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Regionalwettbewerb Jugend forscht in der Universität Bonn

Zukunft – ich gestalte Sie !

image_previewUnter dem Motto „Zukunft – ich gestalte sie“ veranstaltet die Universität Bonn am Freitag, 17. Februar 2017 den sechsten Jugend forscht Regionalwettbewerb Bonn/Köln. Ich habe mir vor Beginn dieser Veranstaltung noch einen ersten Eindruck über die Projekte verschafft – und ich bin sehr beeindruckt! Es ist wirklich immer wieder faszinierend auf welche Ideen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Regionalwettbewerb Jugend forscht und Schüler experimentieren kommen. Da passt das diesjährige Thema der Wettbewerbsrunde wirklich gut. Denn hier ist einiges an Gestaltungs- und Forschertalent erkennbar.
Die Universität Bonn richtet den Regionalwettbewerb nun bereits zum sechsten Mal aus und sie ist die einzige Universität in Nordrhein-Westfalen, die den renommierten Nachwuchswettbewerb unterstützt. Dafür möchte ich Herrn Professor Hoch, dem Rektor der Universität Bonn, an dieser Stelle sehr herzlich danken.

Ich weiß, dass die Bonner Universität vielfältige Angebote macht und Projekte unterstützt, um Kinder und Jugendliche für die Wissenschaft zu begeistern. Von der Kinderuni über die Wissenschaftsrallye bis hin zu ausgelobten Fachpreisen sind die Anreize und Aktivitäten, die Forschergeist wecken sollen und dies auch erfolgreich tun, sehr vielfältig. Für die Wissenschaftsstadt Bonn ist dies ein wichtiger Zukunfts-Baustein. Als Universität engagieren Sie sich damit gewissermaßen auch für den eigenen Nachwuchs in Forschung und Lehre, denn „Jugend forscht“ hat viele engagierte und bekannte Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer hervorgebracht.

Danken möchte ich auch Andrea Unterbirker, die die Regionalwettbewerbsleitung inne hat. „Jugend forscht“ trägt dazu bei, Talente zu entdecken und zu fördern, dies ist gerade in den für junge Leute manchmal etwas sperrigen Naturwissenschaften besonders wichtig und ich bin sicher, dass die Leistungen der Jugendlichen, die sich in diesem Jahr beteiligt haben, Gleichaltrige auch zum Mitmachen anregen.

Das beste Beispiel sind Nils Wasmuth und Stefan Genchev. 2015 bzw. 2016 sind die beiden als Bundessieger aus dem Regionalwettbewerb Bonn/ Köln hervorgegangen. Nils Wasmuth studiert heute Mathematik an der Uni Bonn und Stefan Genchev besucht das Galabov-Gymnasium in Sofia, die deutsche Austauschschule aus Bulgarien, die in vergangenen Jahren bereits mehrfach am Regionalwettbewerb teilgenommen hat. Lassen Sie mich nun ein paar Worte an die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer richten.

Liebe Jung-Forscherinnen und Jung-Forscher, wer weiß also, wo wir uns später noch einmal wieder sehen werden und wohin euch euer Weg führen wird. Ich bin sicher, dass eure Teilnahme an diesem Wettbewerb auf jeden Fall ein Katalysator für eure weitere wissenschaftliche Entwicklung ist und letztlich gilt auch hier: Dabeisein ist alles!

Es wurden in diesem Wettbewerb Experimente in den Bereichen Biologie, Chemie, Mathematik, Physik, Informatik, oder Technik durchgeführt. Insgesamt gibt es 33 Projekte mit 69 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Darunter sind 21 Projekte aus dem Bereich „Schüler experimentieren“ und weitere zwölf aus dem Bereich „Jugend forscht“. Ich finde es toll, dass die Teilnehmer neugierig und hartnäckig genug waren, sich den Aufgaben des Wettbewerbs zu stellen. Den Familien, Lehrerinnen und Lehrern sage ich Danke dafür, dass sie zum Experimentieren ermutigt und die Versuche begleitet haben.

Die Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher stehen heute im Mittelpunkt und ich wünsche mir, dass die Preise motivieren, auch künftig weiter zu experimentieren und zu lernen. Allen wünsche ich viel Freude und Erfolg bei euren Projekten und für die Zukunft alles Gute.

Generalversammlung 2015 der Görres-Gesellschaft

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Die Generalversammlung der Görres-Gesellschaft 2015 findet in Bonn statt und die festliche Eröffnung in der Aula der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität. Ich heiße alle Teilnehmer zunächst einmal herzlich willkommen! Als Bürgermeisterin berichte ich gerne einige Fakten zu mehr oder weniger aktuellen Geschichte der Stadt.

Bonn wurde in der 2000-jährigen Stadtgeschichte von unterschiedlichsten Einflüssen und Ereignissen geprägt: Von der Herrschaft der Römer und der Kurfürsten, von der Musik Ludwig van Beethovens, von der Kunst August Mackes und natürlich von der Bundespolitik seit Konrad Adenauer.
Heute leben und arbeiten hier rund 320.000 Menschen aus über 180 Nationen friedlich zusammen. In den Einrichtungen der Vereinten Nationen und bei den rund 150 Nichtregierungsorganisationen, die in Bonn ihren Sitz haben, wird an den Themen gearbeitet, die für die Zukunft unserer Welt entscheidend sind: Klima- und Umweltschutz, menschliche Sicherheit bei und Frühwarnung vor Naturkatastrophen.
Als zweites politisches Zentrum Deutschlands nimmt Bonn wichtige gesamtstaatliche Aufgaben wahr.
In unserer Stadt haben sich in den letzten Jahren zahlreiche neue Institute, Forschungseinrichtungen und Fachhochschulen etabliert. Eingebettet in das von den Städten Aachen, Bonn und Köln (Cologne) gespannte Dreieck der „ABC-Region“, die als die dichteste Forschungs- und Technologielandschaft in Europa gilt, hat unsere Stadt sich einen internationalen Ruf als Wissenschaftsstadt erarbeitet.
Auch die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität trägt hierzu maßgeblich bei. In ganz vielen Bereichen ist sie zudem ein wichtiger und unverzichtbarer Bildungspartner für die Stadt. Hierfür sind wir sehr dankbar, denn Bildung ist unser Kapital.
Das Kapital unserer Stadt, das sind die überdurchschnittlich vielen gut ausgebildeten Menschen. Sie erarbeiten das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Nordrhein-Westfalen. Für mehr als 25 Prozent der Arbeitsplätze in Bonn wird ein Hochschulabschluss erwartet – das ist doppelt so viel wie anderswo. Da ist es gut, dass fast ein Drittel unserer Einwohner über 15 Jahre einen Hochschulabschluss hat; auch das ist mehr als doppelt so viel wie anderswo. Und mehr als die Hälfte unserer Einwohner über 15 Jahre hat eine Hochschulzugangsberechtigung; zum Vergleich: in NRW sind es nur 30 Prozent. Das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut erteilte bei seinem Städteranking Bonn Bestnoten im Bereich Bildung. Dies ist Anerkennung und Ansporn zugleich.

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich in unserer Stadt Spitzenforschung und eine dynamische Dienstleistungsbranche mit rheinischer Lebensfreude verbinden. Die wunderbare Landschaft trägt ihr Übriges dazu bei, dass sich hier nicht nur die Bonnerinnen und Bonner, sondern auch die zahlreichen Gäste unserer Stadt, wohlfühlen. Bonn ist vielseitig, Bonn ist spannend und Bonn ist lebendig. Ich hoffe sehr, dass alle Teilnehmer ger Generalversammlung in den kommenden Tagen noch Gelegenheit haben werden, unsere Stadt zu entdecken. Dabei wünsche ich Ihnen viel Freude! Der Generalversammlung wünsche ich gutes Gelingen!

Uni-Campus Poppelsdorf/Nutzpflanzengarten: Gesetzliche Spielregeln gelten für alle

Zur anhaltenden Diskussion um den Nutzpflanzengarten der Universität Bonn in Poppelsdorf erklären die wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel, der Vorsitzende des Planungsausschusses Rolf Beu und die umweltpolitische Sprecherin Stadtverordnete Brigitta Poppe:

Wir bedauern die Eskalation des Konflikts um den Nutzpflanzengarten der Universität Bonn. Im März diesen Jahres hatten wir von Seiten der schwarz-grünen Koalition ein konstruktives Gespräch mit dem Kanzler der Universität Dr. Reinhard Lutz und Prof. Maximilan Weigend, Direktor des Botanischen Gartens. Nach diesem Gespräch haben wir gemeinsam festgestellt:

„Einigkeit zum weiteren Vorgehen wurde wie folgt erzielt: die Kommunalpolitik behält ihr selbstverständliches Planungsrecht und wird im zu erstellenden Bebauungsplan Bau- und Grünflächen definieren. Ebenso selbstverständlich bestimmt die Universität autonom, wie sie diese Flächen im Einzelnen nutzt.“

Wir stehen weiterhin zu dieser gemeinsamen Feststellung und haben uns auch entsprechend verhalten. Denn das entspricht den gesetzlichen Spielregeln. Wir bedauern, dass sich die Universität nun veranlasst gesehen hat, den Nutzpflanzengarten – hoffentlich nur vorübergehend – zu schließen. Wir haben in den bisherigen Beratungen des Planungsausschusses keineswegs einseitige Beschlüsse gefasst, sondern sind z. B. in Fragen der Wegeführung auch Planungswünschen der Universität gefolgt. Eine zentrale, gradlinige Hauptwegeachse von Am Botanischen Garten/Karlrobert-Kreiten-Straße bis zum Mathematik-Zentrum Endenicher Allee/Kaufmannstraße ist auch für die Stadt Bonn von höchster Bedeutung

Wir würden uns freuen, wenn wir nun auch die Leitung der Universität, die ja keine private, sondern eine öffentliche Institution ist, davon überzeugen können, den Nutzpflanzengarten wieder zu öffnen. Ihre positive Verankerung im Bewusstsein der Bonner Bevölkerung würde dadurch gewinnen.

Gespräch Ratskoalition-Uni: Nutzpflanzengarten bleibt

VertreterInnen der schwarz-grünen Ratskoalition und der Universität Bonn trafen sich zu einem Gespräch über die Planungen am UniCampus Poppelsdorf. Im Einzelnen nahmen Bürgermeisterin Angelica M. Kappel (Grüne), der Vorsitzende des Planungsausschusses Rolf Beu (Grüne), die Stadtverordneten Christiane Overmans (CDU) und Brigitta Poppe (Grüne), sowie der Bezirksverordnete Dieter Behrenbruch (CDU) von Seiten der Koalition, sowie Kanzler Dr. Reinhardt Lutz und Prof. Dr. Maximilian Weigend, Direktor der Botanischen Gärten, von Seiten der Universität an dem Gespräch teil.

Anlass des Gespräches waren Irritationen auf beiden Seiten über Veröffentlichungen zur Zukunft des Nutzpflanzengartens der Universität in Poppelsdorf. Die VertreterInnen der Koalition betonten seine große Bedeutung in dieser zentralen städtischen Lage. Die Vertreter der Universität versicherten, dass in absehbarer Zukunft keine Umnutzung oder Verlegung beabsichtigt sei, sondern im Gegenteil seine Fläche noch erweitert werden soll.

Einigkeit zum weiteren Vorgehen wurde wie folgt erzielt: die Kommunalpolitik behält ihr selbstverständliches Planungsrecht und wird im zu erstellenden Bebauungsplan Bau- und Grünflächen definieren. Ebenso selbstverständlich bestimmt die Universität autonom, wie sie diese Flächen im Einzelnen nutzt.

Beide Seiten wollen sich in Zukunft gegenseitig frühzeitiger und intensiver über die im eigenen Wirkungsbereich stattfindenden Überlegungen und Diskussionen informieren, um Missverständnisse zu vermeiden. Nützliche Gespräche wie dieses sollen in Zukunft häufiger stattfinden.

Uni-Campus Poppelsdorf: Nutzpflanzengarten erhalten

Zur anhaltenden Diskussion um den Nutzpflanzengarten der Universität Bonn in Poppelsdorf erklären die wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen, Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel, und die umweltpolitische Sprecherin, Stadtverordnete Brigitta Poppe:

„Wir bedauern, dass es zwischen dem Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt und der Universität zu einer Kontroverse gekommen ist. Bereits in 2010 gab es Gespräche zwischen der Universität, den Grünen, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes und interessierten Bürgerinitiativen, die den Erhalt des Nutzpflanzengartens zum Thema hatten. Uns wurde glaubhaft vermittelt, dass der Nutzpflanzengarten nicht in Frage stünde, aber räumlich leicht modifiziert werden müsse, um der Hauptachse des neuen Campus Raum zu geben. Wir freuen uns über das Gesprächsangebot des Rektors der Universität Bonn, das sicherlich zur Klärung des Sachverhaltes beitragen wird.

Besonders gefreut haben wir uns über die Pressemitteilung der Uni Bonn vom 2.12.2011 „Mehr Platz für heimisches Obst und exotische Früchte“, in welcher das neue Gesamtkonzept der Universität für den Nutzpflanzengarten vorgestellt wurde und die Erweiterung um 2500 Quadratmeter auf insgesamt 12.500 Quadratmeter, was eine erhebliche substantielle Aufwertung des Nutzpflanzengartens bedeuten würde.

In der letzten Woche erreichte uns hingegen die völlig konträre Information, dass die Universität es nicht als wissenschaftlich notwendig ansieht, den Nutzpflanzengarten in Poppelsdorf zu erhalten. Hingegen ist eine mittelfristige Verlagerung nach Klein-Altendorf angekündigt worden.

Völlig unbestritten ist die Tatsache, dass es in der Entscheidungshoheit der Universität liegt, eine solche Verlegung durchzuführen. Ebenfalls liegt es in Ihrer Verfügungsmacht, eine landwirtschaftliche Versuchsfläche öffentlich zugänglich zu machen oder nicht. Wir möchten jedoch zu Bedenken geben, dass die aktuelle Praxis des öffentlichen Zugangs zum beliebten Nutzpflanzengarten in Poppelsdorf auf hohe Akzeptanz in der Bevölkerung stößt. Erst im letzten Herbst empfing die Stadt Bonn die internationalen Delegierten der Jahrestagung der IUCN (International Union for Conservation of Nature) zu einem Abendempfang im Botanischen Garten. Vertreter der UN Konvention zur Biodiversität haben an diesem Abend eine wichtige Entscheidung zur lokalen Umsetzung von Biodiversitätskriterien getroffen. Wir sollten darin eine Verpflichtung sehen!