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Grüne fordern zügige Entwicklung des Campus Poppelsdorf

“Endlich kommt Bewegung in die Sache, die Betroffenen finden selbst die beste Lösung! Ich freue mich über diese aktive Fachschaft Informatik.”, kommentiert die wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen, Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel, die aktuelle Entwicklung der Raumfrage des Fachbereichs Informatik an der Römerstrasse. Die Fachschaft Informatik schlägt vor, als Ersatz für das PCB-belastete Gebäude an der Römerstrasse für die Informatiker die von dort fußläufig zu erreichende Auermühle anzumieten.

“Ein guter Vorschlag, nach meinen Informationen unterstützt sowohl die Stadtverwaltung als auch das BLB diesen Vorschlag”, sagt Frau Kappel. “Nun muss nur noch die Universitätsverwaltung zustimmen”.
Die Universitätsverwaltung hatte zwischenzeitlich das Landesbehördenhaus als Ausweichstandort vorgeschlagen. Aus Sicht der Grünen ist das Landesbehördenhaus jedoch nicht geeignet. Schließlich müssen weiterhin die Hörsäle an der Römerstrasse genutzt werden. Dadurch wären für Studierende und Mitarbeiter regelmäßig lange Wege zurückzulegen. “Unökologisch und unzumutbar”, meint Frau Kappel. Die Auermühle ist hingegen zu Fuß und mit dem Rad in wenigen Minuten zu erreichen.

Aus der Sicht der Stadtentwicklung ist zudem das Gelände des Landesbehördenhauses besser mit einer nachhaltigeren Nutzung zu planen. Es steht immer noch das Angebot des anonymen Investors zur Debatte, der dort ein neues Stadthaus errichten möchte.

Auch wenn jetzt mit der Auermühle eine gute Interimslösung gefunden worden ist, darf doch das endgültige Ziel nicht aus den Augen verloren werden.
“Es geht mit dem Campus Poppelsdorf nicht recht voran”, bedauert Frau Kappel.
In Poppelsdorf soll für die Informatik ein neues Gebäude errichtet werden. Diese Planung gibt es schon seit 2004. Von Jahr zu Jahr sind die Pläne hinausgeschoben worden, obwohl die Mittel vom Land bereit stehen. Der erste Spatenstich ist jedoch immer noch nicht in Sicht.

“Für die IT-Stadt Bonn ist eine gute Unterbringung und Ausstattung der universitären Informatik sehr wichtig”, sagt Angelica Maria Kappel. “Das Institut für Informatik bedient den Arbeitskräftebedarf der IT-Unternehmen unserer Stadt. Immerhin ist Bonn eine der größten IT-Regionen in Deutschland.”

Freude für die Wissenschaft. Universität für Bonn. “Eingetwitterter” Tassentausch.

Nachdem die Stadt Bonn zu ihrer neuen Dachmarke Freude.Joy.Joie.Bonn. ihre Merchandising-Produkte öffentlich vorgestellt hat, erfolgte von der Pressestelle der Universität Bonn das Angebot über den Microblogging-Service Twitter: “Tausche Freuden-Tasse gegen Uni-Bonn-Tasse”. Natürlich nahm ich als Repräsentatin der Stadt Bonn das Angebot an! Schon lange hatte ich ein Auge auf eine dunkelblaue Uni-Tasse geworfen, nur aus Zeitgründen noch keine gekauft. Es folgten einige Direct-Messages, um den Ort der Übergabe festzulegen. Beim Neujahrsempfangs des Bonner Medien-Clubs in der Deutschen Welle war es dann soweit: die Tassenübergabe fand statt. Dokumentiert wurde der Deal durch die Fotografin des Generalanzeigers Barbara Frommann.

Der Tassendeal wurde begleitet durch ein Gespräch über anliegende Themen der lokalen Wissenschaftspolitik und eine Diskussion über die Möglichkeiten von Twitter. Richtig genutzt, als Mischung aus virtual life und real life, ist Twitter eine Bereicherung in den Kommunikationsmöglichkeiten. Twittern darf aber keine Einbahnstrasse bleiben. Wer Twitter nur als zusätzlichen Information-Push-Service nutzt, ohne in einen echten Dialog einzutreten, hat etwas falsch verstanden. In dieser Hinsicht hat unser neues Stadtoberhaupt noch etwas zu lernen. Bürgerinformation allein – so wichtig sie auch ist – ist keine Bürgerbeteiligung. Bürgerbefragung allein ist auch keine Bürgerbeteiligung. Und Bürgerbefragung muss Konsequenzen haben, sonst werden nur sinnlos Emotionen geschürt. Zum Glück gibt es die Grünen, die dafür sorgen werden, dass es eine echte Beteiligung der Bürger am kommunalen Geschehen geben wird!

Zwei Nasenspitzen voraus ist der Stadt Bonn in dieser Hinsicht die Uni Bonn: der Pressesprecher Dr. Andreas Archut nutzt das neue Medium interaktiv und reagiert prompt, wenn es sinnvoll und nötig ist. Und das führt dann schon mal zu einer Freudentasse!

Empfang der Delegierten der BIMUN/SINUB-Konferenz

BIMUN steht für “Bonn International Model United Nations” – Bonner Simulationskonferenz der Vereinten Nationen. MUNs sollen die Arbeit der Vereinten Nationen unterstützen und finden auf der ganzen Welt statt. Sie dienen vor allem der Nachwuchsförderung und sollen jungen Menschen die Ideale der Vereinten Nationen näher bringen.

Eine Besonderheit der BIMUN/SINUB-Konferenz ist die traditionelle Simulation eines Gremiums der Europäischen Union. Die Konferenz ist zweisprachig, d.h. mindestens ein Gremium tagt in französischer Sprache.
Die BIMUN 2009 fand vom 30.11.09 bis zum 4.12.09 unter dem Motto Green Solutions – Inspiring Global Governance statt. Der Begriff Green Conference steht für den Anspruch, die durch den Konferenzbetrieb verursachten Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten.

Am Abend des 30.12.2009 hatte ich Gelegenheit, 170 Studierende aus mehr als 50 Nationen zu einem Dinner im Alten Rathaus zu empfangen. Ich habe in meiner Begrüssungsrede die Idee der Green Conference aufgegriffen und auf die Wichtigkeit der ökologischen Aspekte hingewiesen. Tatsächlich waren alle deutschen Delegierten mit dem Zug angereist. Interkontinental war das nicht möglich, dafür wurde diese Flüge durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert. Das Gespräch mit den Studierenden war so interessant, dass ich mich gerne einladen liess, die Closing Session der Konferenz zu besuchen. Dabei konnte ich mich vor Ort von den Ergebnissen der Konferenz überzeugen lassen. Die Stimmung war gut, der Genius des Ortes im Alten Wasserwerk beflügelte alle Anwesenden. Ich erlebte eine Sitzung der UN mit allen vorkommenden Rollen!

Antwort auf die kleine Anfrage im Landtag: PCB an der Uni – dürfen Informatikerinnen in Bonn nicht mehr schwanger werden?

Kleine Anfrage

Dr. Ruth Seidl und Horst Becker, Bündnis 90/Die GrünenDrucksache 14/9883

PCB an der Uni – dürfen Informatikerinnen in Bonn nicht mehr schwanger werden?

Namens der Landesregierung beantworte ich die Kleine Anfrage im Einvernehmen mit dem Finanzministerium, dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wie folgt:

Zu Frage 1: In wie vielen Räumen der Universität Bonn ist der Aufenthalt für Schwangere, Stillende, Säuglinge und Kleinkinder aufgrund der PCB Belastung verboten?

Zu Frage 2: Welche Einschränkungen der Studien- und Arbeitsmöglichkeiten ergeben sich daraus insbesondere für Schwangere oder Stillende, aber auch für alle anderen Hochschulangehörigen?

Obwohl im AVZ III nach den aktuellen Messergebnissen der sog. Interventionswert für Sofortmaßnahmen von 3000 ng PCB / m3 Luft nicht erreicht wird, hat die Universität Bonn am 2. November entschieden, den Großteil der bisher dort angebotenen Lehrveranstaltungen sofort in PCB-freie Räume zu verlegen. Die Hochschule wird auch die übrigen Lehrveranstaltungen kurzfristig in nicht belastete Räume verlagern. Für schwangere Mitarbeiterinnen und Studentinnen werden PCB-freie Arbeitsplätze bereitgestellt.

Zu Frage 3: Wie ist sichergestellt, dass es trotz dieser Einschränkungen nicht zu Studienzeitverlängerungen für die betroffenen Studierenden kommt?

Einschränkungen sind nicht bekannt.

Zu Frage 4: Welche Maßnahmen hat die Landesregierung seit 2005 ergriffen, um für eine Verringerung der PCB-Belastung in den Räumlichkeiten der Universität Bonn zu sorgen?

Zu Frage 5: Welche Maßnahmen hat die Landesregierung seit 2005 ergriffen, um dafür zu sorgen, dass für die betroffenen MitarbeiterInnen und Studierenden Alternativ-Angebote in unbelasteten Räumen zu Verfügung gestellt werden, solange die PCB-Konzentration in den belasteten Räumen noch nicht unter den Vorsorgewert reduziert wurde?

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb hat für die Informatik Ersatzbauten geplant, die sich im Baugenehmigungsverfahren befinden. Bis zu deren Fertigstellung wird die Informatik übergangsweise in anderen Räumen untergebracht werden. Solange diese noch nicht zur Verfügung stehen, wird der Bau- und Liegenschaftsbetrieb neben den vorhandenen Luftreinigungsgeräten verstärkt Luftwäscher einsetzen, um die Raumluftwerte der vorübergehend noch genutzten Räumlichkeiten zu verbessern.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 2 verwiesen

Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Uni Bonn: Grüne begrüssen den “Imperativ zur Kooperation”

Anlässlich der Eröffnung des Akademischen Jahres der Rheinischen Friedrichs-Wilhelm-Universität Bonn zeigt sich die Vorsitzende des kommunalen Unterauschusses für Wissenschaft und Forschung, Frau Stadtverordnete Angelica Maria Kappel, optimistisch.
“Die Rede des Rektors, Herrn  Prof. Fohrmann, enthielt fast alles, was ich mir als Kommunalpolitikerin in den letzten Jahren gewünscht habe.” Die Wiedereinführung der Lehrerausbildung, die gemeinsame Gestaltung von Übergängen zwischen den Bildungseinrichtungen und eine damit einhergehende pädagogische Neuausrichtung der universitären Lehre seien wesentliche Punkte.

Sehr erfreulich seien die Äußerungen des Rektors zur Einbettung der Hochschule in die Themenbereiche Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik und der von ihm benannte “Imperativ zur Kooperation”.
“Es ist zu hoffen, dass die Universität ihrem Standort, der internationalen Stadt Bonn, mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt”, sagt Frau Kappel dazu. “Die Stadt ist mit Verwaltung und Kommunalpolitik dazu bereit und gut aufgestellt!”