Schlagwort-Archiv: Städtepartnerschaft

Partnerschaftsprojekt in der Ludwig Richter Schule

LRS1Heute morgen war ein grosser Tag für die Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Richter-Schule in Duisdorf.
Alle haben sich in der Aula vor einer grossen Leinwand versammelt. Dort wurden Fotos vom Besuch der Partnerschule Nr. 1 in Buchara/Usbekistan gezeigt. Die Schüler der Ludwig-Richter-Schule konnten auf den Bildern sehen, wie die Jungen und Mädchen in Buchara auf ihre Geschenke – gemalte Bilder und Bilderbücher – reagiert haben. Ebenso erhielten sie einen Eindruck der Schulsituation in Usbekistan. Dort tragen die Schülerinnen und Schüler eine Schuluniform!

Die Kinder aus Buchara hatten uns bei unserem Besuch im April ebenfalls Geschenke für die Ludwig-Richter-Schule übergeben, die wir an diesem Morgen präsentiert haben. Die Schulleiterin, Frau Hahn, machte aus der Präsentation ein lustiges Quiz. „Was ist denn das?“, fragte sie, und setzte sich einen bestickten goldenen Teekannenwärmer auf den Kopf. „Soll ich etwa jetzt jeden morgen so zur Schule kommen?“ Die Schülerschaft war begeistert.

Ich hoffe, dass die neu organisierte Schulpartnerschaft zwischen der Ludwig-Richter-Schule in Bonn und der Schule Nr. 1 in Buchara sich in den kommenden Jahren weiter verfestigen wird. Es werden sich noch viele Briefe und USB-Sticks mit Fotos und Filmen hin- und herwandern!

Feier des Frühlingsfestes „Nawruz“ mit der deutsch-usbekischen Gesellschaft

Foto 2In Bonn ist es eine gut gepflegte Tradition, dass ein Vertreter der Stadt Bonn zum Frühlingsfest eingeladen ist. Heute habe ich die Ehre dabei sein zu dürfen. Ich tue dies mir viel Vergnügen!

Schon seit Hunderten von Jahren feiern Menschen auf der Balkanhalbinsel, in der Schwarzmeerregion, im Kaukasus, in Zentralasien und im Nahen Osten auf diese Weise den Frühling. Seit 2009 gehört „Nawruz“ zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe, seit 2010 ist der Nawruz-Tag durch die UN als Feiertag anerkannt.

Die astronomische Berechnung des Nawruz-Tages geht auch auf den Mathematiker und Astronomen al-Chwarizmi zurück. Als Informatikerin ist mir dieser Name sehr geläufig, denn nach ihm benannt ist der Begriff „Algorithmus“, der im Software-Engineering unabdingbar ist. Es geht um den Verfahrensweg zur Lösung eines Problems, also die Frage: „Wie mache ich das?“ In unserer Partnerschaft mit Buchara haben wir schon viele Antworten auf diese Frage gefunden!

In Bonn hat das Nawruz-Fest einen festen Platz dank unserer langjährigen, sehr lebendigen Partnerschaft mit Buchara. Neben kulturellen Veranstaltungen und Begegnungen unterhalten unsere beiden Städte einen intensiven Austausch zu Fragen des Klimaschutzes, der Förderung erneuerbarer Energie oder des nachhaltigen Tourismus. Die meisten von Ihnen kennen sicher das Schulprojekt „SPICE“ der Emilie-Heyermann-Realschule Bonn und der Schule Nr. 4 in Buchara zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, das jetzt auch im Kindergartenbereich fortgesetzt wird.

Unsere Städtepartnerschaft ist vielfältig und lebendig,wie das man auch am heutigen Nawruz-Fest sehen kann.
Freundschaft braucht Menschen, die sich engagieren. Mein besonderes Dankeschön gilt deshalb der Deutsch-Usbekischen Gesellschaft und ihrem Präsidenten, , sowie der Geschäftsführerin. Die Gesellschaft trägt mit Ausstellungen, Bürgerreisen und Vortragsveranstaltungen immer wieder dazu bei, den Bonnerinnen und Bonnern die faszinierende Vielfalt Usbekistans und natürlich unsere Partnerstadt Buchara näher zu bringen. Ich werde in wenigen Tagen mit der dt-usbekischen Gesellschaft verreisen und mir das wunderschöne Land und insbesondere unsere Partnerstadt Buchara persönlich ansehen. Ich bin sicher, dass ich anschliessend viel zu erzählen habe!

Nun wünsche ich uns allen ein fröhliches Nawruz mit kulturellem und kulinarischem Genuss, schönen Begegnungen und Gesprächen.

Grüne Lord Mayor aus Oxford traf Grüne Bürgermeisterin

Am Freitag, den 3.6. traf eine Gruppe von Grünen PolitikerInnen aus der Partnerstadt Oxford mit der Grünen Bezirksfraktion Bonn im Alten Rathaus zusammen. Die Oxforder Delegation wurde angeführt von der Grünen Lord Mayor Elise Benjamin, die Bonner Gruppe von Bürgermeisterin Angelica M. Kappel. Eingeladen und initiiert hatten das Zusammentreffen die Grünen Fraktionsvorsitzenden David Williams (Oxford) und Paul G. Pohlmann (Bezirksvertretung Bonn).

Herr Caspary von den Stadtwerken Bonn trug den Gästen die aktuellen Aktivitäten der Stadtwerke Bonn im Bereich erneuerbarer Energien vor. In diesem Bereich lag ein Interessenschwerpunkt der britischen Gäste. Über die aktuelle Debatte in den Bonner Ratsgremien über einen Masterplan Klimaschutz wollen sie auf dem Laufenden gehalten werden.

Ein weiteres Thema war das international relevante Konzept einer Fairtradetown (Stadt des fairen Handels), an dem derzeit ebenfalls in Bonn gearbeitet wird, und die Rolle von und Zusammenarbeit mit UN- und Wissenschaftseinrichtungen in Bonn.

Empfang einer Regierungsdelegation aus Ghana

Am 17. und 18. Dezember 2009 fanden im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Regierungsverhandlungen mit Ghana statt. Schwerpunktbereiche der Zusammenarbeit sind Landwirtschaft, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Dezentralisierung.

Am 16. Dezember, direkt nach ihrer Ankunft in Deutschland, hatte ich die Ehre die Delegation aus Ghana im Alten Rathaus der Stadt Bonn zu empfangen. In einem ca. einstündigem Gespräch konnte ich den Besuchern die Vorzüge unserer Stadt darlegen. Der eben erfolgte Einbruch des Winters stellte für die Gäste eine besondere Herausforderung dar.

Die internationale Stadt Bonn unterhält eine Projektpartnerschaft mit der Stadt Cape Coast in Ghana. Diese wird gestärkt durch vielfältige Kontakte auf bürgerlicher Ebene, z.B. Schulprojekte. Auch auf der Verwaltungsebene gibt es einen kommunalen Austausch zu Themen wie Abfallwirtschaft, nachhaltigem Tourismus, etc. Im Wissenschaftsbereich sollen weitere Kooperationen folgen. Anfang November reiste der Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Professor Dr. Hartmut Ihne, nach Ghana, um mit der University of Cape Coast ein erstes gemeinsames Vorhaben auf der Grundlage des Masterstudienganges NGO-Management in die Wege zu leiten.