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Ausstellungseröffnung „MeerErleben“ im Deutschen Museum Bonn

WJ2016_BMBF_4CHeute Abend wird die Ausstellung „MeerErleben“ eröffnet. Das Deutsche Museum Bonn, das Wissenschaftszentrum Bonn sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft präsentieren im „Wissenschaftsjahr 2016/17 – Meere und Ozeane“ eine Ausstellung, bei der die Besucherinnen und Besucher in die Welt der Meere abtauchen und den Lebensraum „Meer“ interaktiv erkunden können.

Jeder Altersgruppe soll dabei Wissenswertes rund um das Thema „Ozeane und Meeresforschung“ vermittelt werden. Man erhält Informationen über die Tierwelt des Meeres, die Bedeutung der Meere für den Planeten oder über das Verhältnis zwischen Menschen und Meer.

Aber was hat Bonn mit Meeresforschung zu tun? Eine ganze Menge! Viele Bonner Forscherinnen und Forscher beschäftigen sich in nationalen und internationalen Forschungsverbünden mit Fragestellungen zum Thema Meeresforschung.

  • Das Institut für Geodäsie und Geoinformation der Universität Bonn führt beispielsweise weltweite Messungen der Erdoberfläche durch und stellt Veränderungen der Erdoberfläche dar.
  • UN-SPIDER, die deutsche Plattform der Vereinten Nationen für raumfahrtgestützte Informationen für Katastrophenmanagement und Notfallmaßnahmen, vermittelt die Anwendung von raumfahrtgestützten Technologien für Katastrophenmanagement und Notfallmaßnahmen. Der Bezug zur Meeresforschung ergibt sich dabei durch Einsätze bei Überflutungen bzw. die Entwicklung von Frühwarnsystemen.
  • Das Steinmann-Institut für Geologie, Mineralogie und Paläontologie untersucht „vergangene Meere“
  • und im Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig werden verschiedene Projekte im Bereich der Sedimentologie und Meeresbiologie durchgeführt.

Zwischen Bonn und dem Meer bestehen also viel mehr Verbindungen als man denkt.

Bonn hat eine hohe Dichte an Kulturinstitutionen und Museen. Das vielfältige Kulturprogramm wird von den Bürgerinnen und Bürgern, vor allem aber auch von Kindern und Jugendlichen, gut und gerne angenommen. Das Deutsche Museum ist ein wichtiger Bestandteil unserer Museumsmeile. Als Kooperationspartner des Deutschen Museums haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die „Wissenswerkstatt“ des Rheinlandes trotz Finanzierungsschwierigkeiten zu erhalten. Wir werden als Stadt ab dem Jahr 2018 einen jährlichen Zuschuss zur Verfügung stellen. Darüber hinaus werden weitere Projektmittel sowie Mittel des Fördervereins generiert. Der Rhein-Sieg-Kreis hat seine Unterstützung zugesichert, weitere Gebietskörperschaften der Region sind angefragt. Wir hoffen, dass es uns so gemeinsam gelingen kann, den Weiterbestand des Deutschen Museums zu ermöglichen.

Mein Dank geht an die zahlreichen Akteure, Veranstalter und Förderer dieser Ausstellung, allen voran an das Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Ohne sie alle wäre die Ausstellung „MeerErleben“ nicht möglich gewesen. Gerne nutze ich die heutige Gelegenheit aber auch, um den Mitgliedern des Fördervereins „WISSEN schaf(f)t SPASS“ von Herzen zu danken. Durch deren Mühe und deren Engagement konnte das Ausstellungsangebot des Deutschen Museums Bonn aufrechterhalten und um die heutige Ausstellung erweitert werden. Das wissen wir als Stadt, aber auch die Bonner Bürgerinnen und Bürger sehr zu schätzen. Hoffentlich kann das Museum noch lange auf eine Vielzahl von Unterstützern bauen. Nur so wird es möglich sein, dieses einmalige Museum in der Bonner Kulturlandschaft zu erhalten!