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Integration durch Sport beim OTC Bonn

Pictograms29-1Wer von Taekwondo spricht, der denkt meist an den Sport. Doch Taekwondo steht auch für eine innere Haltung. Man könnte sagen: Taekwondo wird nicht nur mit Füßen und Fäusten ausgeübt, sondern auch mit dem Geist und dem Herzen.
Höflichkeit, Integrität, Geduld, Selbstdisziplin und Unbezwingbarkeit – das sind die Grundsätze des Taekwondo. Und so ist es kein Wunder, dass ich von Ihnen heute so zuvorkommend empfangen worden bin. Vielen Dank dafür!

Ich danke auch dem AWO Fachdienst für Migration und Integration, der dieses Fest mitorganisiert hat. Das Internationale Zentrum der AWO am Theaterplatz ist für die Integrationsarbeit in Bad Godesberg eine ganz wichtige Adresse. Dort arbeiten der Jugendmigrationsdienst, die Migrationsberatung für Erwachsene und die Integrationsagentur sozusagen „Tür an Tür“.

Auch diese Sporthalle ist eine Art „internationales Zentrum“. Taekwondo ist in vielen Ländern der Erde populär und im OTC begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen.

Wenn ich mich umsehe, ist klar: Training und Wettkampf sind für Sie längst nicht alles. Ich weiß, dass dem Verein gerade bei seinen jungen Mitgliedern nicht nur die sportliche, sondern auch die persönliche Entwicklung sehr wichtig ist.
So unterstützen die Trainer und Aktiven im Olympic Taekwondo Club die jungen Sportlerinnen und Sportler auch in ihrem schulischen und beruflichen Werdegang: Ausbildung, Studium und Beruf sind Themen, über die man im Verein spricht.

Aus diesem Grund hat der OTC vor acht Jahren gemeinsam mit dem AWO Fachdienst für Migration und Integration das Projekt „Integration durch Sport und Bildung“ gestartet.

Die Bildungs- und Begegnungsangebote dieses Projektes sind nicht nur für junge Menschen, die hier trainieren, offen. Auch Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft, die keine Mitglieder des Vereins sind, können an Lerntrainings oder Naturerlebnistagen teilnehmen.

Der OTC Bonn und die AWO leisten gemeinsam ganz praktische Integrationsarbeit in einem Umfeld, das nicht frei von Konflikten und Spannungen ist. In Lannesdorf, Pennenfeld und den benachbarten Stadtteilen suchen viele Jugendliche nach Orientierung und Perspektiven. Der Sport ist ein Feld, auf dem sie sich beweisen können. Im OTC lernen sie vieles, was im Leben wichtig ist: Respekt, Disziplin, Ausdauer und Fairness.
Der Sport ist der Dreh- und Angelpunkt, doch zu einem lebendigen Vereinsleben gehören eben auch Freundschaften, engagierte Trainer und Eltern sowie der Wunsch, aus dem Verein heraus etwas für den Stadtteil zu tun. Bei alledem wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg.

Bonner Boule Stadtmeisterschaft 2016

FannySchön, dass ich die 24. Bonner Stadtmeisterschaft eröffnen darf! Die Altstadtfreunde Bonn richten wieder die diesjährige Stadtmeisterschaft aus! Ohne ihr Engagement und die fabelhafte Organisation wäre ein solches Turnier gar nicht möglich.

Boule beziehungsweise Pétanque ist ein beliebtes Freizeit-Kugelspiel für Jung und Alt. Spaß, Teamgeist und Geselligkeit stehen im Vordergrund. Dennoch gibt es auch spannende Kopf-an-Kopf–Rennen mit vielen spektakulären Würfen.

Wir werden auch sehen, ob heute jemand die „Fanny küssen“ muss 🙂
Ich hoffe nicht, denn es ist bekanntermaßen keine Belohnung. Es ist vielmehr die Beschreibung dafür, ein Spiel 0:13 verloren zu haben. Dieser Brauch stammt aus Frankreich. Der Legende nach durften Spieler, die beim Boule-Spiel verloren hatten, als Trost der Kellnerin Fanny einen Kuss geben. Mit der Zeit stieg jedoch die Anzahl der Spieler, die verloren, auffällig an. Dies hatte nicht unwesentlich mit der Attraktivität Fannys zu tun. Bei einem Spiel kassierte einst sogar der Bürgermeister eine Niederlage und wollte sich daraufhin ebenfalls von Fanny trösten lassen. Fanny hob aus Trotz jedoch ihren Rock hoch und streckte dem Bürgermeister ihre Kehrseite entgegen. So wurde aus dem einstigen Trost die schlimmste Strafe für jeden Boulisten!

Zu Beginn des Spiels wird normalerweise ausgelost, welche Mannschaft als erstes die Zielkugel wirft. Diese Ehre wird heute mir zuteil. Ich darf heute wieder das Schweinchen werfen und das erste Spiel beginnen. Ich hoffe auf einen spannenden und fairen Wettkampf!

Der Schriftsteller Honore de Balzac hat einmal gesagt: „Boule-Spieler sind sowohl die friedlichsten als auch die verrücktesten Menschen der Welt“.
Boule spielen auch in Bonn tatsächlich nur friedliche und freundliche Menschen. Es werden sicherlich ein paar Nerven blank liegen, wenn die Spiele aufreibend und spannend werden. Verrückt wird dabei hoffentlich niemand. Obwohl: sind wir im Rheinland nicht alle ein wenig jeck?

EUREGA 2016

gesamtsieger2016-1-768x461Wenn fast 400 Ruderer aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland auf dem Rhein unterwegs sind und freundschaftlich um den Sieg kämpfen, dann weiß man: es ist EUREGA!

Die EUREGA ist die schwerste, aber auch die schönste Rheinregatta. Jahr für Jahr durchfahren die Sportlerinnen und Sportler das wunderschöne romantische Mittelrheintal.
Von der Loreley aus geht es vorbei an schroffen Felswänden, Burgen, steilen Weinhängen und malerischen alten Weinorten. Die „kurze“ Etappe – und meine Damen und Herren, das kurz steht hier wirklich in Anführungszeichen – beginnt in Neuwied. Bei Rheinkilometer 653 kommen die Ruderer dann nach 100 bzw. 45 Kilometern ins Ziel. Eine lange und anspruchsvolle Strecke liegt hinter den Finishern!

Rudern ist eine Life-Time-Sportart, die – obwohl sie sehr anstrengend ist – bis ins hohe Alter durchgeführt werden kann. Ich denke, der hohe Freizeitwert der Ruder-Wanderfahrten macht diese Sportart so beliebt. Denn neben dem sportlichen Vergleich bei Ruderregatten bieten die Natur und die Sehenswürdigkeiten an der Strecke eine willkommene Abwechslung. Gerade das Mittelrheintal lässt sicherlich das ein oder andere Mal innehalten und den Moment genießen. Dennoch geht es bei der EUREGA natürlich auch darum, in einer guten Zeit ins Ziel zu kommen. Es ist eine schöne Aufgabe, heute hier die Pokale an die Sieger zu überreichen.

Dem Veranstalter der EUREGA, dem Bonner Ruder-Verein, gilt unser Dank und unsere Gratulation.
Danken für die Ausrichtung dieser attraktiven Veranstaltung und gratulieren zum 25. Jubiläum der EUREGA.

Fußballkreis Bonn Kreistag 2016

fvm_bonnSport hat in unserer Stadt, neben vielen anderen Bereichen wie Internationalität, Wissenschaft und Kultur, eine Heimat. Und, dass das so bleibt, ist uns auch wichtig. Denn: Sport verbindet Jung und Alt, er ist ein wesentliches Element unserer Alltagskultur, er ist Ausdruck einer aktiven Bürgergesellschaft und hat eine hohe sozial-integrative Funktion. Dies möchte ich mit einem Zitat von Joachim Ringelnatz untermalen:

»Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine, kürzt die öde Zeit,
und er schützt uns durch Vereine vor der Einsamkeit.«

Genau so ist es! Im sportlichen Miteinander entstehen Freundschaften auch über kulturelle Unterschiede hinweg. Man lernt, den fairen Umgang miteinander. Man lernt, gemeinsam Siege zu feiern und Niederlagen zu verarbeiten.

Der Fußball ist die mitgliederstärkste Sportart in Bonn mit knapp 13.000 Mitgliedern in 47 Vereinen. Die “ranghöchsten“ Fußballvereine sind derzeit die Mittelrheinligisten Bonner SC, der kurz vor dem Aufstieg in die Regionalliga steht (das entscheidende Spiel ist in der kommenden Woche!), und der FC Blau-Weiß Friesdorf.

Der Bonner Fußballsport zeichnet sich durch eine hervorragende Jugendarbeit in den Vereinen aus. Dies ist ohne Persönlichkeiten, die die notwendige Führungsarbeit leisten und die bereit sind, viele Stunden im Ehrenamt zu verbringen, gar nicht möglich. Genauso braucht es verantwortliche qualifizierte Trainer und Übungsleiter und Funktionäre, die für die Entwicklungen eines Vereins in der Verantwortung stehen. Vereine können nur bestehen, wenn es engagierte Frauen und Männer gibt, die ihr Ehrenamt mit Begeisterung ausüben und sich gerne um die vielfältigen Vereinsbelange kümmern. Menschen, die viel Zeit in „ihren“ Verein investieren. Der Fußballkreis Bonn hat eine Vielzahl dieser Kräfte. All diesen möchte ich an dieser Stelle für ihren Einsatz danken.

Das Ehrenamt loben tue ich, als ehrenamtliche Stellvertreterin des Oberbürgermeisters, wirklich gerne und von Herzen. Ich weiß sehr gut, was es bedeutet, viele Stunden, Tage, Monate und Jahre seines Lebens einer guten Sache zu opfern! Ich hoffe, dass sie alle, wie auch ich, viele angenehme Erlebnisse bei ihrer Tätigkeit haben und – im übertragenen Sinne – für ihren Einsatz etwas „zurück bekommen“.

Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bonn und dem Fußballkreis Bonn sowie dem Fußballverband Mittelrhein ist vorbildlich. Darüber sind wir sehr froh! Ich möchte zum Schluss gerne ein paar „Bonner Zahlen“ nennen:

– Insgesamt werden 54 Sportplätze durch den Sportstättenpflegedienst des Sport- und Bäderamtes unterhalten und gepflegt. Dies funktioniert auch mit Hilfe der ansässigen Vereine.

– In den vergangenen Jahren wurden 13 Fußballplätze in Kunstrasenplätze umgewandelt, 11 weitere sollen folgen. Zwei sind aktuell im Genehmigungs- und Vergabeverfahren.

– Seit 2012 trägt der FVM die Pokalfinalspiele um den Bitburger-Pokal im Stadion Bonn aus. Die Finalspiele zählen zu den sportlichen Höhe­punkten in Bonn und werden seit 2015 im Fernsehen übertragen. Der Vertrag läuft dieses Jahr aus, eine Verlängerung ist jedoch mündlich schon zugesagt.

Fussball gegen Gewalt: 7. Internationales U13-Benefizturnier zu Gunsten der Hannah-Stiftung

374475_551404771565707_767351588_nDer Verein „Fussball gegen Gewalt“ veranstaltet an diesem Wochenende sein 7. Benefizturnier zugunsten der Hannah-Stiftung. Die Teilnehmer sind Teams aus ganz Europa. In diesem Jahr nehmen Jugendliche vom 1. FC Köln, 1. FC Spich, 1. FSV Mainz 05, AC Omonia Nikosia (Zypern), Bonner SC, CfB Ford-Niehl, FC Basel 1893 (Schweiz), FC Hennef 05, FC Honka Espoo (Finnland), FC Viktoria Pilsen (Tschechien), Hannover 96, IF Brommapojkarna (Schweden), Odense BK (Dänemark), SC Fortuna Bonn, SK Rapid Wien (Österreich) und dem VfL Bochum 1848 am Wettbewerb teil. Der Erlös des Turniers geht an die Hannah-Stiftung.
Die Jugendlichen werden auf diese Weis nicht nur sportlich trainiert, sie stärken ebenfalls ihr Bewusstsein für gesellschaftliche Aspekte, in diesem Fall gegen Gewalt, insbesondere gegen sexuelle Gewalt. Ich danke den Organisatoren und den Trainern sehr dafür.

Der Hintergrund: Die 14-jährige Hannah wird im Jahr 2007 unweit von ihrem Elternhaus in Oberdollendorf von einer 25- jährigen männlichen Person mit einem Messer feige überwältigt, gefesselt und geknebelt, über Stunden festgehalten, vergewaltigt und kurz nach Mitternacht brutal durch Messerstiche ermordet.
Der Vater der ermordeten 14-jährigen gründet 2008 die Hannah-Stiftung, deren Ziele die Förderung von Prävention und Unterstützung von Opfern sexueller Gewalt sind.
Genau zwei Jahre nach Hannahs Tod findet in Bonn eine Fahrradrundfahrt statt, mit der an Hannah gedacht und Aufmerksamkeit für die Stiftung erreicht werden soll. Neben vielen weiteren Teilnehmern sind auch die U13-Junioren-Fußballer der JSG Beuel mit Ihren Trainern Malte Gaumert und Daniel Nöllgen dabei. Auf dieser Radtour entstand bei Daniel Nöllgen die Idee mit einem U13-Benefizturnier zu Gunsten der Hannah-Stiftung zu helfen. Der komplette Reinerlös des Turniers soll der Hannah-Stiftung zugute kommen. Innerhalb der folgenden drei Wochen wird kurzfristig ein Turnier mit Nachwuchsmannschaften von Bundesligisten organisiert. Das erste U13-Benefizturnier zu Gunsten der Hannah-Stiftung findet 2009 statt. In der Studentenkneipe „Zum langen Heinrich“ in Remagen findet 2012 die Gründungsversammlung des Vereins „Fußball gegen Gewalt e.V.“ statt. Der Verein hat 16 Gründungsmitglieder und findet in Daniel Nöllgen (1. Vorsitzender), André Gehrke (2. Vorsitzender) und Patrick Zielezny (Kassenwart) den ersten geschäftsführenden Vorstand. Ziel des Vereins ist es weitere Projekte gegen Gewalt auf die Beine zu stellen.

Diese Projekte wollen wir in Bonn weiter unterstützen und fördern!