bonn für die umfangreichen Sanierungsarbeiten hier im Kulturzentrum. Eine nette Geste, die zugleich Auftakt für das Jubiläumsjahr 2017 ist, in dem der Verein auf zehn Jahre Hardtberg Kultur zurückblicken kann. Als Bürgermeisterin freut es mich, die Grüße und die Glückwünsche der Stadt Bonn zu diesem Jubiläum überbringen zu dürfen.

Zehn Jahre Hardtberg Kultur e.V., das sind zehn Jahre Engagement von Bürgerinnen und Bürger für ein lebendiges Kultur- und Begegnungszentrum hier im Stadtbezirk. Musik, Lesungen, bildende Kunst, Brauchtumspflege, dies alles füllt diesen Ort mit Leben und alle, die sich dafür einsetzen, tragen zugleich auch zu einem lebendigen Stadtbezirk, zu einem qualitativ hochwertigem Kulturangebot vor Ort und zur Gelegenheit bei, dass sich Bürgerinnen und Bürger aus Hardtberg und Umgebung hier begegnen können. Dafür möchte ich an dieser Stelle dem Verein und seinen Freunden und Förderern ganz herzlich und besonders anerkennend danken. Das Kulturzentrum ist ein Treffpunkt durch alle fünf Jahreszeiten, denn auch die Eröffnung der Karnevalssession findet hier statt.

Das Kulturzentrum ist kein protziger Kulturtempel, sondern ein gemütliches und familiäres Domizil mit einem ganz besonderen Charme. Viele ältere Duisdorfer Bürgerinnen und Bürger kennen die im Jahr 1900 errichtete Örtlichkeit noch als „Saal Schnitzler“, und nicht wenige haben dort bei den Tanzveranstaltungen den Partner oder die Partnerin fürs Leben kennengelernt.
Nachdem der Saal jahrelang als Lager genutzt wurde, zog 1983 die Volkshochschule Bonn hier ein. Der Verein Hardtberg Kultur hat die Volkshochschule abgelöst und das Haus, das die Stadt aus Sparzwängen heraus schließen wollte, damals übernommen. Es ist der Hartnäckigkeit und dem Engagement von Petra Thorand, Johannes Tessmer, Dr. Solveig Palm und anderen zu verdanken, dass dass Kulturzentrum nicht geschlssen, sondern ein attraktives Kulturangebot in Hardtberg aufgebaut wurde und u.a. die legendären Gitarrenkonzerte wieder belebt werden konnten. Dafür gehört der Bezirksbürgermeisterin Thorand ein besonderer Dank!

Rund 150 Vereinsmitglieder betreiben das Kulturzentrum heute in ehrenamtlicher Arbeit und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Bonn.

Für Veranstaltungen am Wochenende packen viele ehrenamtlich gerne mit an, um den Saal mit Stühlen, Tischen und Sitzreihen zu versehen und zu dekorieren sowie anschließend wieder umzubauen. Bürgerschaftliches Engagement hat hier, wie an vielen anderen Stellen in unserer Stadt dazu beigetragen, dem Stadtbezirk das Kulturzentrum als Ort für Veranstaltungen, als Künstlerzentrum sowie als Bürgerhaus zu erhalten. Im Jubiläumsjahr stellt der Verein dies einmal mehr unter Beweis. Ich wünsche dem Verein Hardtberg Kultur und dem Kulturzentrum Hardtberg weiterhin eine gedeihliche Entwicklung und freue mich mit Ihnen auf ein abwechslungsreiches Jubiläumsjahr, das nun nach den Sanierungsarbeiten ja auch optisch in verbessertem Ambiente beginnen kann.

Videonale 16 im Kunstmuseum Bonn

Videonale Homepage

Die 16. Videonale rückt Bonn einmal mehr als lebendiges Zentrum für Film- und Medienkunst und als weltoffene und internationale Stadt in das Bewusstsein des Publikums. Sie ist Treffpunkt und Forum für Künstlerinnen und Künstler, Kuratoren, Verleiher und Galeristen aus aller Welt und steht als international ausgeschriebener Wettbewerb Künstlerinnen und Künstlern weltweit offen.

Die Videonale, das Festival für Video und zeitbasierte Kunstformen war von Beginn an – und ist es auch heute noch – eine anerkannte Plattform für die Präsentation aktueller Tendenzen in der Video- und Medienkunst. 1984 als Initiative von Bonner Studenten als erstes deutsches Videokunstfestival gegründet, hat sich die Videonale seitdem durch immer wieder neue Formen der Präsentation von Videokunst einen Namen gemacht. Sie hat sich zu einem der wichtigsten und renommiertesten Festivals für Videokunst in Deutschland und Europa entwickelt. Wir eröffnen heute Abend die 16. Videonale und es freut mich als Bürgermeisterin ganz besonders, dass die Eröffnung zum siebten Male im Kunstmuseum Bonn stattfindet.

Bis heute versteht sich die Videonale als Festival für sowohl junge aufstrebende Künstlerinnen und Künstler als auch für etablierte Positionen der nationalen und internationalen Videokunst. Die Videonale hat sich zu einer festen Institution entwickelt. Sie besitzt weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus enorme Strahlkraft. Nicht ohne Grund werden die Arbeiten im Anschluss an die Präsentation hier in Bonn unter dem Motto „Videonale on Tour“ bei Festivals und in Museen weltweit gezeigt. Doch zunächst können wir uns auf die sechswöchige „Videonale-Ausstellung am Rhein“ freuen.
Das breite Spektrum der Präsentationsformen ist eine Bereicherung für das Kulturangebot in unserer Stadt, in der viele künstlerische Ausdrucksformen und Stilrichtungen eigene Veranstaltungsformate und –reihen begründet haben, die sehr gut angenommen werden. Mit dem Videonale-Parcours strahlt die Videonale über das Kunstmuseum hinaus in die Bonner Innenstadt hinein. Insbesondere in der Bonner Nordstadt konzentriert sich ein Teil des Programms, Stadtspaziergänge zum Parcours mit anschließendem Kaffee und Gespräch im Bonner Kunstverein sollen den Dialog mit den Menschen dieses Viertels fördern.
In der Nordstadt haben in den letzten Wochen auch bereits die Video-Abende stattgefunden, für die Bonnerinnen und Bonner ihr privates Wohnzimmer für gemeinsame Videosichtungen zur Verfügung gestellt haben. Auch das trägt zur weiteren Verankerung der Videonale in der Bevölkerung bei.

Vorträge, Diskussionen, Screenings, Performances und Sonderpräsentationen zu künstlerischen Positionen beleben während der Ausstellungslaufzeit das Kunstmuseum ebenso, wie verschiedene Orte in unserer Stadt. Darüber hinaus wird es insgesamt drei mehrtägige Workshops geben, einer adressiert sich dabei besonders an Geflüchtete, das ist gut so, denn eine offene Willkommenskultur hat viele Facetten, auch die Kunst kann hier Angebote machen und die Videonale macht es vor.

Mein Dank gilt der Jury, die aus den Einsendungen 43 künstlerische Positionen ausgewählt hat, dem Kunstmuseum Bonn, den Förderern und Sponsoren des Festivals, insbesondere der fluentum Collection Berlin, die in diesem Jahr zum ersten Mal den Videonale-Preis, der gleich verliehen wird, finanziert hat. Und ein ganz besonders herzliches Dankeschön für die künstlerische Leitung gilt Tasja Langenbach und ihrem Team!

Preisverleihung Toys2Masters-Finale 2016

Video der Gewinnbekanntgabe Toys2Masters2016
toys2masters-bandwettbewerb_finale_03-12-2016Nach 30 Konzerten ging der diesjährige Toys2masters Wettbewerb zu Ende. Natürlich wurde auch bei der 22. Ausgabe ein Sieger gekürt und ich freue mich sehr, dass ich als Bürgermeisterin der Stadt Bonn den Gewinner des Finales bekannt geben durfte. Herzklopfen!!!

Ich gratuliere den Organisatoren zu dieser gelungenen Veranstaltung und natürlich allen Musikerinnen und Musikern, die es bis ins Finale geschafft haben. Das alleine ist schon ein Wahnsinns-Erfolg.
Und man sieht: Bonn kann nicht nur Klassik, Bonn kann auch Rock!

Der Sieger 2016 ist: Millenia!