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77. Hauptversammlung der deutschen UNESCO-Kommission

Ich freue mich sehr, Sie heute Abend im Alten Rathaus begrüßen zu können. Herr Oberbürgermeister Sridharan hat Ihnen ja schon heute Nachmittag bei der Eröffnung erläutert, warum die Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission für uns von ganz besonderer Bedeutung ist.

Ich hoffe, Sie hatten einen interessanten Nachmittag im Universitätsclub Bonn und ich hoffe auch, dass möglichst viele von Ihnen die Fahne ganz außen vor unserem Alten Rathaus gesehen haben. Sie ist uns für unser Engagement im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung – „BNE“ verliehen worden. Dieses Thema ist für uns von so zentraler Bedeutung, dass diese Fahne dort täglich hängt, nicht nur wenn wir Vertreter der Deutschen UNESCO-Kommission zu Gast haben.

Da ich davon ausgehe, dass Sie heute Nachmittag bereits genug Inhaltliches gehört haben, möchte ich Ihnen ganz kurz etwas zu den Räumen erzählen, in denen wir uns hier befinden:
Der Grundstein zu unserem Alten Rathaus im Rokoko-Stil wurde 1737 von Kurfürst Clemens-August gelegt. Die Pläne für das Rathaus stammten vom kurfürstlichen Hofbaumeister Michel Leveilly, der als „guter Bönnscher Baumeister“ galt und von dem bereits mehrere Bauwerke – wie zum Beispiel das Koblenzer Tor – stammten.
Max Franz, der letzte Kurfürst, war der erste bedeutende Mäzen von Ludwig van Beethoven, der in Bonn vor rund 247 Jahren geboren wurde. Der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens wird im Jahr 2020 als nationales und internationales Ereignis gefeiert. Das Festprogramm soll im Jubiläumsjahr Leben und Werk Ludwig van Beethovens angemessen würdigen.

Wir befinden uns hier im sogenannten Gobelinsaal. Etwa fünf Jahrzehnte lang war dies der Ort, an dem sich Staatsgäste aus aller Welt, gekrönte und ungekrönte Staatsoberhäupter in unser Goldenes Buch eingetragen haben. John F. Kennedy, Mutter Theresa und Nelson Mandela sind nur einige der Persönlichkeiten, die hier in diesem Raum unser Goldenes Buch unterzeichnet haben.

Nach dem Umzug der Bundesregierung waren es insbesondere Vertreter der Vereinten Nationen, wie zum Beispiel der damalige UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, die hier zu Gast waren.
Heute sind Sie unsere besonderen Gäste, für die wir sehr gerne „unsere gute Stube“ geöffnet haben. – Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und einen angenehmen Aufenthalt in Bonn.

Eröffnung der Ausstellung “MenschLichtKeit – eine globaleSpurensuche” in der Fabrik45

Ich begrüße in einem besonderen Kulturraum Bonns, der Fabrik 45, an einem besonderen Tag zu einer besonderen Ausstellung ganz besondere Menschen!
Heute wurde in Bonn der höchste Temperaturwert seit Beginn der Aufzeichnung der Wetterdaten gemessen – 38,1 Grad Celsius. Und an diesem heissen Tag sind so viele besucher zur Eröffnung dieser Ausstellung gekommen!
Sehr gerne hat Herr Sridharan die Schirmherrschaft für die Ausstellung „MenschLichtkeit – eine globale Spurensuche“ übernommen und bedauert es sehr, heute Abend nicht selbst hier sein zu können. Deshalb in seinem Namen ein herzliches Willkommen an alle Anwesenden und besonders an Claudio Forner.
Danke, dass Claudio uns an seiner Reise um die Welt und an Momenten, die durch seine Kamera unvergänglich wurden, teilhaben lässt!
Ihm ist es in seinen Bildern gelungen, die Stimmung und den Augenblick einzufangen, die Identität und die Vielfalt, die Verschiedenheit und das Gemeinsame, das Vereinende. Und hier sind wir bei seinem zweiten Blickwinkel über die Fotografie hinaus, dem des Mitarbeiters der Vereinten Nationen. Das Dach der Vereinten Nationen verbindet Nationen und Menschen über alle Grenzen hinweg.

Oder auch: „alle Menschen werden Brüder“, wie es der Text Friedrich Schillers zu Beethovens Ode an die Freude so schön ausdrückt. Bonn ist eine Stadt in der in diesem Geiste Menschen aus über 170 Nationen zusammenleben. Wer in Bonn lebt, kann das Verbindende und Gemeinsame jeden Tag miterleben und mitgestalten. Und noch mehr haben wir diese Chance, wenn die Vereinten Nationen die Welt und unser aller gemeinsame Anliegen dann auch nach Bonn bringen, wie in diesem Herbst zur 23. Weltklimakonferenz. Mit unserem eigenen Engagement für Klimaschutz und Klimaanpassung hier in Bonn und im Miteinander von Städten weltweit, aber vor allem auch – alle gemeinsam, als hervorragende Gastgeber!
Lassen wir uns von den Bildern von Claudio Forner mitnehmen ins Licht des Moments und seine Kostbarkeit. Begegnen wir Menschen und Situationen. Und begegnen wir der Vielfalt und Kostbarkeit, die es zu schützen gilt!.

Jubiläum 25 Jahre UN Women

25 Jahre UN WomenGerne überbringe ich die Glückwünsche der Stadt Bonn zum 25jährigen Bestehen des Deutschen Komitees für UN Women in Bonn.
Seit vielen Jahren hat die Stadt Bonn dessen Arbeit begleitet und unterstützt. Das Thema Geschlechtergerechtigkeit wird in Bonn natürlich lokal bearbeitet. Aber es gewinnt zunehmend auch an Bedeutung am Internationalen Standort Bonn. Schließlich ist die Stadt Bonn gemeinsam mit UN Women Nationales Komitee Deutschland unter den Gründungsmitgliedern des Netzwerks „Gender@International Bonn“ – und unser Oberbürgermeister ein HeforShe!
2016 ist ein Jahr der Jubiläen. Wir haben 20 Jahre Vereinte Nationen in Bonn gefeiert und sind froh darüber, dass Bonn sich als Schaltstelle der Nachhaltigkeit, als „Powerhouse“ international einen Namen gemacht hat. Hier in Bonn sind die Zukunftsthemen der Menschheit verankert. Auch die Impulse zur Verwirklichung der nachhaltigen Entwicklungsziele werden aus Bonn kommen, betrieben von Stellen wie dem Zentrum für Nachhaltigkeit des Mitarbeitercolleges der Vereinten Nationen und der Globalen Aktionskampagne für die nachhaltigen Entwicklungsziele.
Das Ziel 5 der Gleichstellung der Geschlechter, meine Damen und Herren, ist jedoch ein Querschnittsziel, das sich durch fast alle anderen Ziele zieht und ein Schlüssel zu ihrer Erreichung sein wird.

Armut, Hunger, Klimafolgen, schlechte Wasserversorgung haben auf Frauen immer noch andere Auswirkungen als auf Männer. Krisen, Unsicherheit und Ungleichgewicht gefährden sie stärker und anders als Männer. Frauen und Mädchen sind global benachteiligt bis ausgeschlossen vom Zugang zu Bildung, zu Teilhabe, zu Macht. Gehören sie gleichzeitig zu benachteiligten Gruppen – Migrantinnen, Minderheiten, allein erziehende Mütter – haben sie große Probleme auch im deutschen Bildungssystem. Geflüchtete Frauen treffen auf besonders große Hürden. Bildungszugänge nach Fähigkeiten zu vergeben und Mädchen und Frauen aktiv zu unterstützen, zum Beispiel durch Mentoringprogramme, das forderten Bonner Frauenorganisationen in einem Workshop des Netzwerks Gender@International Bonn.
Die andere Seite sind Frauen als Gewaltopfer. Auch, wenn für Frauen, Frieden und Sicherheit mit der Resolution 1325 des Weltsicherheitsrats ein Leuchtfeuer angezündet wurde, so ist die Realität weit vom Anspruch entfernt. Jede dritte Frau in Europa ist eine Gewalt-Überlebende. Die Bonner Frauenhäuser sind überfüllt. Gerade in Krisengebieten und fragilen Regionen haben Frauen stets auch sexualisierte Gewalt zu befürchten. Nicht umsonst hat UN Women zum Beispiel nach den Erdbeben in Nepal für Hygieneartikel für Frauen gesammelt, um diesen Frauen mehr Sicherheit vor Übergriffen zu geben. Nicht umsonst sollen bei uns in Deutschland Gewaltschutzprogramme die Situation von Frauen in Flüchtlingsunterkünften verbessern.

Ich freue mich sehr, dass der heutige Abend nicht nur das Jubiläum feiert, sondern auch in guter Tradition diejenigen würdigt, die sich für Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung von Frauen einsetzen. Die Stiftung Apfelbaum und UN Women Nationales Komitee Deutschland zeichnen beispielhafte Projekte, die oftmals nicht nur das Ziel der Geschlechtergerechtigkeit unterstützen, sondern vielfach auch andere Nachhaltigkeitsziele. Gerade in fragilen Regionen – ob durch Armut oder durch Krisen oder beides instabil in Gesellschaft und Wirtschaft – bedürfen Frauen vielfacher Stärkung. Deshalb ist die Arbeit des UN Women Fonds für die Gleichstellung der Geschlechter so bedeutsam. Denn er setzt sich besonders für die wirtschaftliche und politische Eigenständigkeit von Frauen ein.
Heute Abend freue ich mich daher nicht nur auf den gemeinsamen Rückblick auf die Erfolgsgeschichte des Deutschen Komitees, sondern auch auf die Begegnung mit einer spannenden Initiative.
Die Stadt Bonn ist stolz darauf, Sitz und Netzwerkpartnerin des Komitees zu sein und auch die heutige Veranstaltung mit auszurichten. Ich freue mich auf interessante Vorträge und Begegnungen. Auch im Namen von Oberbürgermeister Sridharan und 317.000 Bonnerinnen und Bonnern wünsche ich Ihnen und uns weiterhin einen langen Atem und viel Unterstützung bei der Verwirklichung von Geschlechtergleichstellung in Bonn und weltweit.

2. Tedx Talks Bonn

8481831It is exciting to be part of the 2nd Bonn Tedx Event! When I was invited to address you tonight, the words of an inspiring woman came to my mind. Her name is Chimamanda Adichie. She is a best-selling Nigerian writer, a feminist – and a gifted speaker on Ted Events. I had the pleasure of listening to her when she spoke about “The danger of a single story”.
She talked about her experience with images that are created by stories. If you read or hear one story, you only have already conjured up one image, adopting one perspective. Like little Chimamanda in her childhood days, who had always been told their houseboy was poor – and who was overwhelmed during a visit of his family, deeply admiring their art and handicraft. She would not have expected anything but a poor family. Because she only had ONE story. Each additional story offers a new choice and adds to the image we have conjured in our minds. Each additional story takes you one step closer to reality.

It is a bit like the story of the blind men sent out by their king to report on the elephant:
One reported a long arm or tentacle, the others some solid pillars, a huge fan, a cord or a huge mass. None of them was able to imagine the elephant as a whole – while the king put together the bits and pieces and in the end could imagine the animal.

It is a healthy approach to have many stories on one same thing. Many views, perspectives and opinions, all bringing in some individual background.
And this is the philosophy of TED – giving the floor to this multitude of stories and images! Telling stories that would remain unheard!

Upon the initiative of Dr. Martin Frick, Director of the Climate, Energy and Tenure Division at FAO, we are happy and proud to be part of the worldwide Ted movement for the second time now – after the first event in the Federal Foreign Office on October 1, 2014. Thank you, Dr. Frick, for bringing TED to Bonn!
Tonight, I would also like to thank Richard Dictus, Executive Coordinator of the UN Volunteers, for facilitating the TEDx entry on the UN Campus.

Our city is the place where UN Bonn is shaping a sustainable future. This year we are celebrating 20 Years of UN Bonn and we are very proud of this anniversary!
For those of you who have no plans for Sunday, you are kindly invited to come to our Open Day at Villa Hammerschmidt from 11 onwards to celebrate with us!

Actually, the United Nations stand for the opposite of a single story – they stand for multilateralism and a multitude of opinions. Therefore I consider it more than appropriate to include a platform for opinions and stories like TED in the UN anniversary agenda.

Let us now listen to some stories and see the pictures they conjure in our minds. And let us always be open to new stories adding to them. In TEDx events and in our daily lives.
And, above all: let us mistrust any single story!

Before we now welcome the amazing storytellers of tonight, I would like to invite all of you to stay around for a while after the talks. Join us for the reception hosted by the City of Bonn. Seize the opportunity to talk about the stories we have just heard, to make new contacts – and to add new bits and pieces to the images in your head.

TEDx Bonn Homepage

Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel vertritt die Stadt Bonn bei der Biodiversitätenkonferenz 2012 in Hyderabad

Vom 11. bis 17. 10. findet in Hyderabad die Biodiversitätskonferenz 2012 in Hyderabad statt, auf der Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel das Biodiversitätsprogramm der Stadt Bonn vorstellen wird.

Angelica M. Kappel: „Der Rat der Stadt Bonn hat am 29. April 2010 die Unterzeichnung der Deklaration „Biologische Vielfalt in den Kommunen“ beschlossen. Mittlerweile haben über 200 Kommunen diese Deklaration unterzeichnet. 2011 wurde ein Aktionsbündnis „Kommunen für Biologische Vielfalt e. V. gegründet, als Plattform zur interkommunalen Zusammenarbeit gegründet. Bonn ist Sitz des IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) und hat bereits im Jahre 2010 der Verwaltung den Auftrag zur Entwicklung eines lokalen Biodiversitätsprogrammes erteilt, das auf einen Zeitraum von 10 Jahren ausgelegt ist. Es umfasst zahlreiche Aktivitäten mit dem Ziel, die Genetische Vielfalt zu bewahren, die vorhandenenen Arten zu schützen und Lebensräume zu erhalten. Beispielhaft sind auch die Aktivitäten der Stadt Bonn zum „Grünen C, das Wissenschaftsbündnis BION und Städtepartnerschaften mit EineWeltLändern (La Paz und Cape Coast). Die Teilnehmerländer in Hyderabad können also in vielen Punkten von unseren Bonner Erfahrungen profitieren.“